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WIR INFORMIEREN SIE ZUR AKTUELLEN KRISE AM GASMARKT!

Letzte Aktualisierung: 08. August 2022 +++ Gaspreise wegen Ukraine-Krise dramatisch gestiegen +++ Bundesregierung ruft Alarmstufe des Notfallplans Gas aus +++ Gasversorgung angespannt, aber noch gesichert +++ Wettbewerb zwischen den Anbietern stark eingeschränkt +++

Seit dem Herbst schnellen die Gaspreise in Deutschland in die Höhe. Alle Hintergründe zur aktuellen Situation erfahren Sie auf dieser Seite.

Inhalt dieser Seite
  1. Wann sinken die Gaspreise wieder?
  2. Warum gibt es kaum gute Gas-Angebote?
  3. Unser Tipp!
  4. Wie viel kann ich aktuell mit einem Gaswechsel sparen?
  5. Lange Preisgarantie oder Kurzfrist-Vertrag?
  6. Was kann ich tun, wenn mein Anbieter die Preise erhöht?
  7. Was bedeutet die Alarmstufe des Notfallplans für Haushalte?
  8. Welchen Einfluss hat der Krieg in der Ukraine auf die Gaspreise?
  9. Warum waren die Gaspreise zuvor so stark gestiegen?
  10. Aktuelle Gaspreisentwicklung
  11. Wie entlastet mich der Gesetzgeber?
  12. Jetzt sparen mit Verivox

Wann sinken die Gaspreise wieder?

Kurz- und mittelfristig ist nicht mit sinkenden Gaspreisen zu rechnen. Die politischen Entwicklungen sorgen immer wieder für überschießende Preise im Großhandel, die von den Gasversorgern an die Haushalte weitergegeben werden. Experten gehen davon aus, dass die Energiepreise in Europa dauerhaft auf einem höheren Preisniveau bleiben werden.

Warum finde ich derzeit kaum gute Angebote im Gasvergleich?

Die Energiepreiskrise trifft die Energieversorger hart. Die Einkaufspreise für Gas haben sich in den letzten Monaten massiv verteuert, so dass Versorger, die einen großen Teil ihrer Energie zu den aktuellen Konditionen einkaufen müssen, derzeit oft keine guten Neukundenangebote machen können. Wir rechnen damit, dass die Anzahl attraktiver Tarife mittelfristig wieder steigen wird. Finden Sie aktuell keine guten Angebote, raten wir Ihnen dazu – sofern es die Kündigungsfristen zulassen – zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu vergleichen. Wer aufgrund enger Fristen wechseln muss, sollte bei der Tarifwahl möglichst flexibel bleiben.

Unsere Energieexperten beraten Sie gerne persönlich. Rufen Sie uns an.

Wir sind persönlich für Sie da!

06221 777 00 10

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Montag - Freitag 8-22 Uhr

Wochenende 9-22 Uhr

[email protected]

Unser Tipp!

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Wie viel kann ich aktuell mit einem Gaswechsel sparen?

Die durchschnittliche Ersparnis beim Wechsel des Gasversorgers ist zurzeit deutlich geringer als im langjährigen Mittel. Allerdings variieren die Preise je nach Wohnort und Verbrauch. Viele Gasversorger passen aufgrund der dynamischen Marktlage derzeit außerdem nahezu täglich ihre Tarife an, so dass sich die Preise von Tag zu Tag ändern können.

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Sicherheit durch Preisgarantie
Die Preise am Markt steigen. Achten Sie daher bei Ihrem Wechsel auf die Preisgarantien des jeweiligen Tarifs. So können Sie sich bis zu 24 Monate Preisgarantie sichern und müssen sich keine Sorgen um eine Preiserhöhung machen.

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  • Schnell und sicher wechseln

Lange Preisgarantie oder Kurzfrist-Vertrag?

Welchen Gastarif soll ich jetzt wählen? Leider kann niemand kann die Entwicklung der Gaspreise vorhersagen. In der aktuellen Situation empfehlen wir Tarife mit kurzen Vertragslaufzeiten von höchstens einem Jahr sowie kurze Kündigungsfristen von höchstens sechs Wochen und eine Preisgarantie über die gesamte Dauer der Erstlaufzeit. So sind Sie vor überraschenden Preiserhöhungen geschützt. Wer darauf setzt, dass die Preise bald wieder deutlich fallen, der sollte jetzt möglichst flexibel bleiben und einen Gastarif mit kurzer Vertragslaufzeit wählen.

Was kann ich tun, wenn mein Anbieter die Preise erhöht?

Bei einer Preiserhöhung sollten Sie aktiv werden und Anbieter vergleichen. Wer eine Gaspreiserhöhung erhält, hat ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht und kann zum Zeitpunkt der Preisänderung den Vertrag beenden. Haben Sie eine passende Alternative gefunden, sollten Sie wegen der kurzen Fristen selbst kündigen. Dazu reicht eine formlose Textnachricht. Wer auf Nummer sicher gehen will, kündigt per Einschreiben.

Was bedeutet die Alarmstufe des Notfallplans für Haushalte?

Am 23.06.2022 hat die Bundesregierung die Stufe 2 des Notfallplans Gas ausgerufen. Grund ist die Kürzung der Gaslieferungen aus Russland und das weiterhin hohe Preiseniveau am Gasmarkt. Zwar ist die Versorgungssicherheit aktuell gewährleistet, die Lage ist aber angespannt. Marktteilnehmer befürchten, dass die Gasflüsse über die Ostseepipeline Nord Stream 1 weiter verringert oder vollständig ausfallen werden.

Mit dem Ausruf der Alarmstufe ist die theoretische Grundlage dafür geschaffen worden, dass Energieversorger die höheren Gaspreise unmittelbar an Verbraucher und Industrie weitergeben dürfen – auch bei bestehenden Laufzeitverträgen. Allerdings wurde zunächst bewusst auf diesen Schritt verzichtet. Am 22.07.2022 kündigte Bundeskanzler Olaf Scholz an, dass die erhöhten Beschaffungskosten über eine Gas-Umlage an alle Gaskunden weitergeben werden sollen. Sie soll spätestens am 01.10.2022 in Kraft treten und wird die Gaspreise für Haushalte deutlich erhöhen.

Welchen Einfluss hat der Krieg in der Ukraine auf die Gaspreise?

Russland ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Energielieferant. In den vergangenen Jahren kamen rund ein Drittel des in Deutschland genutzten Erdöls und mehr als die Hälfte des Erdgases von dort. Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine sind diese Wirtschaftsbeziehungen fragwürdig geworden. Die Bundesregierung möchte so schnell wie möglich unabhängig von Öl- und Gaslieferungen aus Russland werden. Ein sofortiges Embargo oder ein Lieferstopp würden jedoch zu schweren wirtschaftlichen Schäden führen. Darum sollen die russischen Energielieferungen schrittweise reduziert und bis 2024 vollständig eingestellt werden.

Durch den Krieg in der Ukraine sind die Großhandelspreise für Gas stark gestiegen. Die Beschaffungskosten der deutschen Gasversorger haben sich vervielfacht. Das hat auch Auswirkungen auf die Verbraucherpreise: Die Heizkosten der Haushalte steigen steil an, höhere Abschlagszahlungen und Nebenkostenabrechnungen sind an der Tagesordnung. Der russische Energiekonzern Gazprom hat die nach Deutschland gelieferten Gasmengen deutlich reduziert. Ein Gas-Lieferstopp von russischer Seite hätte weitere dramatische Preissteigerungen zur Folge.

Warum waren die Gaspreise zuvor so stark gestiegen?

Bereits vor Beginn des Ukraine-Kriegs haben die Gaspreise hierzulande stark zugelegt. Der Grund: Die Nachfrage nach Energie war im Zuge der weltweiten wirtschaftlichen Erholung unerwartet schnell auf Vor-Corona-Niveau gestiegen. Daher haben die Großhandelspreise für die fossilen Brennstoffe Öl, Gas und Kohle stark angezogen. In Europa müssen für die Verbrennung dieser Energieträger CO2-Emissionszertifikate eingekauft werden, deren Preis ebenfalls stark angestiegen ist. All das sorgte für eine Rallye bei den Gaspreisen – die nach wie vor anhält. Die Gaspreise für Heizkunden sind in den letzten 12 Monaten so stark angestiegen wie nie zuvor.

Die Gaspreisentwicklung für bundesdeutsche Haushalte

Wie entlastet mich der Gesetzgeber?

Um Bürger und Unternehmen bei den Energiekosten zu entlasten, hat die Regierung verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht:

  • Die vollständige Abschaffung der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 soll den Anstieg bei den Strompreisen bremsen.
  • Eine befristete Erhöhung der Pendlerpauschale von 35 auf 38 Cent ab dem 21. Fahrtkilometer. Die Regelung soll rückwirkend zum 1. Januar gelten.
  • Darüber hinaus wird die Werbungskostenpauschale rückwirkend zum Jahresbeginn um 200 Euro auf 1.200 Euro erhöht. Auch der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer steigt von 9.984 Euro auf 10.347 Euro.
  • Finanzschwache Haushalte bekommen einen Heizkostenzuschuss. Alleinlebende Wohngeldempfänger erhalten einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 270 Euro zu ihren Heizkosten. Für Zwei-Personen-Haushalte sind 350 Euro vorgesehen, für Studenten mit Bafög sowie Bezieher von Aufstiegs-Bafög und Berufsausbildungsbeihilfe 230 Euro.
  • Hilfen für ärmere Familien: Ab Juli sollen Kinder und Jugendliche in Familien, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, 20 Euro mehr im Monat beziehen. Zudem soll für jedes Kind eine Einmalzahlung in Höhe von 100 Euro über die Familienkassen erfolgen.
  • 9-Euro-Ticket: Ab Juni fahren Fahrgäste für 9 Euro monatlich beliebig oft in allen Verkehrsmitteln des ÖPNV und das bundesweit. Das Angebot gilt für drei Monate.
  • Tankrabatt: Die Energiesteuer auf Sprit wird befristet für drei Monate gesenkt. Der Liter Benzin kostet ab Juni fast 30 Cent weniger, ein Liter Diesel rund 14 Cent.
  • Energiepreispauschale: Alle einkommensteuerpflichtigen Beschäftigten erhalten ab September eine Einmalzahlung von 300 Euro als Zuschuss zum Gehalt. Die Auszahlung erfolgt über den Arbeitgeber und muss versteuert werden.
  • Kindergeldbonus: Das Kindergeld wird einmalig um 100 Euro pro Kind angehoben. Die Auszahlung soll im Juli erfolgen.
  • Zuschuss zu Sozialleistungen: Empfängerinnen und Empfänger der Grundsicherung erhalten eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro. Wer Arbeitslosengeld bezieht, bekommt im Juli einmalig 100 Euro ausgezahlt.

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