Gaskraftwerk

In einem Gaskraftwerk (auch: Gasturbinenkraftwerk) wird durch die Verbrennung von Erdgas und Erdölprodukten elektrische Energie gewonnen. Das entzündete Gas treibt eine Gasturbine an, die wiederum mit einem stromerzeugenden Generator verbunden ist.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Gaskraftwerk: geringe Anlaufzeiten, hohe Betriebskosten
  3. Bauarten von Gaskraftwerken
  4. Brückentechnologie ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links
  7. Jetzt Gaspreise vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Gaskraftwerke können gegenüber anderen Kraftwerkstypen innerhalb kürzester Zeit von Stillstand auf Volllast hochgefahren werden.
  • Gaskraftwerke weisen einen Wirkungsgrad von rund 39 Prozent auf.
  • Man unterscheidet zwischen der leichten Bauart, die schnell in Betrieb geht und der schweren Bauart zur größeren Stromproduktion.
  • Gaskraftwerke verbrennen zwar fossile Rohstoffe, doch sie gelten wegen des geringeren CO2-Außstoßes im Vergleich zu Kohle als umweltfreundlicher.

Gaskraftwerk: geringe Anlaufzeiten, hohe Betriebskosten

Gaskraftwerke haben gegenüber anderen Kraftwerkstypen den Vorteil, dass sie innerhalb kürzester Zeit von Stillstand auf Volllast hochgefahren werden können. Sie eignen sich deshalb besonders für die Abdeckung von Lastspitzen. Darüber hinaus sind für den Bau von Gaskraftwerken verhältnismäßig geringe Investitionskosten vonnöten - demgegenüber stehen jedoch hohe Ausgaben im laufenden Betrieb. Diese resultieren aus dem niedrigen Wirkungsgrad von Gaskraftwerken sowie den hohen Erdgaspreisen.

Gaskraftwerke weisen einen Wirkungsgrad von rund 39 Prozent auf. Werden Gasturbinen darüber hinaus mit Dampfturbinen gekoppelt (Gas- und Dampf-Kombikraftwerk), lässt sich der Wirkungsgrad auf circa 60 Prozent steigern. In einem GuD-Kraftwerk dient die Gasturbine als Wärmequelle für einen nachgeschalteten Abhitzekessel, in dem Dampf erzeugt wird. Der Dampf treibt in der Folge eine stromerzeugende Turbine an.

Bauarten von Gaskraftwerken

Beim Bau von Gaskraftwerken unterscheidet man zwei unterschiedliche Macharten - die leichte und die schwere Bauart. Während die schwere Bauart für die Produktion großer Strommengen (50 bis über 340 Megawatt) und für eine lange Haltbarkeit konzipiert ist, hat die leichte Bauart den Vorteil, dass das Kraftwerk in kurzer Zeit hochgefahren werden kann. Allerdings ist die potentielle Stromproduktionsmenge geringer (100 Kilowatt bis 40 Megawatt). Gaskraftwerke in leichter Bauart finden deshalb zum Beispiel als Notstromaggregate, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen oder als Industriekraftwerke Anwendung.

Brückentechnologie ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien

Gaskraftwerke werden im Zuge des Atomausstiegs und dem Übergang zu erneuerbaren Energien immer wichtiger. Sie verbrennen zwar auch fossile Rohstoffe, doch sie gelten wegen des geringeren CO2-Außstoßes im Vergleich zu Kohle als umweltfreundlicher. Gaskraftwerke gelten als Brückentechnologie ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien. Was prädestiniert Gaskraftwerke dazu? Gaskraftwerke sind ausgesprochen flexibel. Sie sind innerhalb von sieben Minuten hochgefahren und können so Stromschwankungen ausgleichen, die bei der Nutzung von Solar- und Windenergie entstehen. Kritiker befürchten jedoch, dass durch die Wiederbelebung von fossilen Energieträgern - zu denen neben Erdgas auch Kohle zählt - das deutsche Ziel, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, gefährdet wird.

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