Das LKW-Fahrverbot gibt es in Deutschland bereits seit 1956. Es dient insbesondere dem Lärm- sowie Umweltschutz und trägt zu einer Senkung des Verkehrsaufkommens bei. Allerdings profitieren nicht nur die Bürger von dem Fahrverbot, sondern auch die LKW-Fahrer selbst. Diesen sichert das LKW-Fahrverbot die Möglichkeit, eine wohlverdiente Pause im ansonsten stressigen Berufsalltag einzulegen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wann gilt das LKW-Fahrverbot?
  3. Hier gilt das Verbot
  4. Diese Fahrzeuge sind betroffen
  5. Ausnahmen
  6. LKW-Fahrverbot im europäischen Ausland
  7. Verwandte Themen
  8. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • In Deutschland hat der Gesetzgeber ein LKW-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen festgelegt, das von 0:00 bis 22:00 Uhr besteht und für alle deutschen Straßen gilt.
  • Zusätzlich existiert ein LKW-Fahrverbot für Samstage, das jedoch nur im Zeitraum der Sommerferien (1. Juli bis 31. August) Anwendung findet und lediglich bestimmte Autobahn- und Bundesstraßenabschnitte umfasst.
  • In beiden Fällen betrifft das Fahrverbot LKW mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen sowie Lastkraftwagen mit einem Anhänger.
  • Die gesetzlichen Vorgaben beziehen sich lediglich auf die geschäftsmäßige oder entgeltliche Güterbeförderung, nicht jedoch auf private Fahrten.

Wann gilt das LKW-Fahrverbot?

Detaillierte Angaben zum LKW-Fahrverbot liefert Paragraph 30 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Wie sich dort nachlesen lässt, besteht das Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 0:00 bis 22:00 Uhr. Aus diesem Grund ist auch die Bezeichnung Wochenendfahrverbot verbreitet. Wichtig zu wissen: Die Regelung umfasst zwar alle gesetzlichen, nicht aber alle regionalen Feiertage. Das LKW-Fahrverbot gilt an:

  • Neujahr
  • Karfreitag
  • Ostermontag
  • 1. Mai: Tag der Arbeit
  • Pfingstmontag
  • Fronleichnam (lediglich in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland)
  • 3. Oktober: Tag der deutschen Einheit
  • 31. Oktober: Reformationstag (lediglich in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen)
  • 1. November: Allerheiligen (lediglich in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland)
  • 1. und 2. Weihnachtsfeiertag

In den Ferien: LKW-Fahrverbot am kompletten Wochenende

Neben dem Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen gibt es noch weitere Einschränkungen. Welche das sind, darüber informiert jedoch nicht die Straßenverkehrsordnung, sondern die sogenannte "Verordnung zur Erleichterung des Fernreiseverkehrs auf der Straße" (kurz Ferienreiseverordnung oder FerReiseV) aus dem Jahr 1985. Paragraph 1, Absatz 1 des Gesetzesblattes besagt, dass für Lastkraftwagen vom 1. Juli bis zum 31. August ebenfalls an jedem Samstag ein Fahrverbot besteht. Dieses gilt von 7:00 bis 20:00 Uhr. Mit diesem Verbot möchte der Gesetzgeber das Verkehrsaufkommen zur Urlaubszeit reduzieren.

Auf welchen Straßen gilt das LKW-Fahrverbot?

Das Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen bezieht sich auf das gesamte deutsche Straßennetz. Beim LKW-Fahrverbot am Samstag sieht die Lage etwas komplizierter aus. Es umfasst nämlich nur bestimmte Streckenabschnitte von Autobahnen und Bundesstraßen. Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht:

Autobahn / Bundesstraße Betroffene Streckenabschnitte
A 1 Von Autobahnkreuz Köln-West bis Anschlussstelle Lohne/Dinklage
A 2 Von Autobahnkreuz Oberhausen bis Autobahnkreuz Bad Oeynhausen
A 3 Von Autobahnkreuz Oberhausen bis Autobahnkreuz Köln-Ost, vom Mönchhof Dreieck bis zum Autobahnkreuz Nürnberg
A 5 Vom Darmstädter Kreuz bis zur Anschlussstelle Karlsruhe-Süd, von der Anschlussstelle Offenburg bis zum Autobahndreieck Neuenburg
A 6 von der Anschlussstelle Schwetzingen-Hockenheim bis zum Autobahnkreuz Nürnberg-Süd
A 7 von der Anschlussstelle Schleswig/Jagel bis zur Anschlussstelle Hamburg-Schnelsen-Nord, von Anschlussstelle Soltau-Süd bis zur Anschlussstelle Göttingen-Nord, vom Autobahndreieck Schweinfurt/Werneck bis zum Autobahnende Bundesgrenze Füssen
A 8 vom Autobahndreieck Karlsruhe bis zur Anschlussstelle München-Obermenzing, von der Anschlussstelle München-Ramersdorf bis zur Anschlussstelle Bad Reichenhall
A9/E 51 Vom Berliner Ring (Abzweig Leipzig/Autobahndreieck Potsdam) bis zur Anschlussstelle München-Schwabing
A 10 Berliner Ring mit Ausnahme des Bereiches zwischen der Anschlussstelle Berlin-Spandau bis Autobahndreieck Oranienburg und des Bereiches zwischen dem Autobahndreieck Spreeau bis zum Autobahndreieck Werder
A 45 von Anschlussstelle Dortmund-Süd bis zum Seligenstädter Dreieck
A 61 vom Autobahnkreuz Meckenheim bis zum Autobahndreieck Hockenheim
A 81 von der Anschlussstelle Stuttgart-Zuffenhausen bis zur Anschlussstelle Gärtringen
A 92 vom Autobahndreieck München-Feldmoching bis zur Anschlussstelle Oberschleißheim, vom Autobahnkreuz Neufahrn bis zur Anschlussstelle Erding
A 93 vom Autobahndreieck Inntal bis zur Anschlussstelle Reischenhart
A 99 vom Autobahndreieck München Süd-West über Autobahnkreuz München-West, Autobahndreieck München-Allach, Autobahndreieck München-Feldmoching, Autobahnkreuz München-Nord, Autobahnkreuz München-Ost, Autobahnkreuz München-Süd sowie Autobahndreieck München/Eschenried
A 215 vom Autobahndreieck Bordesholm bis zur Anschlussstelle Blumenthal
A 831 von Anschlussstelle Stuttgart-Vaihingen bis zum Autobahnkreuz Stuttgart
A 980 vom Autobahnkreuz Allgäu bis zur Anschlussstelle Waltenhofen
A 995 von Anschlussstelle Sauerlach bis zum Autobahnkreuz München-Süd.
B 31 von Anschlussstelle Stockach-Ost der A 98 bis zur Anschlussstelle Sigmarszell der A 96
B 96/E 251 Neubrandenburger Ring bis Berlin

Welche Fahrzeuge betrifft das LKW-Fahrverbot?

Sowohl das LKW Fahrverbot am Samstag als auch das Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen beziehen sich auf Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen. Zusätzlich umfasst das Verbot sämtliche LKW mit einem Anhänger. Das Gesetz verbietet jedoch nur Fahrten (und Leerfahrten), welcher der geschäftsmäßigen oder entgeltlichen Güterbeförderung dienen. Privatfahrten mit einem Wohnwagen oder Wohnmobil sind dagegen problemlos möglich.

Gibt es auch Ausnahmen vom LKW-Fahrverbot?

Ja, für manche Fahrzeuge existieren Sonderregelungen. Das Fahrverbot betrifft beispielsweise weder die Polizei noch die Feuerwehr und auch nicht den Katastrophenschutz, die Bundeswehr und den öffentlichen Straßendienst. Zu den weiteren Ausnahmen gehören vor allem:

  • Transporte von Lebensmitteln wie Milch-, Fleisch- und Fischerzeugnissen sowie Obst und Gemüse
  • Fahrten im Zuge des kombinierten Schiene-Straße-Güterverkehrs (allerdings nur zum nächstgelegenen Verladebahnhof oder vom Entladebahnhof zum Empfänger bis zu einer Strecke von 200 Kilometern)
  • Fahrten im Zuge des kombinierten Hafen-Straße-Güterverkehrs (nur wenn die Be- oder Entladungsstation im Umkreis von 150 Kilometern liegt)
  • Fahrten im Rahmen des Bundesleistungsgesetzes beziehungsweise des Verkehrssicherstellungsgesetzes

LKW-Fahrverbot im europäischen Ausland

Ähnliche Fahrverbote wie in Deutschland gibt es auch in anderen Ländern der Europäischen Union. Allerdings unterscheiden sich die Regelungen von Land zu Land etwas. Wie die Bestimmungen in verschiedenen Staaten ausfallen, zeigt die folgende Liste:

  • Frankreich: LKW-Fahrverbot (über 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht) im gesamten französischen Straßennetz von Samstag 22:00 Uhr bis Sonntag 22:00 sowie an Feiertagen
  • Österreich: LKW-Fahrverbot (über 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht und LKW mit Anhänger über 3,5 Tonnen) von Samstag 15:00 bis Sonntag 24:00 Uhr sowie an Feiertagen
  • Schweiz: LKW-Fahrverbot (über 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht sowie Anhänger mit über 3,5 Tonnen) von 0:00 bis 24:00 Uhr an Sonn- und Feiertagen

Andere Länder verzichten dagegen auf ein LKW-Fahrverbot – sowohl an Sonn- und Feiertagen als auch an Samstagen. Dies trifft beispielsweise auf Portugal, Dänemark und Schweden zu.

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