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Der Begriff Annuität bezeichnet eine jährlich wiederkehrende Zahlung. Verbraucher kennen die Annuität in der Regel in Verbindung mit einem Hypothekendarlehen, auch wenn jeder Ratenkredit ein Annuitätendarlehen darstellt. Die Annuität setzt sich aus zwei Komponenten zusammen, dem Zins und der Tilgung.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Die feste Annuität
  3. Beispiel für die Verschiebung von Zins und Tilgung bei einer festen Annuität
  4. Die variable Annuität mit fester Tilgungsrate
  5. Exkurs: Effektiver Jahreszins und Tilgungsverrechnung
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Jetzt Kreditvergleich starten

Das Wichtigste in Kürze

  • Die häufigste Art Annuität ist die feste Annuität. Solche Darlehen werden als Annuitätendarlehen bezeichnet. Daneben gibt es die variable Annuität mit konstanter Tilgung (Tilgungsdarlehen).
  • Eine dritte Option bieten endfällige Darlehen, bei welchen während der Laufzeit nur Zinsen gezahlt werden und die Tilgung am Ende der Laufzeit in einer Summe geleistet wird.
  • Die Häufigkeit der Tilgungsverrechnung innerhalb der Annuität wirkt sich auf den effektiven Jahreszins eines Darlehens aus.

Die feste Annuität

Bei Ratenkrediten wie Immobiliendarlehen wird normalerweise eine feste Annuität vereinbart. Das heißt, die Rate, die der Verbraucher an die Bank zahlen muss, bleibt während der vereinbarten Zinsbindungsfrist immer gleich hoch.

Darlehen werden meist mit einem festgeschriebenen Zinssatz ausgereicht. Da eine Annuität aber auch eine Tilgungsleistung enthält, verändert sich diese zwangsläufig mit jeder Verrechnung. Aus diesem Grund lautet die Formulierung in Kreditverträgen „mit einem anfänglichen Tilgungssatz von x Prozent“.

Beispiel für die Verschiebung von Zins und Tilgung bei einer festen Annuität

Ein Beispiel soll die Funktionsweise einer festen Annuität verdeutlichen: Ein Darlehensnehmer nimmt einen Kredit in Höhe von 100.000 Euro auf. Die Zinsfestschreibung beträgt 15 Jahre, der Zinssatz fünf Prozent und die anfängliche Tilgung drei Prozent.

Im ersten Jahr zahlt der Kreditnehmer 5.000 Euro Zinsen und 3.000 Euro Tilgung – dies entspricht einer monatlichen Rate von 666,67 Euro. Die Rate bleibt über die gesamte Laufzeit identisch. Im zweiten Jahr fallen jedoch nur noch fünf Prozent Zinsen auf 97.000 Euro an, da 3.000 Euro bereits getilgt sind. Bei einer konstanten Rate bedeutet das zwangsläufig, dass nun der Tilgungsanteil nicht mehr drei Prozent beträgt, sondern steigt. Der Zinsanteil innerhalb der Annuität beträgt im zweiten Jahr nur noch 4.750 Euro, der Tilgungsanteil steigt demzufolge auf 3.250 Euro.

Die variable Annuität mit fester Tilgungsrate

Bei der Annuität mit fester Tilgung wird jährlich ein konstanter Tilgungsanteil an die Bank zurückgeführt. Der Anteil der zu zahlenden Zinsen sinkt mit jeder Tilgungsverrechnung. Die Höhe der monatlichen Rate verändert sich daher von Jahr zu Jahr.

Soll das oben beschriebene Darlehen mit Ende der Zinsfestschreibung getilgt sein, ergibt sich daraus folgendes Berechnungsmodell: Die Zinsen im ersten Jahr betragen 5.000 Euro, die feste Tilgungsrate jedes Jahr 100.000 / 15 = 6.667 Euro. Im ersten Jahr muss der Darlehensnehmer 11.667 Euro an die Bank zurückführen. Im zweiten Jahr reduziert sich der Zinslast auf 4.667 Euro, die Rückzahlung beträgt noch 11.333 Euro. Im dritten Jahr vermindert sich die Rate auf 11.000 Euro. Während bei den beiden ersten Rechenbeispielen die tatsächliche Darlehenslaufzeit die Dauer der Zinsbindung übersteigt, entfällt dieser Punkt bei der festen Tilgung.

Exkurs: Effektiver Jahreszins und Tilgungsverrechnung

Der effektive Jahreszins berücksichtigt im Gegensatz zum Nominalzins weitere direkte und indirekte Kosten, die die jeweilige Bank in Verbindung mit dem Darlehen erhebt. Die Tilgungsverrechnung – die Kürzung der verzinsten Kreditsumme um den zurückgeführten Anteil – ist eine solche Position.

Je häufiger die Tilgungsverrechnung vorgenommen wird, um so niedriger gestaltet sich der Effektivzins, da die Zinsen auf eine geringere Darlehenssumme anfallen. Üblicherweise verrechnen die Kreditinstitute die Tilgung erst am Ende des Jahres, auch wenn sie monatlich oder quartalsweise geleistet wird. Das bedeutet, dass der Darlehensnehmer zwar jeden Monat einen Teil des Kredites tilgt, den Zinssatz aber das gesamte Jahr über auf die Kreditsumme, welche zum 1. Januar bestand, bezahlen muss. Damit steigt der effektive Jahreszins, das Darlehen wird in der Summe teurer. Einige Banken legen auch eine halbjährliche Tilgungsverrechnung zugrunde.

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