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Energieeffizient Bauen und Sanieren - Förderprogramm KfW 261

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Das Wichtigste in Kürze

  • Das KfW-Programm "Energieeffizient Bauen" fördert die Errichtung und den Ersterwerb einer Immobilie, die dem Effizienzhaus-Standard entspricht.

  • Das Förderprogramm besteht je nach Energieeffizienz des Hauses aus 120.000 bis 150.000 Euro Kredit und einem Tilgungszuschuss.
  • Voraussetzung für Fördermittel ist die Baubegleitung durch einen Energieberater, welcher ebenfalls gefördert wird.
  • Die Förderung wird von Ihrem Finanzierungspartner beantragt. Günstige Anbieter für Ihre Immobilienfinanzierung finden Sie ganz bequem über unseren Baufinanzierungsrechner.

Zum Baufinanzierungsrechner


Wer energieeffizient baut, trägt zum Gelingen der Energiewende bei. Allerdings ist ein Effizienzhaus teurer als ein gewöhnlicher Neubau. Darum greift der Staat Ihnen beim Bau, Ersterwerb oder Sanieren mit Fördermitteln unter die Arme. Mit dem Förderprogramm KfW 261 ("Wohngebäude – Kredit") unterstützt Sie die öffentlich-rechtliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit einem Kredit plus Tilgungszuschuss. Die wichtigsten Details zur KfW-Förderung haben wir in diesem Ratgeber zusammengestellt.

Ziele des KfW-Programms 261

Die KfW fördert über das Programm 261 "Wohngebäude – Kredit" den Bau und Kauf eines neuen Hauses oder einer Eigentumswohnung, sofern die Immobilie den Anforderungen an ein Effizienzhaus 40 mit Nachhaltigkeits-Klasse (NH-Klasse) erfüllt. Voraussetzung der NH-Klasse ist das Qualitätssiegel "Nachhaltiges Gebäude (QNG)", welches durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle vergeben wird. Dies gilt beim Neubau seit kurzem als verpflichtend. Wird diese Voraussetzung erfüllt, werden Ihnen folgende Kosten für Ihr jeweiliges Vorhaben von der KfW gefördert:

  • Bau eines Neubaus: Bau- und Baunebenkosten
  • Kauf eines Neubaus: Kaufpreis

Wichtig: Dies gilt jedoch nicht für die Grundstückskosten!

Qualitätssiegel „Nachhaltiges Gebäude“

Hierbei handelt es sich um ein staatliches Qualitätssiegel für Gebäude. Die Vergabe folgt unter der Voraussetzung besonderer Anforderungen an die ökologische, soziokulturelle und ökonomische Qualität von Gebäuden. Unabhängige vom Bundesministerium in Auftrag gestellte Stellen vergeben dieses Siegel.

Ebenfalls fördert das Programm 261 der KfW das Vorhaben, eine bereits bestehende Immobilie zu einem Effizienzhaus zu sanieren. Bei einer solchen Sanierung müssen Sie mindestens die Effizienzhaus-Stufe 85 erreichen, um Fördermittel für Ihr Vorhaben zu erhalten.

Die Höhe Ihres Kreditbetrags hängt dabei von der Energieeffizienz der sanierten Immobilie sowie von der Höhe Ihrer förderfähigen Kosten ab.

Das KfW-Programm 261: Konditionen und Formen der Finanzierung

Das KfW-Programm 261 besteht aus einem Kredit und einem Tilgungszuschuss. Wenn Sie förderberechtigt sind, erhalten Sie von der KfW einen maximalen Kreditbetrag von bis zu 120.000 Euro, den Sie in Ihre Baufinanzierung eines Effizienzhaus 40 mit Nachhaltigkeits-Klasse einfließen lassen können. Dabei erhalten Sie einen Tilgungszuschuss von 5 Prozent, was bedeutet, dass Sie bis zu 6000 Euro weniger zurückzahlen müssen. Dies gilt sowohl für den Bau als auch für den Kauf eines Neubaus.

KfW-Konditionen: Endfälliges Darlehen

Sie können den KfW-Kredit als endfälliges Darlehen mit 4- bis 10-jähriger Laufzeit aufnehmen. Dann liegt der Effektivzinssatz bei 1,41% Prozent. Für ein endfälliges Darlehen zahlen Sie während der Laufzeit nur die Zinsen und keine Tilgung. Am Ende der Laufzeit wird dann die gesamte Darlehenssumme in einem Betrag getilgt.

KfW-Konditionen: Annuitätendarlehen

Alternativ können Sie den Kreditbetrag als Annuitätendarlehen aufnehmen. In den tilgungsfreien Anlaufjahren zahlen Sie wie beim endfälligen Darlehen zunächst ausschließlich die Zinsen und noch keine Tilgung. Das reduziert die monatliche Belastung zu Beginn Ihrer Baufinanzierung.

Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die möglichen Konditionen für das Baudarlehen:

Sollzins (Effektivzins)
Laufzeit
Tilgungsfreie Anlaufjahre
Sollzinsbindung
0,20 % (0,20 %) 4 bis 10 Jahre 1 bis 2 Jahre 10 Jahre
1,08 % (1,09 %) 11 bis 20 Jahre 1 bis 3 Jahre 10 Jahre
1,30 % (1,31 %) 21 bis 30 Jahre 1 bis 5 Jahre 10 Jahre

Die Zinsbindungsfrist des Kredits beträgt 10 Jahre. Bei einer längeren Gesamtlaufzeit erhalten Sie vor Ablauf der 10-jährigen Sollzinsbindung ein Angebot für die Anschlussfinanzierung Ihrer Restschuld

KfW-Konditionen: Baubegleitung

Um Fördermittel aus dem Programm "Wohngebäude – Kredit" zu erhalten, müssen Sie einen sogenannten "Experten für Energieeffizienz", also einen Energieberater sowie einen Akustiker oder eine Akustikerin für die akustische Fachplanung in Ihr Vorhaben einbeziehen. Diese unterstützen Sie bei der Fachplanung und übernehmen die Baubegleitung eines Effizienzhauses 40 mit Nachhaltigkeits-Klasse.

Zum Schluss bescheinigt Ihnen der Energieeffizienz-Experte die ordnungsgemäße Durchführung sämtlicher Arbeiten. Diese Bestätigung durch den Sachverständigen ist die Voraussetzung für den Tilgungszuschuss.

Eine solche Baubegleitung und Fachplanung für den Bau und Kauf eines Effizienzhauses fördert die KfW mit einem zusätzlichen Kreditbetrag mit Tilgungszuschuss. Je nach Art der Immobilie können die Konditionen des Kredits variieren. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht dazu:

Nachhaltigkeitszertifizierung beim Kauf eines Neubaus

Bei der Nachhaltigkeitszertifizierung eines Neubaus gelten die gleichen Konditionen wie bei der Baubegleitung. Das betrifft sowohl die Kreditbeträge als auch die dazugehörigen Tilgungszuschüsse.

KfW-Förderprogramme (PDF)

Förderung bei der Sanierung zum Effizienzhaus

Das KfW Programm fördert Sie nicht nur beim Bau und Kauf eines Effizienzhauses, sondern auch, wenn Ihr Vorhaben darin besteht, eine bereits errungene Immobilie zu einem Effizienzhaus zu sanieren. Hierbei erhalten Sie ebenfalls eine maximale Kreditsumme von bis zu 120.000 Euro je Wohneinheit, sofern die Immobilie nach der Sanierung die Standards eines Effizienzhauses der Stufe 85 oder besser erreicht.

Wohneinheit

Eine Wohnung oder Wohneinheit muss zur dauerhaften Nutzung geeignet sein. Dazu gehören ein eigener Zugang, fließendes Wasser sowie Bad, Küche und Toilette.
Einliegerwohnungen zählen als separate Wohneinheiten, wenn sie abgeschlossen sind.

Wenn Sie zusätzlich den Standards die Kriterien für eine Erneuerbare-Energien-Klasse erreichen, erhalten Sie sogar einen maximalen Kreditbetrag von bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit.

Erneuerbare-Energien-Klasse

Wenn Sie die Erneuerbare-Energien-Klasse erreichen möchten, um eine höhere Förderung zu erhalten, müssen Sie eine Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien einbauen. Diese sollte den Wärme- und Kältebedarf zu mindestens 55 Prozent regenerativ decken können.

Ebenfalls fördert die KfW Sanierungen von Baudenkmalen oder Gebäuden mit besonders erhaltenswerter Bausubstanz.

Die beiden folgenden Tabellen geben Ihnen einen Überblick darüber, welchen Tilgungszuschuss Sie für welche Effizienzhaus-Stufe erhalten und welchen Unterschied das Erfüllen der Kriterien einer Erneuerbaren-Energien-Klasse für Sie ausmachen kann:

Der Zuschuss wird Ihnen nach Abschluss der Bauarbeiten beziehungsweise des Kaufvertrags gutgeschrieben. Er fließt zweckgebunden in die Tilgung Ihres KfW-Kredits. Sie können sich den Zuschuss also nicht auszahlen lassen und anderweitig verwenden.

Bei einer Sanierung eines "Worst Performing Building" erhalten Sie weitere 5 Prozent Tilgungszuschuss obendrauf.

Worst Performing Buildings

Zu den "Worst Performing Buildings" (WPB) zählen diejenigen Gebäude, die hinsichtlich des energetischen Sanierungszustands zu den schlechtesten 25 Prozent in Deutschland gehören.

Förderung bei Umwidmung von Nichtwohnfläche in Wohnfläche

Mit dem Förderprogramm 261 unterstützt Sie die KfW auch bei Umwidmungen von Nichtwohnflächen. Welche Förderung Sie dabei erhalten, hängt von der Art der Nichtwohnfläche und der Umwidmung ab. Die genaueren Details dazu finden Sie in der folgenden Tabelle:

Gibt es KfW-Förderung für ein Passivhaus?

Das Passivhaus ist kein eigener KfW-Förderstandard. Die KfW bemisst ihre Förderung allein nach den Effizienzhaus-Standards. Allerdings sind Passivhäuser ebenfalls äußerst energieeffizient. Aufs Jahr betrachtet verbrauchen sie nicht mehr Energie als sie selbst erzeugen. Deshalb entspricht ein Passivhaus in aller Regel auch einem KfW-Effizienzhaus-Standard und wird in dem Fall dann auch von der KfW gefördert.

In vier Schritten zu Ihren KfW-Fördermitteln

Wenn Sie KfW-gefördert energieeffizient bauen wollen, sollten Sie sich genau an den vorgegebenen Prozess halten. Im ungünstigsten Fall verlieren Sie sonst Ihren Anspruch auf Förderung. Diese Schritte sind notwendig:

Schritt 1: Experten für Energieeffizienz beauftragen

Zuerst brauchen Sie einen Energieberater. Qualifizierte Experten in Ihrer Nähe finden Sie zum Beispiel auf der Internetseite energie-effizienz-experten.de.

Schritt 2: Finanzierungspartner finden und Kredit beantragen

Sie beantragen Ihre KfW-Mittel nicht selbst, sondern über einen durchleitenden Finanzierungspartner. Das ist die Bank, bei der Sie Ihre Immobilienfinanzierung abschließen. Ihren Finanzierungspartner können Sie frei wählen. Achten Sie dabei auf günstige Konditionen. Bei langen Laufzeiten und einer hohen Darlehenssumme treibt schon ein minimal höherer Effektivzinssatz die Kosten deutlich in die Höhe.

.Rechenbeispiel: Wenn Sie zusätzlich zum KfW-Kredit noch weitere 150.000 Euro als normale Baufinanzierung mit 10 Jahren Zinsbindung bei Ihrem Finanzierungspartner aufnehmen, sparen Sie mit einem um 0,5% günstigeren Zinssatz 7.500 Euro Zinskosten. Deshalb lohnt sich bei der Wahl der Bank ein gründlicher Anbietervergleich.

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Zusätzlich sollten Sie die "Bestätigung zum Antrag" (BzA), die Ihr Energieeffizienz-Experte ausstellt, Ihrem Finanzierungspartner mitbringen. Hier wird bestätigt, dass die Zertifizierung für das Effizienzhaus 40 mit Nachhaltigkeits-Klasse geplant ist. Besonders wichtig ist dieser Antrag für Ihren Neubau!

In Ihrem Kreditantrag werden nicht nur die Kosten für die Sanierung, den Bau oder Kauf berücksichtigt, sondern auch für die Baubegleitung und die Nachhaltigkeitszertifizierung eines Neubaus.

Schritt 3: Zusage der KfW abwarten und starten

Nachdem Sie den Kreditvertrag abgeschlossen haben, geben Sie Ihrem Finanzierungspartner den Auftrag, Ihre KfW-Förderung zu beantragen. Warten Sie unbedingt auf die Zusage der KfW, bevor Sie mit den Bauarbeiten beginnen oder den Kaufvertrag unterschreiben. Sonst verlieren Sie womöglich Ihr Anrecht auf Fördermittel. Sobald die KfW Ihren Antrag bewilligt hat, können Sie Ihr Vorhaben umsetzen.

Schritt 4: Tilgungszuschuss fließt nach Abschluss des Vorhabens

Nach Abschluss Ihres Vorhabens können Sie wieder über den durchleitenden Finanzierungspartner Ihren Tilgungszuschuss abrufen. Voraussetzung für den Zuschuss ist die "Bestätigung nach Durchführung" (BnD) die Ihr Experte für Energieeffizienz einreicht.

Wenn Sie Ihr Haus von einem Schlüsselfertig- oder Fertighaus-Anbieter kaufen, erhalten Sie die benötigte Bestätigung dort.

Was macht energieeffizientes Bauen aus?

Energiesparendes Bauen beginnt bereits bei Auswahl der Platzierung des Hauses. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise große Dachflächen so ausrichten, dass sie möglichst viel Sonne abbekommen. Dadurch eignen sie sich als Standort für eine Photovoltaik-Anlage.

Optimale Wärmedämmung

Eine gute Wärmedämmung stellt sicher, dass keine Energie verlorengeht, da ein einmal aufgeheizter Raum länger warm bleibt. Sehr gute natürliche Materialien mit guten Dämmeigenschaften sind Hanf, Jute, Schilf, Holzfasern oder Zellulose. Diese Stoffe haben den Vorteil, dass sie nicht mit Schadstoffen belastet sind und sich dadurch weder auf die Bewohner noch die Umwelt negativ auswirken. Ganz im Gegenteil: Sie verbessern häufig sogar das Raumklima. Außerdem stellen sie keine Belastung dar, wenn das Gebäude irgendwann abgerissen wird.

Integrierte Energiegewinnung im Bau

Photovoltaik-Anlagen samt Stromspeicher sind eine einfache und platzsparende Möglichkeit, eigenen Strom zu produzieren: ein wichtiger Baustein für nachhaltiges Bauen. Große Flächen nutzen Sie so sinnvoll und eine eigene Solaranlage schafft Unabhängigkeit. Heizungsanlagen verbessern ebenfalls die Nachhaltigkeitsbilanz eines Hauses, so zum Beispiel Wärmepumpen, die mit einem cleveren Lüftungssystem kombiniert werden.

Auch Windenergie spielt im Bauwesen eine zunehmende Rolle. Kleine Windkraftanlagen können unter anderem auf den Dächern von hohen Gebäuden aufgestellt werden, wo sie wegen der windexponierten Lage effizient betrieben werden können.

Intelligente Technik für mehr Effizienz

Intelligente Technik kann während des Betriebs eines Wohn- oder Bürogebäudes dabei helfen, Energie einzusparen – zum Beispiel durch:

  • Sonnenkollektoren, die sich mit der Sonne mitdrehen
  • sensorgesteuerte Rollläden, die Wohnräume im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung automatisch verdunkeln
  • programmierte Heizungen, die nur dann heizen, wenn sich zu Hause jemand aufhält

Weitere Aspekte des nachhaltigen Bauens

Wer neben der Energieeffizienz auch andere Aspekte der Nachhaltigkeit beachten will, sollte alle Lebensphasen des Gebäudes bedenken: von der Errichtung über den Betrieb bis hin zum Rückbau und der Wiederverwendbarkeit.

Nachhaltige Bauweisen

Bei einer flächensparenden und flächenschonenden Bauweise bleint so viel freie Gartenfläche wie möglich übrig. Idealerweise begrünen Hausbesitzer diese Fläche und versiegeln sie nicht. So sind Rasengittersteine beispielsweise umweltfreundlicher als dicht gepflasterte Einfahrten, auf denen kein Regenwasser versickern und ins Grundwasser gelangen kann.

Umweltfreundliche, langlebige und recycelbare Baumaterialien

Die Baumaterialien bestimmen nicht nur maßgeblich die Optik eines Hauses – bei ihrer Auswahl können Bauherren auch den Grundstein für eine nachhaltige und umweltschonende Bauweise legen. Ideal sind beispielsweise regionale Baustoffe aufgrund der kurzen Transportwege. Natürliche Materialien wie Holz, Lehm, regionales Gestein wie Granit oder Kalkstein, Reet, Schiefer und Ziegel sowie Jute und Hanf als Dämmmaterial vereinen dabei zahlreiche positive Eigenschaften. Auch bei Bauvorhaben können zudem nachwachsende und/oder wiederverwertete Materialien zum Einsatz kommen. Zu bedenken ist auch, wie gut ein Material repariert und ausgebessert werden kann und wie es in einigen Jahrzehnten entsorgt oder recycelt werden kann.

Eine gute Orientierung für die Wahl eines umweltschonenden Baumaterials bietet der PEI-Wert (Primär-Energie-Inhalt). Er gibt an, wie viel Energie bei der Herstellung von zum Beispiel Holzfaserplatten notwendig war – und zwar vom Fällen des Baumes über die Verarbeitung bis hin zum Transport an die Baustelle.

Rückbau und Nachnutzung von Baustoffen

Damit ein späterer Rückbau unkompliziert vonstattengehen kann, müssen die Planer mehrere Aspekte bedenken. Baustoffe und Konstruktionen sind im Idealfall wiederverwendbar oder einfach trennbar, für eine separate Entsorgung. Hierbei spielen neben den Materialien an sich auch die Verbindungen eine große Rolle: Wo möglich, sind unter anderem entsprechend geklemmte, gesteckte, geschraubte oder aufgelegte Verbindungen zu bevorzugen.

Was spricht dafür, energieeffizient und nachhaltig zu bauen?

Der Klimawandel schreitet voran, und Ressourcenknappheit ist auch in der Bauwirtschaft ein drängendes Thema. Nachhaltig zu planen und zu bauen wird darum zunehmend wieder zur Selbstverständlichkeit. Einst war ressourcen- und energieschonendes Bauen mit regionalen Materialien die einzige Option. Heutzutage ist es häufig eine teure Wahl, die deshalb nicht immer an erster Stelle steht. Doch langfristig gesehen sind energieeffiziente Häuser kostengünstiger. Unnötigem Energieverbrauch können Hausbesitzer auf vielen Wegen vorbeugen. Zudem ist die Lebensqualität in ökologisch gebauten Häusern oft höher.

Den Grad der nachhaltigen Bauweise können Bauherren außerdem immer an die eigenen finanziellen Mittel anpassen. Bis zum Nullenergiehaus, das genau so viel Energie erzeugt, wie es verbraucht, gibt es viele Vorstufen. Jede Maßnahme hin zu einem nachhaltig gestalteten Gebäude ist sinnvoll.