Eine Dread-Disease-Versicherung sichert das finanzielle Auskommen im Falle einer schweren Erkrankung wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Tritt eine der im Vertrag genannten Krankheiten ein, erhält der Betroffene die vereinbarte Versicherungssumme als Einmalzahlung. Er kann frei über sie verfügen – also beispielsweise durch Berufsunfähigkeit entstehende finanzielle Lücken schließen oder kostenintensive medizinische Therapien bezahlen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Dread-Disease-Versicherung abschließen: Das ist zu beachten
  3. Was ist eine Dread-Disease-Versicherung?
  4. Welche Krankheiten sind abgesichert?
  5. Wann lohnt sich der Abschluss einer Dread-Disease-Police?
  6. Welche Vorteile bietet die Dread-Disease-Versicherung?
  7. Welche Nachteile ergeben sich aus einer Dread-Disease-Police?
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Private Krankenversicherung: Vergleich der Tarife

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Dread-Disease-Versicherung bietet Schutz vor dem finanziellen Abstieg im Falle einer besonders schweren körperlichen Erkrankung oder eines schweren Unfalls.
  • Psychische Erkrankungen und Rückenleiden sind meist nicht mitversichert.
  • Wer weder eine Berufs- noch eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abschließen kann, ist bei einem Anbieter der Dread-Disease-Police gut aufgehoben.
  • Aus drei Faktoren der Dread-Disease-Versicherung können sich Nachteile ergeben: Wartezeit, Karenzzeit und festgelegtes Krankheitsstadium.

Dread-Disease-Versicherung abschließen: Das ist zu beachten

Die versicherten Krankheiten der Dread-Disease-Versicherung sind genau definiert und müssen ein gewisses Stadium erreicht haben, bevor der Versicherungsschutz greift. Der Abschluss einer Dread-Disease-Police lohnt sich daher vor allem für Personen, die keinen Zugang zu einer umfangreicheren Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung erhalten.

Auch zur Finanzierung ambulanter oder stationärer Behandlungen kann eine Dread-Disease-Versicherung sinnvoll sein. Denn nicht alle Kosten werden hier von der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung gedeckt.

Was ist eine Dread-Disease-Versicherung?

"Dread Disease" bedeutet wörtlich übersetzt "gefürchtete Krankheit" – ein passender Name für die auch als Schwere-Krankheiten-Vorsorge bekannte Versicherung. Sie bietet Schutz vor dem finanziellen Abstieg im Falle einer besonders schweren körperlichen Erkrankung oder eines schweren Unfalls. Anders als bei Erwerbsunfähigkeitsversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung erhält der Versicherungsnehmer keine monatliche Rente, sondern eine Einmalzahlung der vereinbarten Summe zeitnah nach der Diagnose. Zudem erfolgt die Auszahlung unabhängig davon, ob dieser noch arbeitsfähig ist oder nicht.

Kosten der Dread-Disease-Versicherung

Die Höhe der zu zahlenden Beiträge für eine Dread-Disease-Police hängt von der Versicherungssumme, dem Alter und Geschlecht sowie dem Gesundheitszustand beziehungsweise den Vorerkrankungen des Interessenten ab. Nichtraucher profitieren bei vielen Anbietern von Vorteilen. Die Prämien können entweder fondsgebunden oder für die gesamte Vertragslaufzeit garantiert sein. Einige Versicherer legen die Beiträge ihrer Kunden in Investmentfonds an, die Wertschwankungen unterliegen können. Sie überprüfen ihre Fonds regelmäßig und passen die Beitragshöhe gegebenenfalls an. Auch nicht-fondsgebundene Prämien können sich verändern, wenn der Anbieter beispielsweise das Risiko einer der versicherten Krankheiten falsch eingeschätzt hat.

Welche Krankheiten sind abgesichert?

Welche Krankheiten eine Dread-Disease-Versicherung umfasst und ab welchem Stadium sie greift, ist genau festgelegt. Wer verschiedene Anbieter vergleicht, sollte daher nachlesen, welche Erkrankungen in den jeweiligen Katalogen aufgeführt sind. Vor allem die Arten der Krankheiten sind entscheidend – dazu gehören beispielsweise: ·

  • verschiedene Arten von Krebs
  • HerzinfarktSchlaganfall
  • Parkinson
  • Demenz
  • Alzheimer
  • Multiple Sklerose
  • Lebererkrankungen
  • Lungenerkrankungen
  • Arthritis
  • Folgen eines schweren Unfalls

Psychische Erkrankungen und Rückenleiden sind meist nicht mitversichert. Beide gehören jedoch zu den häufigsten Ursachen einer Berufsunfähigkeit. Wer psychische Vorerkrankungen mitbringt, hat bei einer Dread-Disease-Versicherung dadurch allerdings bessere Chancen, angenommen zu werden, als bei anderen Versicherungsformen.

Wann lohnt sich der Abschluss einer Dread-Disease-Police?

Eine Dread-Disease-Police ist nicht für jeden das richtige Versicherungsprodukt. Zudem bieten in Deutschland nur wenige Versicherungsgesellschaften dieses Modell überhaupt an. Es ist eine von zwei Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung, die Versicherungsnehmer bei zahlreichen Erkrankungen und Vorkommnissen vor finanziellen Problemen durch Berufsunfähigkeit schützt. Allerdings lehnen Anbieter Angehörige bestimmter Risikogruppen häufig ab, z. B. Personen, die risikoreiche Berufe oder Extremsportarten ausüben, sowie solche mit Vorerkrankungen.

Die zweite Wahl ist dann die Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Sie greift, wenn Versicherte nicht mehr dazu in der Lage sind, mehr als drei Stunden täglich zu arbeiten, und somit ihren Lebensunterhalt nicht finanzieren können. Auch bei ihr können Personen aufgrund eines zu hohen Risikos abgelehnt werden. Dann erst führt der Weg viele Interessenten zur Dread-Disease-Versicherung. Sie lohnt sich also insbesondere dann, wenn andere Policen nicht zur Wahl stehen. Aber auch für Menschen, in deren Familie sich bestimmte schwere Krankheiten häufen, ist sie eine gute Absicherung.

Welche Vorteile bietet die Dread-Disease-Versicherung?

Wer weder eine Berufs- noch eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abschließen kann, ist bei einem Anbieter der Dread-Disease-Police gut aufgehoben. Je nach Versicherer greift der Schutz bei rund 50 schweren Krankheiten. Die Summe wird im Leistungsfall komplett ausgezahlt, sodass Betroffene frei über sie verfügen können – egal, ob für den Lebensunterhalt, die medizinische Versorgung oder gegebenenfalls nötige Umbauten des Hauses. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass die Auszahlung auch erfolgt, wenn der Versicherungsnehmer nicht berufs- oder erwerbsunfähig ist. Darüber hinaus ist es bei einigen Verträgen möglich, die Summe im Todesfall den Hinterbliebenen zu hinterlassen.

Welche Nachteile ergeben sich aus einer Dread-Disease-Police?

Aus drei Faktoren der Dread-Disease-Versicherung können sich Nachteile ergeben:

  • Wartezeit
  • Karenzzeit
  • festgelegtes Krankheitsstadium

Eine Wartezeit müssen Versicherungsnehmer bei den meisten Policen einhalten, oft dauert sie 6 Monate. Erst danach können sie Leistungen in Anspruch nehmen. Dies verhindert, dass Personen, die eine Diagnose über eine schwere Krankheit kurz nach Vertragsabschluss erhalten, nur wenig einzahlen und dennoch die Beiträge für alle nach oben treiben. Die Karenzzeit hingegen entsteht zwischen Diagnose der Krankheit und Auszahlung der Versicherungssumme. Sie dauert bei den meisten Anbietern 14 bis 28 Tage. Je nach Schwere der Erkrankung stellt sich die Frage, ob der Betroffene auch so lange überlebt.

Die durch eine Dread-Disease-Police versicherten Krankheiten und das jeweilige Stadium sind klar definiert. So erfolgt beispielsweise bei Krebs in einem noch heilbaren Frühstadium keine Auszahlung. Vor Abschluss einer Dread-Disease-Versicherung sollten Interessierte daher genau über die Definitionen informieren und sich medizinische Fachbegriffe gegebenenfalls erklären lassen.

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