Strom wird 2020 wieder teurer

15.10.2019

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg - Auch 2020 wird der Strompreis für private Haushalte voraussichtlich weiter steigen und auf ein neues Rekordniveau klettern. Neben der EEG-Umlage verteuern sich auch die Netzgebühren. Geben Versorger ihre höheren Kosten an Verbraucher weiter, bedeutet das für eine dreiköpfige Familie (4.000 kWh) durchschnittliche Mehrkosten von bis zu 60 Euro im Jahr.

EEG-Umlage und Netzentgelte steigen

Die EEG-Umlage steigt um rund 5 Prozent von 6,405 Cent/kWh im Jahr 2019 auf 6,756 Cent/kWh im Jahr 2020. Sie macht knapp ein Viertel des gesamten Strompreises aus und muss von allen privaten Verbrauchern entrichtet werden.

Ein weiteres Viertel des Strompreises machen die Gebühren für das Stromnetz aus. Auch hier zeichnet sich ein Anstieg ab. Die Mehrheit der Netzbetreiber in Deutschland hat Erhöhungen von rund 6 Prozent angekündigt.

Allein der Anstieg der Netzgebühren und der EEG-Umlage erhöht den Strompreis um rund 3 Prozent. Die jährlichen Kosten steigen dadurch um knapp 40 Euro.

„Da aber neben den Umlagen und Netzentgelten auch die Preise im Stromeinkauf über dem Vorjahresniveau liegen, muss eine Familie sogar mit Mehrkosten von bis zu 60 Euro im Jahr rechnen“, erklärt Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox.

Wie stark die Preiserhöhungen bei einzelnen Stromanbietern ausfallen, steht noch nicht fest und hängt auch von der Beschaffungsstrategie des jeweiligen Versorgers ab. Diese haben noch bis Mitte November Zeit, Preiserhöhungen zum neuen Jahr bekannt zu geben.

Was tun bei einer Strompreiserhöhung

Bei einer Strompreiserhöhung können Verbraucher ihren aktuellen Vertrag kündigen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Die Experten von Verivox raten daher zum Vergleich der Strompreise.

„Die möglichen Einsparungen durch den Anbieterwechsel sind im letzten halben Jahr um fast 40 Prozent gestiegen. Der Wechsel des Stromanbieters ist einfach und kann die jährlichen Kosten deutlich senken“, sagt Valerian Vogel.

Entwicklung der EEG-Umlage seit 2010