Hintergrund: Große Stromausfälle in den USA

15.08.2003 | 12:40

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Hamburg (dpa) - Wiederholt haben Stromausfälle in den USA große Gebiete oder Millionenstädte lahm gelegt. Eine Auswahl:

  • November 1965: Ein defektes Relais löst einen Blackout in New York und weiten Teilen der Ostküste aus. Der Verkehr in der Millionenstadt bricht völlig zusammen. Zehntausende bleiben in Fahrstühlen stecken. Erst nach knapp einem Tag normalisiert sich die Stromversorgung. Nach Schätzungen waren alles in allem 30 Millionen Menschen ohne Energie.

  • Juli 1977: In einer heißen Sommernacht bricht in New York nach einem Blitzeinschlag in einen Transformator das überlastete Stromnetz zusammen. Bei zehn Millionen Menschen geht das Licht für bis zu 25 Stunden aus. In Teilen der Stadt bricht Chaos aus. Es kommt zu Plünderungen.

  • Dezember 1982: Die kalifornischen Großstädte San Francisco, Los Angeles und San Diego versinken nach Sturmschäden in Dunkelheit. Auch Disneyland - mit 7.700 Besuchern - und Las Vegas sind ohne Strom. Rund zwei Millionen Haushalte sind mindestens eine Stunde lang betroffen.

  • August 1996: Die Überhitzung und Überlastung von Hochspannungs- Leitungen löst in neun westlichen Bundesstaaten der USA massive Stromausfälle aus. Fünf Millionen Amerikaner müssen bei Gluthitze von etwa 40 Grad ohne Energie auskommen - bis zu acht Stunden lang.

  • Dezember 1998: Ein Stromausfall löst in San Francisco das größte Chaos seit dem Erdbeben von 1989 aus. Im Großraum der Stadt sind fast 400.000 Haushalte und Firmen etwa acht Stunden ohne Energie - knapp eine Million Menschen. Ursache war eine Panne bei Wartungsarbeiten.