Versorgungssicherheit

Ein Ziel der deutschen Energiepolitik ist die Versorgungssicherheit. Das Energiewirtschaftsgesetz verpflichtet zu einer möglichst sicheren, preisgünstigen, verbraucherfreundlichen, effizienten und umweltverträglichen Versorgung mit Strom und Gas.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Sehr hohe Versorgungssicherheit in Deutschland
  3. Versorgungssicherheit und Energiewende
  4. Kann eine „Stromlücke“ die Versorgungssicherheit gefährden?
  5. Können erneuerbare Energien allein Versorgungssicherheit bieten?
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Jetzt Stromtarif sichern

Das Wichtigste in Kürze

  • In Deutschland ist die Versorgungssicherheit bei Strom und auch Gas sehr hoch.
  • Im Jahr 2019 lag die durchschnittliche Dauer von Versorgungsunterbrechungen im Bereich Strom bei 12,2 Minuten. Deutschland hat im europaweiten Vergleich mit die zuverlässigsten Stromnetze.
  • Die Versorgungssicherheit ist durch den Umstieg auf erneuerbare Energien bisher nicht gefährdet.

Sehr hohe Versorgungssicherheit in Deutschland

In Deutschland ist die Versorgungssicherheit bei Strom und auch Gas sehr hoch. Laut dem Monitoringbericht 2020, der von der Bundesnetzagentur und dem Bundeskartellamt veröffentlicht wird, lag die durchschnittliche Unterbrechungsdauer (SAIDI) für Verbraucher im Mittel- und Niederspannungsnetz im Jahr 2019 bei 12,2 Minuten. Damit ist die Stromversorgung mit einer Zuverlässigkeit von 99,99 Prozent gewährleistet.

Das Leitungsnetz in Deutschland hat eine Länge von rund 1,8 Millionen Kilometern und gehört zu den zuverlässigsten in Europa. . Da es engmaschig ausgelegt ist, ist es deutlich weniger anfällig für Störungen als die Netze vergleichbarer Industrieländer. Länder wie Frankreich und Belgien, die stark auf die Leistung von Atomkraftwerken ausgelegt sind, haben deutlich längere durchschnittliche Zeiten mit Stromausfall.

Versorgungssicherheit und Energiewende

Können erneuerbare Energien alleine eine sichere Stromversorgung gewährleisten? Die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit ist vor dem Hintergrund der Energiewende ein viel diskutiertes Thema.

Im Jahr 2019 kam rund die Hälfte des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. Davon stammt über die Hälfte aus Windrädern und ein Fünftel von Photovoltaikanlagen. Der Rest entfällt auf Biomasse, Wasserkraft und sonstige erneuerbare Energiequellen.

Fakt ist, dass die zunehmende dezentrale Einspeisung erneuerbarer Energien eine große Herausforderung für die Netzbetreiber darstellt. Die vermehrte Einspeisung von Wind- und Solarenergie wirkt sich in Form von Leistungsschwankungen auf die Stromnetze aus. Bisher schaffen die Netzbetreiber das sehr gut. Um auch in Zukunft eine gleichmäßige Auslastung der Stromnetze zu gewährleisten, müssen sie ausgebaut und intelligent gekoppelt werden.

Kann eine „Stromlücke“ die Versorgungssicherheit gefährden?

Wenn in Deutschland nach und nach Atom- und Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, muss diese "Stromlücke" durch andere Formen der Stromerzeugung ersetzt werden. Dafür müssen die erneuerbaren Energien weiter ausgebaut werden. Eine weitere wichtige Rolle spielen Gaskraftwerke, die im Vergleich zu Kohlekraftwerken als umweltfreundlicher gelten.

Dass wegen der Abschaltung von Kraftwerken hierzulande Strom aus dem Ausland eingekauft werden muss, zeichnet sich nicht ab. Bisher wird in Deutschland mehr Strom produziert als verbraucht und es gibt einen Exportüberschuss. Im Jahr 2019 lag das Exportsaldo bei rund 25 Milliarden Kilowattstunden. Es wurde für rund 740 Millionen Euro Strom ins Ausland verkauft.

Können erneuerbare Energien allein Versorgungssicherheit bieten?

Da die Sonne nicht immer scheint und der Wind nicht immer weht, schwankt die Stromproduktion aus Photovoltaik und Windkraft stark. Doch es gibt auch erneuerbare Energiequellen, die beständig Strom liefern, beispielsweise Biomasse und Wasserkraft. Zusätzlich lässt sich der überschüssige Strom aus Wind- und Sonnenenergie beispielsweise in Pumpspeichern oder in Form von Wasserstoff speichern.

Dass eine sichere Stromproduktion, die ausschließlich auf erneuerbaren Energien basiert, möglich ist, zeigen die Forschungen des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiessystemtechnik.

Doch das wird noch dauern. Aktuell ist es das Ziel der Bundesregierung, dass die erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 rund 65 Prozent der Stromproduktion abdecken sollen. Bis zum Jahr 2050 soll die gesamte Stromproduktion „treibhausgasneutral“ sein.

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