Familienrechtsschutz: Versicherungen vergleichen und Familie schützen!

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Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Unterschied Familien-Rechtsschutzversicherung und Familienrecht in der Versicherung
  3. Die Besonderheiten im Familienrecht
  4. Familienrecht als Baustein in der Rechtsschutz
  5. Gibt es eine Rechtsschutzversicherung für Familienrecht ohne Wartezeit?
  6. Wie finde ich eine günstige Rechtsschutzversicherung?

Das Wichtigste in Kürze

  • Familienrecht ist Bestandteil der Privatrechtsschutzversicherung.
  • Streitigkeiten nach dem Familienrecht sind meist nur im Rahmen einer Erstberatung versichert.
  • Die Wartezeit entfällt generell nur, wenn sich der Vertrag nahtlos an einen Vorvertrag anschließt.
  • Bei Mediation verzichten die Versicherer auf die Selbstbeteiligung.

Unterschied Familien-Rechtsschutzversicherung und Familienrecht in der Versicherung

Eine Rechtsschutzversicherung wird entsprechend der familiären Situation des Antragstellers abgeschlossen. Die Versicherer bieten Tarife für

  • Singles
  • Alleinerziehende
  • Paare ohne Kinder
  • Paare mit Kindern
  • Senioren

an. Hintergrund ist, dass jede Konstellation die Risiken unterschiedlich gewichtet, und folglich andere Prämien aufweist. Das Risiko, dass es zu einem Rechtsschutzfall in einer fünfköpfigen Familie kommt, ist größer als bei einem Singlehaushalt. Lebt der Versicherungsnehmer in einer Partnerschaft und hat Kinder, sind diese im Vertrag eingeschlossen. In diesem Fall handelt es sich bei der Privatrechtsschutz um eine Familienrechtsschutz. Die Familie kann auch im Rahmen einer Verkehrsrechtsschutzversicherung abgesichert werden. Die Verkehrsrechtsschutzversicherung greift nicht nur im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrtzeuges, sondern gilt auch für Fußgänger und Radfahrer, ein Punkt, der bei Familien mit Kindern durchaus relevant ist.

Das Familienrecht in der Rechtsschutzversicherung

Das Familienrecht wiederum ist Bestandteil der Privatrechtsschutzversicherung. Die Rechtsgrundlage dafür findet sich im 4. Buch des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) als Teil des Zivilrechts. Das BGB unterteilt das Familienrecht in drei Abschnitte:

  • Bürgerliche Ehe
  • Verwandtschaft
  • Vormundschaft, rechtliche Betreuung, Pflegschaft

In Verbindung mit dem Familienrecht greift die Privatrechtsschutzversicherung bei Fragen zu

  • Trennung und Scheidung
  • Sorgerecht und Umgangsrecht
  • Unterhalt
  • Versorgungsausgleich
  • Eheschließung und Aufhebung
  • Erbschaft
  • Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Kindern

Die Besonderheiten im Familienrecht

Allgemein übernimmt eine Rechtsschutzversicherung nicht nur die Kosten für den eigenen Anwalt, sondern auch die Gerichtskosten, Gebühren für Gutachter und sonstige mit dem Rechtsstreit in Zusammenhang stehende Aufwendungen.

Vor einigen Jahren haben die Rechtsschutzversicherungen allerdings erkannt, dass es günstiger sein kann, bei einer juristischen Auseinandersetzung zunächst auf eine Mediation zurückzugreifen. Erst wenn diese scheitert, greift der juristische Prozess. Um den Anreiz auf eine Mediation zu erhöhen, verzichten die Versicherer in diesem Fall bei der Kostenübernahme auf die eventuelle Selbstbeteiligung.

Im Familienrecht greifen die klassischen Kostenübernahmen der privaten Rechtsschutzversicherung nicht. Die Leistungen der Versicherungen beschränken sich auf die Kosten für die anwaltliche Beratung.

Familienrecht als Baustein in der Rechtsschutz

Familienrecht ist nicht zwingend in der Privatrechtsschutzversicherung enthalten. Üblicherweise handelt es sich dabei um Bausteine, die entsprechend dem persönlichen Bedarf des Versicherungsnehmers in die Police eingeschlossen werden. Ein kinderloses Paar hat weder für Umgangsrecht noch für Sorgerecht Versicherungsbedarf. Das Thema Unterhalt kann allerdings im Rahmen einer Scheidung sehr wohl von Bedeutung werden.

Bislang gibt es nur einen Versicherer, der den Ehebereich vollständig abdeckt, also auch Anwalts- und Gerichtskosten übernimmt. Allerdings ist der Versicherungsschutz auf 30.000 Euro für beide Ehepartner zusammen gedeckelt. Die Wartezeit beträgt drei Jahre. Bislang lehnte die Branche die Kostenübernahme für Scheidungsverfahren ab, da es sich hier teilweise um gerichtliche Auseinandersetzungen handelt, welche sich über Jahre hinwegziehen können.

Eine ähnliche Position vertreten die Versicherer auch in Bezug auf das Erbrecht. Zum einen sind die Kosten für die Versicherung nicht kalkulierbar, da sich die Gerichtskosten bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung an der Höhe der Erbschaft bemessen. Zum anderen kann es hier, ähnlich zu Scheidungen, ebenfalls zu jahrelangen gerichtlichen Auseinandersetzungen kommen. Allerdings ist das Erbrecht nicht völlig von der Leistung ausgeschlossen. Es ist üblich, dass die Rechtsschutzversicherer die Kosten für eine Erstberatung übernehmen.

Gibt es eine Rechtsschutzversicherung für Familienrecht ohne Wartezeit?

Die Antwort auf diese Frage lautet "das kommt darauf an". Grundsätzlich besteht in der Privatrechtsschutz als Mantel für das Familienrecht eine Wartezeit von drei Monaten. Bei einigen Bausteinen kann die Wartezeit bis zu sechs oder zwölf Monaten betragen. Diese Wartezeit entfällt jedoch, wenn der Vertrag nahtlos an einen bestehenden, aber gekündigten Vorvertrag anschließt. Dieser Vertrag kann selbstverständlich bei einem anderen Versicherer bestehen.

Nahtlos bedeutet, dass der Vertragsbeginn am folgenden Tag nach Ende des bestandenen Vertrages beginnen muss. Endet der alte Vertrag am 30. Juni, muss der neue Vertrag am 1. Juli beginnen. Endet der alte Vertrag am 17. August, muss der Vertragsbeginn des neuen Vertrages auf den 18. August datiert sein.

Wie finde ich eine günstige Rechtsschutzversicherung?

Der einfachste Weg führt über den Verivox Vergleichsrechner. Die notwendigen Eingaben sind kurz und übersichtlich:

  • Berufsstand
  • Alter
  • Familienstand
  • Auswahl der Deckungsbausteine
  • Angabe zu einer möglichen Vorversicherung
  • Auswahl der Selbstbeteiligung

Nach der Erfassung dieser Daten erscheint die Übersicht der angebotenen Tarife. In der Leiste links neben der Tarifübersicht kann der Versicherungsnehmer weitere Filter setzen. Über den Punkt "Weitere Angaben zu ihrem persönlichen Bedarf" ist beispielsweise die Auswahl des Unterhaltsrechtsschutzes möglich. Bis zu drei Tarife können dann in der Gegenüberstellung detailliert miteinander verglichen werden.

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