EEG-Umlage

Die EEG-Umlage gehört zu den wichtigsten Preistreibern für private Stromkunden. Lag sie 2012 noch bei 3,592 Cent pro Kilowattstunde, zahlen Verbraucher im Jahr 2020 bereits eine EEG-Umlage von 6,756 Cent/kWh.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. EEG-Umlage 2020
  3. Wie wirkt sich die EEG-Umlage 2020 auf die Stromkosten aus?
  4. Was können Verbraucher tun?
  5. Wie wurde die Höhe der EEG-Umlage 2020 bestimmt?
  6. Entwicklung der EEG-Umlage seit 2010
  7. EEG-Umlage: Ausgleich für garantierte Einspeisevergütung
  8. Die EEG-Umlage muss nicht von allen Verbrauchern bezahlt werden
  9. EEG-Umlage bringt dem Staat Zusatzeinnahmen
  10. Jetzt Stromtarif sichern

Das Wichtigste in Kürze

  • Die EEG-Umlage liegt im Jahr 2020 bei 6,756 Cent pro Kilowattstunde.
  • Im Vergleich zum Vorjahr ist sie um rund 5,5 Prozent gestiegen.
  • Die EEG-Umlage hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdreifacht.
  • Sie wird auf den Strompreis erhoben und muss von allen privaten Verbrauchern bezahlt werden.

EEG-Umlage 2020: 6,756 Cent pro Kilowattstunde

Die EEG-Umlage muss von allen privaten Haushalten auf jede verbrauchte Kilowattstunde Strom entrichtet werden. Im Jahr 2020 macht sie mit 6,756 Cent/kWh fast ein Viertel des gesamten Strompreises aus.

Wie wirkt sich die EEG-Umlage 2020 auf die Stromkosten aus?

Viele Stromversorger geben eine gestiegene EEG-Umlage direkt an die Verbraucher weiter, indem sie zum Jahreswechsel die Strompreise erhöhen. Wer nicht mehr für Strom bezahlen will, sollte deshalb die aktuellen Angebote vergleichen und nach einem günstigeren Stromanbieter suchen. Mit einem Wechsel können die jährlichen Stromkosten deutlich reduziert werden.

Was können Verbraucher tun?

Bei einer Preiserhöhung haben Stromkunden ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht. Dies gilt auch dann, wenn die Preiserhöhung auf eine gestiegene EEG-Umlage zurückgeht. Erfahren Sie mehr in unserem Ratgeber: Stromanbieter kündigen.

Wie wurde die Höhe der EEG-Umlage 2020 bestimmt?

Die genaue Höhe der EEG-Umlage 2020 wurde dadurch bestimmt, wie viele Anlagen, die Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugen, ans Netz gehen. Die vier Übertragungsnetzbetreiber schätzten diesen Ausbau ab und haben am 15. Oktober 2019 die EEG-Umlage für das Jahr 2020 veröffentlicht.

Entwicklung der EEG-Umlage seit 2010

EEG-Umlage: Ausgleich für garantierte Einspeisevergütung

2020 wird mit der EEG-Umlage weiterhin der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland finanziert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) legt fest, dass Strom aus Erneuerbaren Energien abgenommen und für 20 Jahre zu einem bestimmten Preis pro Kilowattstunde vergütet wird.

Wer sich also eine Solaranlage auf das Dach baut, kann sicher sein, dass der Strom abgenommen und – je nach Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Solaranlage – nach einem fixen Vergütungssatz bezahlt wird. Die Netzbetreiber verkaufen den eingespeisten Ökostrom an der Strombörse und versuchen, dort so viel Geld wie möglich zu erhalten. Doch die Börsenstrompreise liegen üblicherweise weit unter dem Betrag, den der Solaranlagenbetreiber versprochen bekommen hat. Die Differenz zwischen Börsenstrompreis und Einspeisevergütung wird über die EEG-Umlage 2020 bezahlt. Sie muss von allen privaten Verbrauchern und Gewerbebetrieben, die nicht von der Zahlung der EEG-Umlage befreit worden sind, bezahlt werden.

Die EEG-Umlage muss nicht von allen Verbrauchern bezahlt werden

Die Kosten der EEG-Umlage müssen prinzipiell von allen Stromverbrauchern, egal ob privat oder gewerblich, bezahlt werden. In den letzten Jahren wurden jedoch immer mehr Betriebe mit sehr hohen Stromverbräuchen von der Zahlung der EEG-Umlage befreit. Von Seiten der Politik wird diese Vorgehensweise damit erklärt, dass diese Betriebe im internationalen Wettbewerb stehen würden und bei zu hohen Strompreisen nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Laut Medienberichten werden jedoch auch Mastbetriebe, Golfplatzbetreiber und ähnliche Unternehmen von der EEG-Umlage befreit. Diese nicht geleisteten Zahlungen der EEG-Umlage erhöhen letztendlich den Betrag, den die privaten Stromkunden und kleinere Gewerbe zu bezahlen haben. Private Verbraucher haben keine Möglichkeit, der EEG-Umlage zu entgehen. Sie können Ihre jährlichen Stromkosten jedoch durch einen geringeren Verbrauch und einen Stromvergleich mit anschließendem Wechsel senken.

EEG-Umlage bringt dem Staat Zusatzeinnahmen

Der beständige Anstieg der EEG-Umlage hat zu breiten Diskussionen um die Kosten der Energiewende und die Zukunft der Förderung der Erneuerbaren Energien geführt. Dabei wird selten erwähnt, dass eine hohe EEG-Umlage dem Staat Zusatzeinnahmen von über 1 Milliarde Euro pro Jahr einbringt. Das ist so, weil auf die Steuern und Abgaben, die im Netto-Strompreis enthalten sind, immer noch eine Mehrwertsteuer von 19 Prozent aufgeschlagen wird. Je höher die EEG-Umlage beziehungsweise der gesamte Staatsanteil am Strompreis, umso höher die Mehrwertsteuereinnahmen des Staats. Mit der EEG-Umlage für 2019 sind diese Einnahmen weiter hoch geblieben.

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