Starke Unterschiede beim Stromverbrauch in Europa

02.01.2006 | 11:38

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Der Stromverbrauch deutscher Haushalte liegt mit 3.550 Kilowattstunden (kWh) im Jahr deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 4.040 KWh. Das ermittelte der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, nach neuesten Daten für 2003. Effiziente Gerätetechnik und das wachsende Energiebewusstsein wirkten verbrauchsdämpfend. Außerdem senke der Trend zur Kleinfamilie den Stromverbrauch im Haushalt.

Den mit Abstand höchsten Stromverbrauch haben nach Angaben des Branchenverbandes die Haushalte in Schweden mit durchschnittlich 9 240 kWh. Es folgt Finnland mit fast 8.600 kWh. In beiden Ländern werde Strom häufig zum Heizen eingesetzt. Das gelte auch für die Schweiz mit 5.200 und Norwegen mit 15.400 kWh Stromverbrauch je Haushalt.

Frankreich liegt mit einem Verbrauch von 5.100 kWh je Haushalt ebenso über dem EU-Mittel wie Österreich mit 4.800 oder Großbritannien mit 4.700 kWh, berichtet der VDEW. Italien und Portugal blieben mit je knapp 3.000 kWh Stromverbrauch im Haushalt dagegen unter dem EU-Durchschnitt. Ebenso die meisten neuen EU-Mitglieder: In Polen beträgt der Vergleichswert knapp 2.000 und in Ungarn 2.900 kWh.

Stromverbrauch je Haushalt 2003 in Kilowattstunden

Schweden9 240
Finnland8 580
Irland (2002)5 900
Zypern (nur Republik Zypern)5 440
Frankreich5 120
Griechenland (2002)4 940
Österreich4 770
Großbritannien4 670
Luxemburg (2000)4 650
Slowenien (2002)4 230
Spanien4 160
Belgien4 100
Dänemark3 930
Niederlande3 850
Deutschland3 550
Tschechien3 370
Portugal2 950
Italien2 930
Ungarn2 920
Estland2 760
Slowakei2 740
Polen1 950
Litauen1 480
Lettland-
Malta-
Durschnitt EU-254 040
Norwegen15 400
Schweiz5 220

Quelle: Eurelectric, Brüssel; Statistisches Bundesamt Wiesbaden; Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin