Kochen mit Gas, Elektro oder Induktion?

16.09.2010

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa/tmn

Viele Profi- und Hobbyköche kochen am liebsten mit Gas, weil die offene Flamme punktgenau eingestellt werden kann. Andere schätzen den Elektro-Herd, mit dem sich Temperaturen im niedrigen Bereich besser regulieren lassen. Auch Induktionsherde werden immer beliebter.

Wichtige Entscheidung bei Neubau

Es gibt moderne Herde, die sich sowohl mit Gas als auch mit Strom beheizen lassen. Besonders bei Neubauten mit Gasanschluss muss man sich überlegen, ob es ein Gas- oder ein Elektroherd sein soll. Ansonsten sind Wohnungsbesitzer normalerweise schon durch die Gegebenheiten festgelegt, je nachdem, ob ein Stromanschluss für die Kochstelle und den Backofen oder eine Gassteckdose vorhanden ist. Ein Nachrüsten ist zwar oft möglich, aber aufwendig und teuer.

Gas: volle Leistung in Sekunden

Gasherde haben im Vergleich zu Elektroherden den Vorteil, dass sie in Sekundenschnelle die volle Leistung erreichen. Die Brenner lassen sich stufenlos und schnell regulieren. Auch in der Energiebilanz sind sie sehr effizient. Der Elektroherd dagegen schneidet in der Öko-Bilanz besonders wegen der hohen Umwandlungsverluste und Schadstoffemissionen bei der Stromerzeugung schlechter ab.

Kochen mit Induktionstechnik

Die Vorteile des punktgenauen Kochens mit Gas bieten aber auch Kochstellen mit Induktionstechnik. Anders als beim herkömmlichen Kochen mit Gas oder Strom wird bei der Induktionstechnik die Wärme direkt im Boden des Kochgeschirrs erzeugt. Das funktioniert über Elektrospulen, die elektromagnetische Wechselfelder erzeugen. Beim Aufsetzen eines Topfes oder einer Pfanne bilden sich im Boden des Kochgeschirrs elektromagnetische Wirbelströme. Die entstehende Hitze überträgt sich sofort. Die verwendeten Töpfe müssen allerdings für Induktion geeignet sein.

Gas gilt als energiesparende Kochmethode

Auch Kochen mit Induktion gilt wie Kochen mit Gas als energiesparend. Die Energieersparnis fällt allerdings geringer aus als oft angenommen. Zu diesem Ergebnis kam die Stiftung Warentest bei einer Untersuchung im vergangenen Jahr, in der sie 17 Einbaukochfelder, davon sieben mit Induktion, getestet hat. Dennoch komme das Essen rund ein Drittel schneller auf den Tisch als mit den klassischen Ceranfeldern. Pures Wasser könne man damit fast so schnell erhitzen wie mit einem Wasserkocher.

Wie einfach ist die Reinigung?

Kochfelder mit Induktionstechnik sind teurer als Ceranfelder, die mit konventionellen Strahlungsheizkörpern beheizt werden. Vorteilhaft ist jedoch, dass ein Induktionskochfeld selbst nicht heiß wird. Übergekochtes oder Fett kann deshalb nicht auf der Kochzone verbrennen, was das Reinigen erheblich vereinfacht.

Gaskochfelder mit konventionellen Brennen sind noch schwieriger zu reinigen als Ceranfelder. Inzwische gibt es aber Gas-Ceranfelder, bei denen die Brenner unter einer Glasplatte liegen. Angeboten werden auch schon Herde, bei denen das Kochfeld mit Gas beheizt wird und der Backofen mit Strom. Durch diese Kombination lässt sich der Backofen auch mit niedrigen Temperaturen betreiben.