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Skimming: So schützen Sie sich

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Den Begriff Skimming haben viele Menschen im Zusammenhang mit Kreditkartenbetrug schon einmal gehört. Das grundsätzliche Ziel dieser kriminellen Handlung besteht darin, an das Geld der Karteninhaber zu gelangen. Verbraucher können das Risiko, Opfer von Skimming zu werden, mit ein paar einfachen Tipps bedeutend minimieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Skimming bezeichnet das Abgreifen von Kreditkarten- und EC-Karten-Daten mittels manipulierter Lesegeräte.
  • Die abgeschöpften Daten verwenden die Betrüger für gewöhnlich, um einen Klon der entsprechenden Zahlungskarte zu erstellen, mit dem sie Geld abheben können.
  • Meist nutzen die Täter Geldautomaten zum Skimming, hin und wieder jedoch auch Bezahlautomaten von Bussen und Bahnen oder die Kartenlesegeräte in Supermärkten beziehungsweise Restaurants.
  • Sie können sich vor Skimming unter anderem schützen, indem Sie Geldautomaten auf Auffälligkeiten überprüfen, das Tastaturfeld bei der Eingabe der PIN mit der Hand verdecken oder einfach eine günstige Prepaid-Kreditkarte nutzen.

Was ist Skimming?

Ins Deutsche übersetzt bedeutet das englische Wort „Skimming“ in etwa „Abschöpfen“. Ursprünglich stammt der Begriff aus der Informationstechnik, wo er für eine bestimmte Form eines Hackerangriffs auf Computernetze steht. Die Kriminellen schalten sich dabei zwischen zwei Kommunikationspartner, wodurch sie den Datenverkehr einsehen und manipulieren können. Demnach bezeichnet Skimming das illegale Abgreifen der Daten von EC- beziehungsweise Kreditkarten mithilfe manipulierter Geldautomaten beziehungsweise Kartenlesegeräte. Für gewöhnlich besteht das Ziel darin, Geld abzuheben. Manchmal verkaufen die Täter die erbeuteten Daten jedoch auch über Foren im Darknet an andere Kriminelle.

Wie funktioniert Skimming?

Die Betrugsmasche läuft immer nach demselben Schema ab. Zunächst manipulieren die Kriminellen einen Geldautomaten, indem sie an diesem ein modifiziertes Lesegerät anbringen. Manchmal wechseln die Betrüger dazu sogar die komplette Frontplatte aus. Da es sich um an den Bankautomaten angepasste Imitate handelt, lassen sich diese häufig nur sehr schwer vom Original unterscheiden. Auch in den Türöffnern einzelner Filialen fanden sich bereits manipulierte Lesegeräte. Diese Vorgehensweise ermöglicht es den Kriminellen, die auf dem Magnetstreifen vorhandenen Daten auszulesen. Je nach verwendeter Technik erfolgt eine Speicherung der Datensätze vor Ort oder sie werden direkt übermittelt – beispielsweise per SMS.

Die PIN spähen die Betrüger meist mithilfe einer eigens dafür installierten Kamera aus, welche sie oftmals oberhalb des Bedienfeldes positionieren. Allerdings kam es auch schon vor, dass sich die Kameralinse im Rauchmelder an der Decke befand. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass die Kriminellen die Tastaturfelder manipulieren.

Die erbeuteten Daten übertragen die Diebesbanden im Anschluss auf leere Kartenrohlinge – sogenannte „White Plastics“. Mit den gefälschten Karten und der PIN heben Komplizen oder Hintermänner im Ausland dann Bargeld ab. Die von Skimming Betroffenen merken in der Regel erst, dass etwas nicht stimmt, wenn sie ihre Kontobewegungen prüfen oder die Bank sich aufgrund einer Kontoüberziehung meldet.

Skimming betrifft nicht nur Geldautomaten

Skimming kann einen nicht nur an den Bargeldautomaten der Banken und Sparkassen ereilen. Auch die Bezahlautomaten in den öffentlichen Verkehrsmitteln lassen sich manipulieren. Selbiges gilt für Lesegeräte in Supermärkten und Restaurants. Zusätzlich ist es Kriminellen mittels spezieller Apps sogar möglich, die in den Karten enthaltenen RFID-Chips beim kontaktlosen Bezahlen auszulesen. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die entsprechende Person in unmittelbarer Nähe zu ihrem Opfer steht. In den Vereinigten Staaten traten zudem zahlreiche Fälle auf, in denen die Kriminellen die Kartenlesegeräte von Selbstbedienungstankstellen zum Skimming nutzen.

Tipps: Wie Sie sich vor Skimming schützen können

Wenn Diebe Ihre Daten abgegriffen haben und auf einmal Geld auf dem Konto fehlt, ist das in jedem Fall sehr ärgerlich. Allerdings können Sie selbst einiges dazu beitragen, kein Opfer von Skimming zu werden beziehungsweise die Schäden zu minimieren, falls es doch dazu kommt. Befolgen Sie dazu unter anderem untenstehende Tipps:

  • Meiden Sie nach Möglichkeit Bankautomaten in Fußgängerzonen und Bahnhöfen, da das Risiko einer Manipulation an diesen erfahrungsgemäß höher ist.
  • Kontrollieren Sie Geldautomaten vor einer Nutzung auf Auffälligkeiten wie etwa lockere Teile oder hervorstehende Karteneinzugsschächte.
  • Verdecken Sie das Tastaturfeld stets mit Ihrer Hand, wenn Sie Ihre PIN eingeben.
  • Da die Täter meist aus anderen Ländern operieren, empfiehlt es sich, Auslandsbuchungen prinzipiell zu sperren (Achtung: Wer in den Urlaub fährt und dann selbst Geld abheben möchte, muss die Funktion vorher wieder freischalten). Auch ein generelles Limit ist ein guter Schutz, um mögliche Schäden zu begrenzen.
  • Überprüfen Sie Ihre Kontoauszüge in regelmäßigen Abständen und melden Sie sich bei Ihrer Bank, falls Ihnen ungewöhnliche Transaktionen auffallen.
  • Nutzen Sie eine Prepaid-Kreditkarte, um den potenziellen Schaden durch eine Skimming-Attacke zu begrenzen.

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