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Intelligente Zähler senken Stromverbrauch kaum

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Der flächendeckende Einbau von intelligenten Stromzählern stockt seit Jahren und soll beschleunigt werden. Für Haushalte entstehen durch Smart Meter höhere Kosten, die selten durch einen niedrigeren Stromverbrauch ausgeglichen werden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). Darum sollte ein Teil der Kosten aus Steuermitteln bezuschusst werden.

Die digitale Erfassung des Stromverbrauchs ist ein wichtiger Teil der Energiewende soll dazu dienen, die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien und den Verbrauch der Haushalte intelligent zu verknüpfen. Das ist besonders wichtig, da der Energieverbrauch des Verkehrs- und Heizungssektors immer mehr auf Strom aus erneuerbaren Quellen basieren soll (E-Autos, Wärmepumpen).

Kaum Einsparungen beim Stromverbrauch

Mit intelligenten Zählern können Haushalte ihren Stromverbrauch einfacher und genauer verfolgen. Doch das führt nicht immer zu einem niedrigeren Stromverbrauch. Denn die neuen Zähler verbrauchen ebenfalls Energie – vor allem für das Sammeln der Verbrauchsdaten.

Nennenswerte Stromeinsparungen für die Haushalte bleiben aus, wie die vom IÖW ausgewerteten Verbrauchsdaten von 1.600 Haushalten zeigen, die über Smart Meter verfügen. Bei einem Drittel der Haushalte habe sich der Stromverbrauch nicht geändert. Ein weiteres Drittel habe zwar bis zu 22 Prozent weniger Energie verbraucht, doch etwa genauso viele Haushalte verzeichneten einen durchschnittlichen Mehrverbrauch von bis zu 20 Prozent.

Da durch den Einbau eines intelligenten Stromzählers die jährlichen Kosten Grundkosten für Haushalte je nach aktuellem Tarif deutlich ansteigen können und eine entsprechende Einsparung durch einen geringeren Stromverbrauch nicht zu erwarten ist, fordern die Forscher zusätzliche staatliche Zuschüsse.

Umweltbilanz: 40 kWh Einsparung sind nötig

Wir der gesamte Lebenszyklus eines Smart Meters berücksichtigt, der ständig den Stromverbrauch erfasst und die angeschlossenen Geräte erkennt, emittiert ein intelligenter Stromzähler laut IÖW rund 17 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Jahr. Das entspreche circa 40 kWh Strom pro Jahr, die eingespart werden müssten. Diese Strommenge wird für ungefähr 40 Waschgänge in einer älteren Waschmaschine benötigt.