Wohnung kühlen: Die besten Tipps

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Um an heißen Sommertagen die eigene Wohnung zu kühlen und im Innenbereich für angenehme Temperaturen zu sorgen, nutzen viele Menschen eine Klimaanlage. Allerdings hat nicht jeder eine solche. Wer nicht über die entsprechende technische Ausstattung verfügt, muss zwangsläufig auf Alternativen zurückgreifen. Mit welchen Tricks Sie eine Wohnung kühlen können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zu den beliebtesten Methoden, eine Wohnung zu kühlen, gehören feuchte Handtücher und Ventilatoren.
  • Damit die Raumtemperatur im Sommer niedrig bleibt, sollte nur abends gelüftet werden.
  • Auch durch abgedunkelte Räume ist es möglich, für eine kühle Wohnung zu sorgen.
  • Da Elektrogeräte im Betrieb Abwärme produzieren, welche Räumlichkeiten zusätzlich aufheizen, sollten Sie verzichtbare Geräte abschalten.

Wie lässt sich ein Zimmer im Sommer ohne Klimaanlage kühlen?

Auch ohne Klimaanlage haben Sie zahlreiche Optionen, die Raumtemperatur in Ihrer Wohnung zu senken. Glücklicherweise funktioniert dies teilweise sogar mit recht einfachen Mitteln. Als Klassiker gelten auch in der heutigen Zeit feuchte Handtücher und der Einsatz eines Ventilators. Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten.

Mit feuchten Handtüchern die Wohnung kühlen

Feuchte Handtücher und Laken bilden nicht nur eine der bekanntesten, sondern auch ältesten Methoden, eine Wohnung zu kühlen. Zunächst tränken Sie dazu die Handtücher beziehungsweise Laken in kaltem Wasser. Anschließend wringen Sie den Stoff aus, sodass kein Wasser mehr abtropft. Danach hängen Sie das feuchte Handtuch/Bettlaken entweder unmittelbar vor einem offenen Fenster auf oder legen es mitten im Raum über einen Wäscheständer. Beim Trocknen entzieht der feuchte Stoff der Luft Wärme, infolgedessen Verdunstungskälte entsteht, welche die Wohnung kühlt. Wenn Sie in Ihrer Wohnung allerdings bereits Probleme mit Schimmel hatten, sollten Sie nur selten und mit Bedacht auf diese Methode zurückzugreifen. Schließlich steigt durch die angefeuchteten Handtücher/Bettlaken die Luftfeuchtigkeit im entsprechenden Raum.

Mit einem Ventilator für Abkühlung sorgen

Durch einen Ventilator entsteht zwar ein Kühleffekt, dieser geht allerdings nicht auf eine niedrigere Raumtemperatur zurück, sondern auf die von den Luftverwirbelungen erzeugte Verdunstung von Schweiß. Dafür stellt der Ventilator eine umweltfreundlichere Lösung als eine Klimaanlage dar, denn er verbraucht wesentlich weniger Strom. Gleichzeitig aufgehängte feuchte Handtücher steigern die Effizienz der Maßnahme.

Allerdings gibt es einige Dinge, die von der Hitze geplagte Personen in diesem Zusammenhang beachten sollten. Zum einen sollte Ventilator nicht auf der höchsten Stufe laufen, da der vom Gerät ausgehende Lärm auf Dauer nicht gesund ist. Zum anderen sollten Sie sich nicht direkt vom Luftstrom anpusten zu lassen, da dieser die Schleimhäute in den Augen austrocknen und zu Reizungen führen kann.

Tagsüber aufs Lüften verzichten

Insbesondere in Großstädten heizt sich die Luft im Sommer tagsüber sehr stark auf. Daher ist es sinnvoll, sämtliche Fenster am Tag geschlossen zu halten und diese erst am Abend zu öffnen. Nachts sollte nach Möglichkeit alles auf Durchzug stehen, um die Wohnung zu kühlen. Sobald Sonnenstrahlen auf ein Fenster treffen, ist es empfehlenswert, es zu schließen. Wer diesen Tipp streng befolgt, kann die Zimmertemperatur merklich reduzieren. Bei einer längeren Hitzeperiode sinkt die Effektivität dieser Methode jedoch, da sich das Mauerwerk durch die langanhaltend warmen Temperaturen weniger stark abkühlen kann. Achten Sie zudem darauf, dass die Fenster und Türen durch den Luftzug nicht unkontrolliert zuschlagen.

Besonderer Hinweis: Um eine Wohnung durch das Lüften optimal zu kühlen, sollten Sie nachts auch die Schranktüren öffnen. Kleiderschränke speichern in ihrem Inneren nämlich ebenfalls Wärme.

Zimmer am Tag abdunkeln

Sonneneinstrahlung trägt maßgeblich dazu bei, dass die Raumtemperatur steigt. Wenn Sie Ihre Wohnung kühlen möchten, bietet es sich daher an, zumindest die auf der Sonnenseite liegenden Räume rechtzeitig abzudunkeln. Dies gilt insbesondere für Dachgeschosswohnungen. Am effektivsten sind Fensterläden und Jalousien, da diese einen Großteil der Wärme gar nicht erst in die Wohnung lassen. Doch auch Vorhänge halten immerhin noch 25 Prozent der Sonneneinstrahlung zurück.

Auf nicht benötigte Elektrogeräte verzichten

In den heißen Monaten ist es außerdem sinnvoll, möglichst viele Elektrogeräte abzuschalten. Schließlich verbrauchen die Geräte nicht nur Strom, sie erzeugen auch Abwärme. Im Sommer ist es beispielsweise problemlos möglich, auf den Wäschetrockner zu verzichten und Kleidung stattdessen an der frischen Luft trocknen zu lassen. Auch Fernseher und Computer laufen oftmals unnötig. Selbst Geräte im Standby-Modus stellen eine Wärmequelle dar.