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Januar und Februar kälteste Monate - Gasverbrauch steigt spürbar

03.01.2006 | 15:00

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa

Offenbach (dpa) - Januar und Februar sind die kältesten Monate des Jahres in Mitteleuropa - der Bedarf an Energie zum Heizen ist in dieser Zeit am höchsten. "Ein durchschnittlicher Wintertag entspricht fünf Sommertagen", lautet eine Faustregel der Energieversorger. Sinke die Temperatur um ein Grad, steige der Gasverbrauch um vier Prozent, sagte ein Sprecher des Frankfurter Gasversorgers Mainova AG.

Als Durchschnittstemperatur in Deutschland haben die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den Januar minus 0,5 Grad und für den Februar plus 0,4 Grad errechnet. Zusammengestellt werden diese Werte aus Tausenden von Einzeldaten aus verschiedenen Regionen, die gemittelt werden. Die Bandbreite der Tagestemperaturen reicht von rund 20 Grad plus bis weit unter 20 Grad minus.

Milder als in Deutschland sei es in Nachbarländern, wo der Einfluss des Meeres insgesamt stärker spürbar sei - etwa in Dänemark, den Niederlanden, Belgien oder Frankreich, sagte DWD-Sprecher Gerhard Lux in einem dpa-Gespräch. In Paris beispielsweise liege der Januar- Durchschnitt bei plus 3,5 Grad, der für Februar bei plus 4,3 Grad. Östlich von Deutschland ist es dagegen deutlich kälter: Für Warschau beträgt das Januar-Mittel minus 3,5 Grad, das Februar-Mittel minus 2,5 Grad. Nördlich des Polarkreises, wo es zu dieser Jahreszeit kaum hell wird, ist es noch viel kälter: An der Station Karesuando in Nordschweden betragen die Durchschnittstemperaturen im Januar und Febraur nur minus 14 Grad.

"Im Januar macht sich der niedrige Sonnenstand bemerkbar", sagte Lux. Außerdem gebe es regelmäßig Nord- und Nordostlagen mit der Zufuhr polarer Luft. Die jeweiligen Tagestemperaturen können stark schwanken, Höchstwerte von 15 und mehr Grad und nächtliche Tiefstwerte mit zweistelligen Werten unter Null sind keine Seltenheit. Besonders kalt war der Kriegs-Januar 1940 in Deutschland mit einer Mitteltemperatur von minus 9,1 Grad.

Mehr als 50 Grad liegen zwischen der höchsten und tiefsten je gemessenen Januar-Temperatur: Nach den Aufzeichnungen des DWD wurden am 10. Januar 1991 fast schon sommerliche plus 19,1 Grad in Stuttgart registriert, auf der Zugspitze waren es am 2. Januar 2005 minus 34,6.

Noch stärker fällt die Differenz bei den höchsten und niedrigsten Februar-Werten aus: Plus 22,5 Grad warm war es am 26.2.1900 in Münster/Westfalen und am 29.2.1960 im baden-württembergischen Müllheim. Der tiefste Februar-Wert wurde laut DWD-Statistik am 12.2.1929 im bayerischen Hüll bei Pfaffenhofen mit minus 37,8 Grad gemessen - das war zugleich auch die tiefste jemals in Deutschland gemessene Temperatur.