Versorgungssicherheit

Ein Ziel der deutschen Energiepolitik ist die Versorgungssicherheit. Das Energiewirtschaftsgesetz verpflichtet zu einer möglichst sicheren, preisgünstigen, verbraucherfreundlichen, effizienten und umweltverträglichen Versorgung mit Strom und Gas.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Sehr hohe Versorgungssicherheit in Deutschland
  3. Versorgungssicherheit und Energiewende
  4. Kann eine „Stromlücke“ die Versorgungssicherheit gefährden?
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links
  7. Jetzt Stromtarif sichern

Das Wichtigste in Kürze

  • In Deutschland ist die Versorgungssicherheit bei Strom und auch Gas sehr hoch.
  • Im Jahr 2009 war die Stromversorgung beispielsweise mit einer Zuverlässigkeit von 99,99 Prozent gewährleistet - Deutschland hat im europaweiten Vergleich die zuverlässigsten Stromnetze.
  • Das Leitungsnetz in Deutschland hat eine Länge von rund 1,8 Millionen Kilometern.

Sehr hohe Versorgungssicherheit in Deutschland

In Deutschland ist die Versorgungssicherheit bei Strom und auch Gas sehr hoch, wie der Monitoring-Bericht zur Versorgungssicherheit im Bereich der Elektrizitätsversorgung, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie veröffentlicht wird, zeigt. Im Jahr 2009 war die Stromversorgung beispielsweise mit einer Zuverlässigkeit von 99,99 Prozent gewährleistet. Damit hat Deutschland im europaweiten Vergleich die zuverlässigsten Stromnetze: Die Stromkunden müssen im Durchschnitt nur mit knapp 16 Minuten Stromausfall im Jahr rechnen.

Das Leitungsnetz in Deutschland hat eine Länge von rund 1,8 Millionen Kilometern. Da es engmaschig ausgelegt ist, ist es deutlich weniger anfällig für Störungen als die Netze vergleichbarer Industrieländer. Zum Vergleich: In Österreich kam es 2011 jährlich zu durchschnittlich 28 Minuten Stromausfall, in Frankreich zu 63 Minuten und in Portugal gar zu 173 Minuten.

Versorgungssicherheit und Energiewende

Die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit ist vor dem Hintergrund der Energiewende zurzeit ein viel diskutiertes Thema. Denn die zunehmende dezentrale Einspeisung erneuerbarer Energien stellt eine große Herausforderung für die Netzbetreiber dar.

Die vermehrte Einspeisung von Wind- und Solarenergie wird sich in Form von Leistungsschwankungen auf die Stabilität der Netze auswirken. Dies erfordert den Aufbau eines sogenannten Smart Grids, also eines intelligenten Stromnetzes, das eine gleichmäßige Auslastung gewährleistet. Dies ist wohl eine der wichtigsten Aufgaben in den nächsten Jahren.

Kann eine „Stromlücke“ die Versorgungssicherheit gefährden?

Insbesondere in der Debatte über die Herausforderungen der Energiewende taucht immer wieder das Schlagwort „Stromlücke“ auf. Die Frage, ob und inwiefern ein Mangel an Kraftwerkskapazitäten zu einer „Stromlücke“, also einer Unterversorgung, führen könnte, wird gerne von Kernkraftbefürwortern gestellt.

Umweltschützer und Atomkraftgegner kritisieren dies als Panikmache. Denn auch das Bundesumweltamt kam in einer Studie zu dem Ergebnis, dass das Szenario „Stromlücke“ übertrieben erscheint. Schließlich könnten nach Aussage des Präsidenten des Umweltbundesamtes die wegfallenden Kapazitäten der Kohle- und Kernkraftwerke durch Fortschritte bei der Effizienz und den Ausbau der erneuerbaren Energien aufgefangen werden. Dafür sei allerdings auch der politische Wille gefragt.

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