Heizungsanlage nachrüsten und optimieren - so geht's

10.01.2011 | 01:48

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

In der eigenen Heizungsanlage steckt häufig ein erhebliches Sparpotenzial. Vielen ist jedoch nicht einmal bewusst, dass sie durch gezielte Maßnahmen zur Heizungsmodernisierung bis zu 20 Prozent ihrer Energiekosten einsparen können. Besonders zu Zeiten von steigenden Wohnnebenkosten fällt dies aber immer stärker ins Gewicht.

Heizungspumpe austauschen

Die Heizungspumpe beispielsweise sorgt für die Zirkulation des Heizungswassers in der Heizungsanlage und ist für rund zehn Prozent der Stromkosten im Haushalt verantwortlich. Oft sind die Heizungspumpen jedoch technisch veraltet oder nicht an den entsprechenden Heizbedarf im Haushalt angepasst.

Mit einem Austausch der Heizungspumpe spart man dann doppelt: Durch diese gezielte Modernisierung können in Verbindung mit einem Hydraulischen Abgleich und anderen Optimierungsmaßnahmen wie z. B. neuen Thermostatventilen bis zu 20 Prozent des Heizenergieverbrauches eingespart werden.

Hydraulischer Abgleich

Es empfiehlt sich, die Heizungsanlage gleich komplett zu optimieren. Das bedeutet, dass vom Fachhandwerker neben dem Pumpentausch auf jeden Fall auch ein Hydraulischer Abgleich gemacht werden sollte. Beides zusammen bewirkt, dass die Wärme bedarfsgerecht in die Räume transportiert wird. Überhitzte oder zu kalte Räume gehören dann der Vergangenheit an.

Sind an den Heizkörpern keine Thermostatventile mit Voreinstellung für den Hydraulischen Abgleich vorhanden, können diese gegebenenfalls umgerüstet werden oder sie sind in der Regel ohne großen Aufwand auszutauschen. Bei dieser Gelegenheit sollte auch immer der Thermostatkopf erneuert werden, da sich schon der alleinige Tausch von veralteten Köpfen gegen moderne Modelle schnell auszahlt. Zusätzlich sollte noch die Montage von Thermostatköpfen mit Zeitprogrammierung in Erwägung gezogen werden.

Dämmung verbessern

Das Nachrüsten fehlender Dämmung sorgt dafür, dass die Wärme nicht im Keller verloren geht. Die genaue Anpassung der Heizkurve sorgt dafür, dass die Heizungsanlage gar nicht erst zu viel Wärme erzeugt. Durch diese, in einer Größenordnung von ca. 1.500 EUR liegenden Investitionen, können dauerhaft Heizkosten eingespart werden. In der Regel machen sich die Kosten in weniger als fünf Jahren bezahlt. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt die Anschaffung eines neuen Heizkessels geplant wird, ist das kein Hinderungsgrund: Die durchgeführten Optimierungen werden in der Regel weiter genutzt.