E.ON Energie hat Netzgeschäft vollständig ausgegliedert

02.01.2007 | 14:31

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München (dpa) - Der Energiekonzern E.ON hat die Voraussetzungen für mehr Wettbewerb geschaffen. Zum Jahresbeginn habe die E.ON Energie AG die Trennung der Netze vom übrigen Energiegeschäft vollständig umgesetzt, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit. Bei allen Regionalversorgern des Konzerns sei nunmehr das Netzgeschäft in rechtlich eigenständige Gesellschaften ausgegliedert. "Mit diesem Schritt wollen wir die Entwicklung des Wettbewerbs im Energiemarkt weiter vorantreiben", erklärte der Vorstandschef von E.ON Energie, Johannes Teyssen.

Hintergrund für den Schritt ist das Energiewirtschaftsgesetz vom Juli 2005. Es bestimmt, dass Versorger bis spätestens 1. Juli 2007 den Netzbetrieb in eine selbstständige Gesellschaft ausgründen müssen. Dieses so genannte "Unbundling" ist Teil einer EU-Richtlinie, die für mehr Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt sorgen soll und betrifft Unternehmen mit mehr als 100 000 angeschlossenen Kunden, bei denen Transport und Vertrieb bisher eng verzahnt waren.

Nach Angaben von E.ON Energie wurden zum 1. Januar neue Netzgesellschaften bei E.ON Avacon, E.ON Bayern, E.ON edis, E.ON Hanse, E.ON Mitte und E.ON Westfalen Weser ausgegliedert. Bei E.ON Thüringer Energie war das Netzgeschäft bereits zum 1. April vergangenen Jahres ausgelagert worden.