So setzen sich die Tarifkosten zusammen

Private Krankenversicherung berechnen

Private Krankenversicherung

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Berechnung der privaten Krankenversicherung

Was wirkt sich auf den Beitrag aus?

Wer seinen Beitrag zur privaten Krankenversicherung berechnen möchte, muss sich im Vorfeld über einige Dinge im Klaren sein. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung beeinflussen sehr viel mehr Faktoren die Höhe des monatlichen Beitrags. Zur Erinnerung: Für den Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse ist nur das Einkommen ausschlaggebend. Im Rahmen der Familienversicherung spielt es keine Rolle, wie viele Personen versichert sind. Das Einzige, was eine Berechnung notwendig macht, ist die Höhe des Zusatzbeitrages. Hier kann die Wahl der Versicherung einige Cent oder wenige Euro im Monat einsparen.

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Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Berechnungsfaktoren
  3. PKV Beitrag berechnen: So geht’s

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Auswahl des Versicherungsschutzes wirkt sich direkt auf die Prämie aus.
  • Das Krankentagegeld muss auch den Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung abdecken.
  • Beamte und Ärzte zahlen niedrigere Beiträge als Angestellte und Selbstständige.Eine mögliche Selbstbeteiligung senkt den monatlichen Beitrag.

Berechnungsfaktoren in der privaten Krankenversicherung

Im Rahmen der privaten Krankenversicherung spielen zahlreiche Faktoren in die Beitragshöhe hinein, von denen der Versicherungsnehmer fast alle selbst beeinflussen kann. Gab es früher noch geschlechtsbedingte Beitragsunterschiede, sind diese durch die Einführung der Unisextarife hinfällig geworden.

Das Alter

Das Alter spielt bei der Beitragsberechnung eine wesentliche Rolle. Je jünger die versicherte Person zu Vertragsbeginn ist, umso geringer fällt das Risiko häufiger Arztbesuche aus. Der Versicherer kann den Risikoanteil in der Prämie niedriger kalkulieren. Ein niedriges Eintrittsalter bedeutet auch, dass die Ansparphase für die Altersrückstellung deutlich länger ausfällt. Vor diesem Hintergrund kann dieser Anteil der Prämie ebenfalls niedriger angesetzt werden. Das Alter hat sowohl bei einer Krankenvollversicherung als auch bei einer Krankenzusatzversicherung Einfluss auf die Höhe des Beitrags.

Die Wahl des Versicherungsschutzes

Im Rahmen der privaten Krankenversicherung hat der Versicherungsnehmer die Wahl, wie umfänglich er seinen Versicherungsschutz gestalten möchte. Wer für das Krankenhaus ein Mehrbettzimmer wählt, hat einen niedrigeren Beitrag als der Versicherungsnehmer, der sich für ein Einbettzimmer entscheidet.

Ein ähnlicher Sachverhalt greift auch bei einer Zahnersatzversicherung. Ein Tarif, welcher 80 Prozent erstattet, fällt zwangsläufig teurer aus als ein Tarif, der nur 50 Prozent leistet. Auch hier gilt, dass dies sowohl für Vollversicherungen als auch für Zusatzversicherungen gilt.

Wer sich für einen ambulanten Tarif entscheidet, der auch Kosten für eine homöopathische Behandlung in großem Umfang erstattet, muss mit einer höheren Prämie rechnen als ein Antragsteller, der darauf verzichten möchte.

Die Höhe der Selbstbeteiligung

Der monatliche Beitrag lässt sich auch über die Selbstbeteiligung steuern. Wer den Beitrag für eine private Krankenversicherung berechnen möchte, soll einmal ein Beispiel mit und ein Beispiel ohne Selbstbeteiligung rechnen.

Für Selbstständige sind Großschadentarife eine Option. Diese sind mit einer Selbstbeteiligung von 2.000 Euro oder mehr ausgestattet. Für Arbeitnehmer sind diese Tarife eher ungeeignet, da der Arbeitgeber maximal 600 Euro der Selbstbeteiligung steuerfrei übernehmen darf.

Die Berufsgruppe

Im Rahmen der privaten Krankenvollversicherung wird zwischen drei Berufsgruppen unterschieden:

  • Arbeitnehmer und Selbstständige in der freien Wirtschaft
  • Verbeamtete Antragsteller mit Anspruch auf Beihilfe
  • Ärzte

Für Selbstständige und Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft gilt, dass sie keine Prämiennachlasse erwarten können. Beamte erhalten zwar auch keinen Nachlass, sind aber dennoch besonders gestellt. Je nach Familienstand übernimmt der Dienstherr einen prozentualen Anteil an den Behandlungskosten und dem Aufwand für Heil- und Hilfsmittel.

Der Beamte selbst muss nur die Differenz versichern. Beträgt der reguläre Monatsbeitrag für eine Vollversicherung 500 Euro und der Beihilfeanspruch liegt bei 50 Prozent, zahlt der Beamte nur 250 Euro im Monat, da der Versicherer auch nur 50 Prozent der Behandlungskosten übernehmen muss.

Ärzte genießen ebenfalls einen Sonderstatus. Die Krankenversicherer gehen davon aus, dass sich diese Berufsgruppe bei kleineren Beschwerden selbst therapiert. Kostenlose Untersuchungen durch Kollegen sind ebenfalls an der Tagesordnung und mindern den Aufwand für den Versicherer. Zu guter Letzt haben Mediziner auch teilweise kostenlosen Zugang zu Medikamenten und anderen Heilmitteln. Diese Faktoren wirken sich unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten auf den Beitrag aus.

PKV Beitrag berechnen: So geht’s

Am Alter oder am beruflichen Status lässt sich nichts ändern. Im Vorfeld sollte sich der künftige Versicherungsnehmer aber überlegen, welchen Versicherungsschutz er wünscht. Eigentlich weiß jeder, ob er im Krankenhaus lieber alleine in einem Zimmer liegt oder Gesellschaft wünscht.

Wer seine Zähne erst hat langfristig sanieren lassen, muss nicht unbedingt die höchste Zahnersatzleistung wählen.

Aber das Krankentagegeld darf nicht vergessen werden. Dies muss im Rahmen der privaten Vollversicherung komplett selbst gestaltet werden. Dabei sollte das Krankentagegeld dem Nettolohn zusätzlich dem Arbeitgeberanteil zur privaten Krankenversicherung entsprechen. Der Rentenversicherungsbeitrag entfällt, nachdem die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitnehmer endet. Dies ist in der Regel nach 42 Tagen der Fall. Für Arbeitnehmer gilt in diesem Fall ein Krankentagegeld ab dem 43. Tag. Selbstständige können diese Zahlung auch zu einem früheren Zeitpunkt in Anspruch nehmen, allerdings zu einer höheren Prämie.

Sind diese Punkte geklärt, muss nur noch der Vergleich gestartet werden. Die Ergebnisse werden dann gegenübergestellt. Interessenten sollten aber nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch das Kleingedruckte lesen. Häufig gibt es deutliche Unterschiede in einigen Leistungsbereichen. Dazu zählt beispielsweise die Kostenübernahme für psychotherapeutische Behandlung oder die Anzahl fehlender Zähne zum Zeitpunkt der Antragstellung.

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