Heizöl

Heizöl wird aus Erdöl hergestellt, das in Raffinerien entsprechend verarbeitet wird. Ölheizungen werden normalerweise mit Heizöl EL (extra leicht) betrieben. Es entspricht der DIN-Norm 51603-1 und ist sowohl in der Standard- und Premium-Variante als auch schwefelarm erhältlich. Erfahren Sie mehr über Heiölpreise, Verbrauch und Lagerung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schwefelarmes Heizöl darf in allen Ölheizkesseln und Ölbrennern verwendet werden, für viele Brennwertkessel ist es sogar vorgeschrieben.
  • Bioheizöl ist ein umweltschonendes Gemisch aus schwefelarmem Heizöl und mindestens 3 Prozent Biokomponente.
  • Beim Heizölpreis handelt es sich um eine Kombination aus dem sogenannten Produktenpreis und Steuern.
  • Heizöl wird zumeist in Öltanks (oft auch Entladestellen genannt) gelagert, die sich zum Beispiel im Keller befinden.

Arten von Heizöl

  • Schwefelarmes Heizöl darf in allen Ölheizkesseln und Ölbrennern verwendet werden, für viele Brennwertkessel ist es sogar vorgeschrieben. Es zeichnet sich durch einen niedrigen Schwefelgehalt von maximal 0,005 Prozent aus, verbrennt sauberer und reduziert die Schadstoff-Emissionen, die beim Verbrennungsprozess entstehen.
  • Premium Heizöl ist ein additives Öl mit optimierten Verbrennungseigenschaften und einer im Vergleich zu schwefelarmem Heizöl höheren Ausbeute an Energie. Außerdem verbrennt es nahezu rückstandsfrei und schont auf diese Weise nicht nur die Heizungsanlage, sondern auch die Umwelt.
  • Bioheizöl ist ein umweltschonendes Gemisch aus schwefelarmem Heizöl und mindestens 3 Prozent Biokomponente, die aus nachwachsenden Rohstoffen besteht – in der Regel Raps, Sonnenblume und Soja. Die Langzeitstabilität ist bei dieser Heizölsorte jedoch geringer als bei Ölen rein mineralischen Ursprungs.
  • Einige Heizölhändler bieten „klimaneutrales Heizöl“ an. Zwar verbrennen diese Heizöle nicht emissionsfrei, die Verbraucher zahlen aber einen Extra-Beitrag, der in Klimaschutzprojekte fließt und somit die entstehenden Emissionen zumindest rechnerisch kompensiert.

Ölpreis: Heizöl günstig einkaufen

Vor allem in der kalten Jahreszeit spielen die Heizölpreise eine wichtige Rolle – schließlich ist Heizöl neben Gas der wichtigste und am häufigsten verwendete Energieträger. Die Preise für Heizöl schwanken recht stark – und längst stimmt die alte Weisheit nicht mehr, dass man Heizöl immer im Sommer kaufen sollte, weil es dann am billigsten ist. Denn die Höhe des Heizölpreises ist von verschiedenen Faktoren abhängig, etwa dem Dollarkurs und den Geschehnissen an den Börsen. Darüber hinaus haben die weltweite Ölnachfrage und die politische Lage in den ölfördernden Ländern Einfluss auf die Preisentwicklung. Der Heizölpreis pro 100 Liter unterliegt somit ganzjährig starken und teilweise unvorhersehbaren Schwankungen. Deshalb lohnt es sich, die Marktentwicklung das ganze Jahr über zu verfolgen und dann gezielt bei günstigen Preisen zuzugreifen. Verbraucher sollten außerdem vor einer Bestellung die Angebote mit einem Heizölrechner vergleichen, denn auch von Händler zu Händler gibt es Unterschiede.

Heizölpreise senken durch Sammelbestellungen

Günstiger kann der Heizölkauf auch durch eine Sammelbestellung werden. Entweder organisiert man diese zusammen mit Nachbarn oder man nutzt entsprechende Dienste im Internet. Beachten sollte man dabei jedoch, dass die Bestellung juristisch gesehen für jeden Abnehmer als Einzelbestellung gilt. Ansonsten kann es passieren, dass alle Besteller finanziell mithaften, wenn ein Mitglied der Gruppe nicht bezahlt. Die zu beliefernden Häuser dürfen zudem meist nicht mehr als fünf bis zehn Kilometer voneinander entfernt sein. Zudem ist der Wohnort des Kunden entscheidend. Die Heizölpreise unterliegen nämlich regionalen Schwankungen und können vom bundesweiten Durchschnittspreis abweichen.

Woraus setzt sich der Heizölpreis zusammen?

Beim Heizölpreis handelt es sich um eine Kombination aus dem sogenannten Produktenpreis und Steuern. Der Produktenpreis ist der Preis, zu dem Heizölhändler Heizöl einkaufen. Dieser Preis schwankt täglich, da er von mehreren Faktoren abhängig ist: Einerseits bestimmen Angebot und Nachfrage die Ölpreise, andererseits der Dollarkurs sowie die Energiesteuer. Diese Steuer beträgt immer 6,14 Cent pro Liter – unabhängig davon, wie hoch der aktuelle Heizölpreis ist. Außerdem beinhaltet der Heizölpreis noch die Mehrwertsteuer.

Der Deckungsbeitrag macht den kleinsten Anteil am Heizölpreis aus. Er setzt sich aus Personal-, Transport-, Verwaltungs- und Vertriebskosten zusammen. Außerdem dient der Beitrag dazu, die gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtvorräte für Krisensituationen zu gewährleisten. Heizölhändler können lediglich diesen Anteil beeinflussen, wobei sie den Beitrag meist niedrig ansetzen, um neue Kunden zu gewinnen. Die Heizölpreise unterliegen ständigen Schwankungen.

Heizöl: Steigende Rohöl-Nachfrage

Während die Rohöl-Nachfrage in Schwellenländern steigt, lassen sich neue Ölvorkommen immer schwieriger erschließen. Zudem wächst die Wirtschaft in aufstrebenden Industrienationen wie China, Indien und Südafrika. Das hat zur Folge, dass ihr Energieverbrauch steigt, weshalb diese Nationen zwangsläufig mehr Öl kaufen müssen. Und je höher die Nachfrage am Ölmarkt ist, desto teurer das Produkt. Wer also seinen Heizöltank befüllt, sollte sich beim Heizölkauf an der aktuellen Weltwirtschaftslage orientieren.

Wie geht es nach der Bestellung von Heizöl weiter?

Haben Sie sich für ein Angebot entschieden, können Sie ganz bequem online bestellen. Die Auftragsbestätigung mit allen wichtigen Eckdaten erhalten Sie per E-Mail direkt vom Händler. Dieser setzt sich zeitnah auch telefonisch mit Ihnen in Verbindung, um einen Liefertermin zu vereinbaren. Wichtig: Für Heizöllieferverträge besteht kein Widerrufsrecht nach den Regelungen zum Fernabsatz, der Kauf ist somit bindend.

Lagerung des Heizöls

Heizöl wird zumeist in Öltanks (oft auch Entladestellen genannt) gelagert, die sich zum Beispiel im Keller befinden. Beliebt sind sogenannte Batterietanks, die sich dem Bedarf entsprechend aus einzelnen Kunststoffmodulen zusammensetzen. Alternativ kommen standortgefertigte Öltanks infrage, die direkt vor Ort passgenau errichtet werden. Eine Lagerung ist jedoch auch in unterirdischen Tanks möglich, die im Boden eingegraben werden.

Heizölverbrauch durch Modernisierung senken

Durch eine Modernisierung der Heizungsanlage kann der Verbrauch von Heizöl deutlich gesenkt werden – dies entlastet aufgrund der verringerten Emissionen die Umwelt und senkt gleichzeitig die Heizkosten. Durch einen Umstieg von einem alten Öl-Heizkessel auf die moderne Brennwerttechnik kann der Verbrauch von Heizöl aufgrund des verbesserten Nutzungsgrades beispielsweise um etwa 30 Prozent verringert werden.

Zusätzlich kann es sich lohnen, die Ölheizung durch eine Solaranlage oder einen Kaminofen zu ergänzen. Je besser die Wärmedämmung des Hauses ist, desto weniger Heizöl wird zudem benötigt, um die gewünschten Temperaturen zu erreichen und im Gebäude zu halten.