Energiestandard

Wie viel Energie verbraucht ein Haus? Zur Beantwortung dieser Frage gibt es eine Reihe unterschiedlicher Standards, mit denen die energetischen Eigenschaften eines Gebäudes beschrieben werden. Üblicherweise wird der Energiebedarf eines Hauses in Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr angegeben. Dieser Wert kann eine Vorstellung vom Heiz- und Belüftungssystem sowie der Dämmung eines Hauses geben. Wie viel Energie tatsächlich verbraucht wird, hängt natürlich auch vom Verhalten der Bewohner ab.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Unterschiedliche Energiestandards
  3. Niedrigenergiehaus, Passivhaus und Energie-Plus-Haus
  4. Riesiges Einsparpotenzial im historischen Gebäudebestand
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links
  7. Jetzt Stromtarif sichern

Das Wichtigste in Kürze

  • Die bekanntesten Energiestandards sind die Förderstufen der KfW-Bankengruppe.
  • Diese richten sich nach den Richtlinien der Energieeinsparverordnung (EnEV), die alle paar Jahre aktualisiert werden.
  • Als Niedrigenergiehaus werden üblicherweise alle Neubauten und sanierte Altbauten bezeichnet.
  • Das größte Einsparpotenzial gibt es bei älteren Gebäuden zu heben.

Unterschiedliche Energiestandards

Die bekanntesten Energiestandards sind die Förderstufen der KfW-Bankengruppe, die Bauherren mit Krediten für energetische Sanierungen und Neubauten unterstützt. Diese richten sich nach den Richtlinien der Energieeinsparverordnung (EnEV), die alle paar Jahre aktualisiert werden.

Die wichtigsten Unterschiede der verschiedenen Energiestandards sind die berücksichtigte Fläche und der zugrunde gelegte Energiebedarf. So macht es einen Unterschied, ob die tatsächlich beheizte Fläche oder die Gebäudenutzfläche als Grundwert herangezogen wird. Beim Energiebedarf kann es sich entweder um den Heizwärmebedarf handeln, oder um den Primärenergiebedarf, der dann entsprechend höher ausfällt.

Niedrigenergiehaus, Passivhaus und Energie-Plus-Haus

Neben den zahlreichen Energiestandards gibt es auch eine ganze Reihe von Gebäudebezeichnungen, die sich nicht immer sofort erschließen. Weil für die praktische Umsetzung der Energieeinsparverordnung die Bundesländer zuständig sind, können sich die Definitionen auch von Bundesland zu Bundesland unterscheiden.

Als Niedrigenergiehaus werden üblicherweise alle Neubauten und sanierte Altbauten bezeichnet, welche die aktuellen Anforderungen der EnEV erfüllen (die Bezeichnung stammt aus der Zeit, in der die Anforderungen noch niedriger lagen). Der Primärenergieverbrauch darf nicht höher als 70 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche po Jahr betragen. Dazu sind eine effiziente Heizanlage, guter Wärmeschutz und die Vermeidung von Wärmebrücken notwendig.

Passivhäuser unterscheiden sich von herkömmlichen Häusern dadurch, dass sie ohne die übliche Gebäudeheizung auskommen. Durch die Bauweise wird sichergestellt, dass möglichst viel Sonnenenergie genutzt wird. Zusätzlich ist das Haus vorzüglich gedämmt und verfügt über einen eigenen Lüftungskreislauf, der die Wärmeenergie der Luft nutzt. So wird der Energieverbrauch auf 15 kWh pro Quadratmeter pro Jahr gesenkt.

Noch einen Schritt weiter gehen die Energie-Plus-Häuser: Das gesamte Gebäude verbraucht keine Energie mehr, sondern produziert sogar einen Überschuss. Dazu wird das Gebäude mit den Eigenschaften des Passivhauses um stromerzeugende Photovoltaik-Anlagen erweitert. Der überschüssige Strom wird eingespeist und vergütet.

Riesiges Einsparpotenzial im historischen Gebäudebestand

So wichtig und richtig es ist, Neubauten so effizient wie möglich zu gestalten – das größte Einsparpotenzial gibt es bei älteren Gebäuden zu heben. Denn von den rund 18 Millionen Gebäuden in Deutschland sind fast 75 Prozent vor 1979 gebaut worden. Viele dieser alten Gebäude besitzen keine oder eine nur sehr lückenhafte Dämmung. Zusätzlich zur fehlenden Dämmung sind die Heizungsanlagen oft veraltet, was ebenfalls zu einem unnötig hohen Energieverbrauch beiträgt. Daher sind sich Experten darüber einig, dass durch eine Sanierung des älteren Gebäudebestandes in Deutschland alle internationalen und nationalen Energieeinsparungsziele leicht erreicht werden könnten.

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