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Einlagensicherung: So sicher ist Ihr Geld

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Säulen der Einlagensicherung

Wer sein Erspartes im Inland anlegen möchte, darf darauf vertrauen, dass gesetzliche und freiwillige Sicherungssysteme mögliche Bankenpleiten auffangen können. In Deutschland existieren drei Säulen der Einlagensicherung.

  • Die sogenannte gesetzliche Einlagensicherung sichert Geldanlagen derzeit bis zu einem Betrag von 100.000 Euro pro Kunde und Bank ab.
  • Die freiwillige Einlagensicherung kann Anlagen im besten Fall bis zu 100 Prozent schützen.
  • Sollten die genannten Sicherungssysteme versagen, sichert die Staatsgarantie privaten Anlegern zu, alle Sparanlagen in vollem Umfang zu erstatten.

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Gesetzliche Einlagensicherung

Die gesetzliche Einlagensicherung deckt derzeit Ausfälle in Höhe von bis zu 100.000 Euro je Gläubiger und Bank ab. Der Schutz der gesetzlichen Einlagensicherung schließt sämtliche Einlagearten wie Sicht-, Termin- und Spareinlagen sowie auf den Namen lautende Sparbriefe ein. Rechtliche Grundlage der gesetzlichen Einlagensicherung ist das "Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz" (EAEG), durch das vorrangig die Gelder privater Anleger und kleinerer Unternehmen geschützt werden sollen. Mit der Umsetzung ist die "Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH" (EdB) betraut.

Alle Banken mit Sitz in Deutschland sind per Gesetz verpflichtet, sich der gesetzlichen Einlagensicherung anzuschließen. Eine Ausnahme bilden die Sparkassen, Landesbanken, Landesbausparkassen und Genossenschaftsbanken, einschließlich der Volks- und Raiffeisenbanken. Sie sind aufgrund verbandseigener Stützungs- und Sicherungssysteme von der Zugehörigkeitspflicht zur gesetzlichen Einlagensicherung befreit.

Freiwillige Einlagensicherung

Über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus gibt es freiwillige Sicherungssysteme. Die sogenannten Einlagensicherungsfonds der Kreditinstitute sollen die Kundenanlagen im Falle einer Insolvenz über den gesetzlichen Entschädigungsanspruch hinaus schützen.

Sparkassen und Volksbanken

Sämtliche Sparkassen in Deutschland sind durch einen Haftungsbund gesichert. Die Solidargemeinschaft der Sparkassen stellt den in Not geratenen Sparkassen im Bedarfsfall Gelder zur Verfügung. Für den Sparkassenkunden bedeutet dies, dass alle Einlagen ohne beitragsmäßige Begrenzung zu 100 Prozent geschützt sind. Auf ähnliche Weise verfahren die Volks-, Raiffeisen- und Genossenschaftsbanken. Durch die Sicherungseinrichtung des "Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V." (BVR) werden die Kundeneinlagen der angeschlossenen Banken ebenso zu 100 Prozent ohne betragliche Begrenzung gesichert.

Öffentliche Banken

Durch den Einlagensicherungsfonds des "Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands" (VÖB) sind die Kundeneinlagen der angeschlossenen Öffentlichen Banken unbegrenzt zu 100 Prozent gesichert.

Privatbanken

Privatbanken können die Gelder ihrer Kunden im Einlagensicherungsfonds des "Bundesverbandes deutscher Banken e.V." (BdB) zusätzlich zur gesetzlichen Einlagensicherung schützen. Die Sicherungsgrenze beträgt 20 Prozent des haftenden Eigenkapitals der Bank. Da eine in Deutschland tätige Bank mindestens 5 Millionen Euro Eigenkapital aufweisen muss, sind Anlagen pro Anleger mindestens bis zu einer Höhe von 1 Million Euro geschützt. Einziger Wermutstropfen: Für Leistungen aus den freiwilligen Einlagensicherungsfonds der Privatbanken haben Anleger keinen unmittelbaren Rechtsanspruch. Der Verband begründet dies wie folgt: Das Gewähren eines Rechtsanspruches bedeute, dass der Fonds den Status einer Versicherung einnehmen würde mit der Konsequenz, dass in der Folge auch eine Versicherungssteuer gezahlt werden müsse. Das verkompliziere und verteuere das Verfahren.

Staatsgarantie & Einlagensicherung ausländischer Banken

Staatsgarantie

Die Staatsgarantie ist ein von der Bundesregierung bereitgestellter, mit 568 Milliarden Euro gefüllter Topf, der jedem Sparer die unbegrenzte Rückerstattung seiner getätigten Spar-, Termingeld- oder Girokontoeinlagen garantiert. Voraussetzungen für die Bereitstellung der Mittel sind die Mitgliedschaft der betroffenen Bank in einem der genannten Einlagensicherungsfonds sowie der Bankensitz in Deutschland.

Banken mit Sitz im Ausland

Banken, die in Deutschland Niederlassungen betreiben, ihren Sitz aber im Ausland haben, unterliegen nicht der deutschen Einlagensicherung. Vielmehr gelten hier die Einlagensicherungshöchstgrenzen des jeweiligen Landes. In Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind Entschädigungen für Einlagen gemäß einer EU-Richtlinie derzeit bis zu einem Betrag von 100.000 Euro garantiert. Darüber hinaus haben ausländische Banken die Möglichkeit, sich freiwillig dem Einlagensicherungsfonds des "Bundesverbandes deutscher Banken" anzuschließen und somit die Einlagen der deutschen Kunden zusätzlich zu sichern.