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Das Wichtigste in Kürze

  • Als EC-Karte, Bankkarte oder Girokarte wird umgangssprachlich die Girocard bezeichnet – das in Deutschland am weitesten verbreitete bargeldlose Zahlungsmittel.
  • Die Karte wird in der Regel von Banken in Verbindung mit einem Girokonto ausgegeben. Aktuelle Karten sind am Girocard-Akzeptanzzeichen zu erkennen.
  • Ältere EC-Karten wurden noch mit dem EC-Electronic-Cash-Zeichen oder dem EC-Pin-Pad-Zeichen ausgestattet, welche derzeit vom Markt genommen werden. Die Zeichen zeigen, dass mit der Karte an entsprechenden Terminals oder Geldautomaten Zahlungen oder Bargeldabhebungen vorgenommen werden können.

Die Geschichte der EC-Karte: Von Eurocheque über Electronic Cash bis zur Girocard

„EC“ stand ursprünglich für „Eurocheque“ – ein europaweites einheitliches Debit-Zahlungssystem, wie es heute Maestro (die Debitkarte von Mastercard) oder V Pay (die Debit-Variante der Visa-Karte) auch sind. Eurocheques wurden bis Ende 2001 eingesetzt. Ab 2002 stand „EC“ für „Electronic Cash“, ein Debit-Zahlungssystem der Deutschen Kreditwirtschaft. Im April 2008 wurde die EC-Karte in Girocard umbenannt und die Marke „ec“ an Mastercard verkauft. Dennoch wird die Girocard auch heute noch gern als EC-Karte bezeichnet.

EC-Kartenzahlung in Deutschland und im Ausland

Die EC-Karte ermöglicht bargeldloses Bezahlen und das Abheben von Bargeld an Geldautomaten in Deutschland. Im europäischen Ausland wird aber die Girocard an sich oft nicht akzeptiert. Daher statten viele – aber nicht alle – Banken ihre EC-Karten zusätzlich mit der Debitkarten-Funktion von Maestro oder V Pay aus, was am entsprechenden Logo zu erkennen ist. Maestro wird weltweit akzeptiert, V Pay ist nur in europäischem Ausland verbreitet.

EC-Karte: Gebühren im Ausland

Maestro- und V-Pay-Karten ermöglichen sowohl bargeldloses Bezahlen als auch das Abheben von Bargeld an Geldautomaten. In der SEPA-Zone ist die Zahlung an Terminals in Euro kostenlos; für die Bargeldabhebung fällt jedoch meistens eine Auslandsgebühr an. Außerhalb der SEPA-Zone kommen noch die Gebühren für die Umrechnung der Fremdwährung hinzu.

Sowohl innerhalb als auch außerhalb der SEPA-Zone sollte man sich genauestens bei seiner Bank über die Möglichkeiten des Geldabhebens und die damit verbundenen Gebühren informieren. Gerade bei US-amerikanischen Banken ist es oft entweder unmöglich, Bargeld abzuheben, oder mit zusätzlichen Nutzungsgebühren verbunden.

Beim Einsatz der EC-Karte Limit beachten

Viele Banken legen für ihre EC-Karte ein Limit fest. Meistens gibt es sowohl ein Tageslimit als auch ein wöchentliches Limit. Damit ist die Nutzung der Girocard innerhalb von einem Tag bzw. einer Woche nur bis zu einem bestimmten Betrag möglich.

Dieser Betrag kann weder an Geldautomaten noch bei der Kartenzahlung überschritten werden. Nur bei Zahlungen mit Unterschrift ist das möglich. Voraussetzung dafür ist aber entweder, dass das Konto über den gewünschten Betrag gedeckt ist oder dass es überzogen werden kann (Dispokredit). Die genaue Höhe des Limits variiert von Bank zu Bank. Bei ausreichender Bonität kann der Kunde sie gegebenenfalls erhöhen.

Das Limit sollte nicht als Beschränkung angesehen werden, sondern viel eher als Schutz des Verbrauchers. Denn bei Verlust oder Diebstahl der Girocard kann der Dieb nur über das gesetzte Limit verfügen und das restliche Guthaben auf dem Girokonto bleibt zunächst unberührt.

EC-Karte sperren: Schnell und einfach mit der Sperr-Hotline

Ist die EC-Karte verloren gegangen oder gar gestohlen worden, sollte der Karteninhaber sie sofort sperren lassen, nachdem er den Verlust bemerkt. Speziell dafür haben alle Banken eine sogenannte Sperr-Rufnummer oder Sperr-Hotline. Die Sperre der Girocard schützt den Verbraucher dadurch, dass sie es dem Dieb oder dem Finder mit unlauteren Absichten unmöglich macht, die Karte zu nutzen und somit an das Geld des Karteninhabers heranzukommen. Die Sperr-Rufnummer wird den Kunden in der Regel bei Kontoeröffnung ausgehändigt und auf der Homepage der Bank zugänglich gemacht. Taucht die Karte nach der Sperrung wieder auf, so kann man sie bei seiner Bank wieder entsperren lassen.

EC-Kartenzahlung per PIN oder Unterschrift

Die Zahlung mit der Girocard ist ein recht simples und schnelles Verfahren und wird gern genutzt. Ermöglicht wird sie durch Lesegeräte, die sogenannten Terminals. Hier wird durch das Eingeben der PIN, also der persönlichen Identifikationsnummer, oder mittels Unterschrift eine elektronische Überweisung eingeleitet. Die meisten Geschäfte verfügen inzwischen über ein solches Terminal, welches es den Kunden ermöglicht, ihre Einkäufe ohne Bargeld zu bezahlen. Ausgelesen wird dabei normalerweise der Chip – die Magnetstreifen-Technologie ist überholt.

Kontaktlos bezahlen: NFC und girogo

EC-Karten werden oft mit weiteren Funktionen ausgestattet, etwa Maestro und V Pay. Damit die Bezahlung mit Girocards noch schneller und einfacher abläuft, gibt es die NFC-Funktionalität, die kontaktloses Bezahlen an einem Kartenlesegerät ermöglicht. Der Käufer muss seine Girocard im kurzen Abstand zum Terminal halten und anschließend seine PIN eingeben oder unterschreiben. Die Kontaktlos-Funktion ist an mehreren tausend Akzeptanzstellen einsetzbar. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um teilnehmende Ketten von Einzelhändlern.

Viele Girocards verfügen über die girogo-Funktion – eine spezielle Variante der kontaktlosen Kartenzahlung. Diese Girocards sind mit einem entsprechenden Symbol versehen. Das girogo-Bezahlverfahren verläuft noch schneller, da in diesem Fall keine PIN oder Unterschrift erforderlich ist. Genau wie der Vorläufer, Geldkarte, muss girogo vorab mit Guthaben aufgeladen werden. Um Missbrauch vorzubeugen, ist das maximale Guthaben von girogo auf 200 Euro begrenzt und es sind nur Einkäufe unter 25 Euro möglich.

Passende Girocard finden

Im Girokonto-Vergleich auf Verivox.de finden Sie schnell Angebote, die eine kostenlose Girocard beinhalten. Darüber hinaus können Sie die Banken danach filtern, ob ihre Karten kontaktlose Bezahlung per NFC unterstützen. Viele Banken bieten weitere Zusatzleistungen wie etwa eine gebührenfreie Kreditkarte, kostenlose Kontoführung oder Startguthaben.

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Near Field Communication, kurz NFC, ermöglicht kontaktloses Bezahlen. Viele EC-Karten besitzen diese Funktion.

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