EEG-Umlage

Seit dem Jahr 2013 besteht die Hälfte des Strompreises aus Steuern und Abgaben. Den größten Einzelposten nimmt dabei die EEG-Umlage ein, die von 3,5 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2012 auf 6,4 Cent/kWh im Jahr 2019 angestiegen ist. Die EEG-Umlage macht bei einem Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh etwa 24 Prozent der Jahresrechnung aus. Warum macht die EEG-Umlage so einen großen Teil der Stromrechnung aus?

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Höhe der EEG-Umlage seit 2010
  3. Ausgleich für Einspeisevergütung
  4. EEG-Umlage muss nicht jeder zahlen
  5. EEG-Umlage bringt dem Staat Zusatzeinnahmen
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Jetzt Stromvergleich starten

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit der EEG-Umlage wird der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gefördert.
  • Macht rund ein Viertel des Strompreises aus und wird von allen privaten Verbrauchern bezahlt.
  • Die EEG-Umlage hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdreifacht.
  • Sie wird wohl in den kommenden Jahren noch leicht weiter steigen, dann aber absinken.

Höhe der EEG-Umlage seit 2010

EEG-Umlage: Ausgleich für garantierte Einspeisevergütung

Mit der EEG-Umlage wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien finanziert. Das funktioniert so: Wer eine Solaranlage oder ein Windrad betreibt, speist den Strom in das Netz ein und erhält dafür eine im Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz: EEG) festgelegte Vergütung.

Die Übertragungsnetzbetreiber verkaufen den grünen Strom an der Strombörse. Da die dort erzielten Preise weit unter den festen Vergütungssätzen liegen, wird der Differenzbetrag durch die EEG-Umlage auf die anderen Stromverbraucher umgelegt.

Die EEG-Umlage muss nicht von allen Verbrauchern bezahlt werden

Die Kosten der EEG-Umlage müssen prinzipiell von allen Stromverbrauchern, egal ob privat oder gewerblich, bezahlt werden. In den letzten Jahren wurden jedoch immer mehr Betriebe mit sehr hohen Stromverbräuchen von der Zahlung der EEG-Umlage befreit. Von Seiten der Politik wird diese Vorgehensweise damit erklärt, dass diese Betriebe im internationalen Wettbewerb stehen würden und bei zu hohen Strompreisen nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Laut Medienberichten werden jedoch auch Mastbetriebe, Golfplatzbetreiber und ähnliche Unternehmen von der EEG-Umlage befreit. Diese nicht geleisteten Zahlungen der EEG-Umlage erhöhen letztendlich den Betrag, den die privaten Stromkunden und kleinere Gewerbe zu bezahlen haben. Private Verbraucher haben keine Möglichkeit, der EEG-Umlage zu entgehen. Sie können Ihre jährlichen Stromkosten jedoch durch einen geringeren Verbrauch und einen Stromvergleich mit anschließendem Wechsel senken.

EEG-Umlage bringt dem Staat Zusatzeinnahmen

Der beständige Anstieg der EEG-Umlage hat zu breiten Diskussionen um die Kosten der Energiewende und die Zukunft der Förderung der Erneuerbaren Energien geführt. Dabei wird selten erwähnt, dass eine hohe EEG-Umlage dem Staat Zusatzeinnahmen von über 1 Milliarde Euro pro Jahr einbringt. Das ist so, weil auf die Steuern und Abgaben, die im Netto-Strompreis enthalten sind, immer noch eine Mehrwertsteuer von 19 Prozent aufgeschlagen wird. Je höher die EEG-Umlage beziehungsweise der gesamte Staatsanteil am Strompreis, umso höher die Mehrwertsteuereinnahmen des Staats. Mit der EEG-Umlage für 2019 sind diese Einnahmen weiter hoch geblieben.

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