Energiesparlampen werden vorerst nicht teurer

17.04.2012 | 09:18

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Frankfurt/Main - Eine gute Nachricht für Verbraucher: Trotz der chinesischen Exportbeschränkungen für den Rohstoff Seltene Erden geht der zuständige Verband nicht davon aus, dass die Preise für Energiesparlampen steigen werden.

Energiesparlampen werden trotz der chinesischen Exportbeschränkungen für Seltene Erden vorerst nicht teurer: "Wir erwarten eine gewisse Beruhigung", sagte Wolfgang Gregor vom ZVEI-Fachverband Licht am Montag auf der Messe für Licht und Gebäudetechnik Light & Building in Frankfurt. Sollte China die Ausfuhr der metallischen Grundstoffe allerdings noch stärker beschränken, seien Preiserhöhungen nicht auszuschließen, erklärte der Osram-Manager. Im vergangenen Jahr hatten sich Energiesparlampen wegen der drastisch gestiegenen Preise für Seltene Erden deutlich verteuert.

Die deutschen Hersteller von Lampen, Leuchten und Komponenten übertrafen 2011 mit fast 4,2 Milliarden Euro bei der Produktion erstmals das Vorkrisenniveau von 2008, wie der Fachverband Licht im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) mitteilte. Der Umsatz der Branche stieg um 6,3 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. In diesem Jahr erwarten die Leuchtenhersteller weiter steigende Umsätze.

Die Branche steckt derzeit in einem tiefgreifenden Umbruch, nicht zuletzt wegen der Leuchtdioden (LED), die nicht mehr nur in Handys oder Autolampen, sondern zunehmend auch bei der Allgemeinbeleuchtung eingesetzt werden. Die damit verbundenen Investitionen in Forschung und Entwicklung belasteten die Budgets vieler Hersteller, sagte Verbands-Vorsitzender Christoph Hess. Zugleich erlebe die Branche einen Preisverfall bei der LED-Beleuchtung.