Elektroheizung

Elektroheizungen gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Der Hauptunterschied zwischen den Technologien besteht darin, ob es sich um eine fest installierte Heizung, Heizkörper oder ein mobiles System handelt. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Elektroheizung.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Nachtspeicherheizung: Der Klassiker
  3. Wärmepumpe
  4. Infrarotheizung
  5. Natursteinheizung
  6. Mobile Elektroheizungen
  7. Elektrische Fußbodenheizung
  8. Heizstrompreise vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die klassische Form der Elektroheizung ist die Nachtspeicherheizung.
  • Wärmepumpen stellen eine Form der Elektroheizung dar, die nicht vollständig auf Elektrizität basiert.
  • Infrarotheizungen und Natursteinheizungen wärmen mit Infrarotstrahlung, die an den Raum abgegeben wird und die angestrahlten Oberflächen aufheizt.
  • Heizlüfter haben eine hohe Heizleistung und können Räume sehr schnell aufwärmen, verbrauchen aber sehr viel Strom.

Nachtspeicherheizung: Der Klassiker der Elektroheizungen

Die klassische Form der Elektroheizung ist die Nachtspeicherheizung, die vor allem in den 1970er-Jahren zum Heizen sehr populär war. Die Heizung bzw. Elektroheizung wird in der Nacht zu einem vergünstigten Tarif mit Strom aufgeladen, der dann am Tag zum Heizen genutzt werden kann. Diese Form der Elektroheizung gilt inzwischen weder als wirtschaftlich noch als ökologisch. Deshalb hatte der Gesetzgeber Nachtspeicherheizungen in Gebäuden mit mehr als fünf Wohneinheiten ab dem Jahr 2020 ursprünglich verboten. Doch der Bundestag hat dieses Verbot im Mai 2013 wieder gekippt. Der Grund: Neuerdings werden die Geräte als flexible Stromspeicher entdeckt, die besser auf das je nach Wetter stark schwankende Ökostromangebot reagieren und überschüssigen Strom aufnehmen sollen.

Wärmepumpe: Teilweise auf Strom angewiesen

Wärmepumpen stellen eine Form der Elektroheizung dar, die nicht vollständig auf Elektrizität basiert. Durch den Einsatz von schnell verdunstenden Kältemitteln wird der Temperaturunterschied zwischen zwei Medien (Wasser-Luft, Luft-Luft, Sole-Wasser etc.) ausgenutzt, um Wärme zum Heizen zu produzieren. Um eine Wohnung damit beheizen zu können, ist etwa ein Fünftel an zusätzlicher elektrischer Energie notwendig. Der gesamte Stromverbrauch für die Elektroheizung liegt damit deutlich unter dem einer Nachtspeicherheizung.

Infrarotheizung: Unauffällige elektrische Heizungen

Infrarotheizungen basieren auf Infrarotstrahlung, die an den Raum abgegeben wird und die angestrahlten Oberflächen aufheizt. Diese Heizsysteme gibt es als mobile Geräte, aber auch immer mehr als feste Installationen im Wohnbereich. Die Heizpaneele der Infrarotheizung können auf unterschiedlichste Weise gestaltet sein, beispielsweise als Regal, Spiegel oder Heizkugel.

Natursteinheizung: Eine Art der Infrarotheizung

Natursteinheizungen zählen zu den Infrarotheizungen. Sie wärmen mittels Infrarotstrahlen direkt die Körper und Gegenstände im Raum und nicht die Raumluft. Das Paneel besteht hierbei aus Naturstein. Verschiedene Steinsorten eignen sich, häufig kommen Marmor oder Granit zum Einsatz. Der Vorteil einer Natursteinheizung besteht, im Gegensatz zu Paneelen aus anderen Materialien, in der Fähigkeit, Wärme zu speichern. Es dauert zwar länger, bis sich der Stein erwärmt hat; er speichert die Wärme jedoch über einen längeren Zeitraum und gibt sie noch ab, wenn die Heizung bereits ausgeschaltet ist.

Mobile Elektroheizungen: Heizlüfter, Konvektoren und Radiatoren

Für Räume, die nur selten geheizt werden müssen, bieten sich mobile Heizgeräte oder Heizkörper an, die in der Regel immer auf der Nutzung von Elektrizität basieren. Heizlüfter haben eine hohe Heizleistung und können Räume sehr schnell aufwärmen. Sie erwärmen die Luft und verteilen diese mit Ventilatoren im Raum. Ähnlich arbeiten Konvektoren, allerdings verfügen sie nicht über Ventilatoren. Mobile Heizgeräte verbrauchen grundsätzlich sehr viel Strom. Außerdem ist es im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen etwa zehn Mal aufwändiger, einen Raum über die Luft zu beheizen. Daher kann man Heizlüfter, Heizstrahler oder Konvektoren als nicht wirtschaftlich betrachten.

Besser ist der Einsatz von mobilen Infrarotheizungen oder Ölradiatoren. Die Radiatoren funktionieren wie eine herkömmliche Heizung, nur dass anstatt eines Wasserkreislaufs Öl als Wärmeträger fungiert.

Elektrische Fußbodenheizung: Unsichtbare Elektroheizung

Eine elektrische Fußbodenheizung wird wie eine konventionelle Fußbodenheizung unter dem Bodenbelag verlegt. Im Unterschied zur Fußbodenheizung mit Heizungsrohren sind die Heizfolien oder Heizmatten, die zum Einsatz kommen, sehr dünn. Der Aufwand bei der Montage ist daher geringer und elektrische Fußbodenheizungen können problemlos bei einer Renovierung eingebaut werden.

Als alleinige Heizung und für den Dauerbetrieb sind elektrische Fußbodenheizungen jedoch weniger geeignet, beziehungsweise sehr teuer aufgrund des Stromverbrauchs. Lediglich in sehr gut isolierten Häusern können sie sich rechnen. Als zusätzliche Heizung, zum Beispiel im Bad, eignen sie sich jedoch gut. Denn eine elektrische Heizung erwärmt sich schnell und die Temperatur kann sehr genau geregelt werden.

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