Kunden stehen heute sowohl im stationären Handel als auch im Internet zahlreiche Bezahlsysteme zur Auswahl; Einkaufen geht damit schnell und unkompliziert. Neue Technologien wie kontaktloses Bezahlen beschleunigen die Kaufabwicklung erheblich, und auch die klassischen Giro- und Kreditkarten werden stetig weiterentwickelt.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Zahlungssysteme im Geschäft: Die Girocard
  3. Die Kreditkarte
  4. Mobile Payment
  5. Online-Bezahlsysteme: Einkaufen im Internet leicht gemacht
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Jetzt Girokonten vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • 2017 haben die Deutschen am Häufigsten mit Bargeld bezahlt, doch der Anteil anderer Zahlungsinstrumente wächst stetig.
  • Entsprechend groß ist auch die Bandbreite an Bezahlsystemen, die stationäre Händler und Onlineshops heutzutage akzeptieren.
  • Das beliebteste Zahlungssystem ist die Girocard.

Zahlungssysteme im Geschäft: Die Girocard

Eine Girocard (vielen noch als EC-Karte bekannt) ist eine Debitkarte, die Kontoinhaber normalerweise kostenlos zu ihrem Girokonto dazu erhalten. Damit können sie an Automaten Geld abheben oder direkt bezahlen. Die Girocard gehört zu den unkompliziertesten bargeldlosen Bezahlsystemen, da sie an das persönliche Girokonto gebunden ist und dem Kontoinhaber üblicherweise automatisch zugestellt wird.

Sobald der Konto- und Karteninhaber die Karte unterschrieben und die PIN von der Bank erhalten hat, ist sie einsatzbereit. Mittlerweile sind die meisten Debitkarten auch mit einer Funktion für kontaktloses Bezahlen ausgestattet. Das tägliche oder wöchentliche Zahlungslimit variiert je nach Kontotyp und Bank.

Die Girocard an sich gilt im Ausland nicht und wird daher normalerweise mit Maestro (weltweit gültig) oder V-Pay (europaweit gültig) kombiniert, was durch das entsprechende Logo auf der Karte zu erkennen ist. Wer im Ausland mit der Debitkarte Geld abheben oder im Geschäft bezahlen möchte, muss dafür eventuell eine Gebühr zahlen. Vor allem außerhalb der Eurozone ist eine Gebühr für die Umrechnung in die Landeswährung üblich.

Zahlungssysteme im Geschäft: Die Kreditkarte

Etwas anders funktionieren Kreditkarten. Sie sind nicht zwingend an ein Bankkonto gebunden. Es hängt vom Kreditkartenanbieter ab, ob die Vergabe einer Kreditkarte an die Eröffnung eines Bankkontos geknüpft ist oder ob der Kreditkarteninhaber ein vorhandenes Girokonto zum Begleichen der Kreditkartenrechnung verwenden kann.

Mit einer Kreditkarte ist es oft möglich, an entsprechend gekennzeichneten Automaten gebührenfrei Bargeld abzuheben und in Geschäften zu bezahlen. Je nach den Konditionen des Kreditkarteninstituts sind Zahlungen und Geldabhebungen mit der Kreditkarte im Ausland entweder gebührenfrei oder gebührenpflichtig. Einige Kreditkarteninstitute erheben lediglich eine Fremdwährungsgebühr.

Zahlungssysteme im Geschäft: Mobile Payment

Einige Banken und andere Finanzdienstleister bieten mobile Bezahlsysteme auch per App auf dem Smartphone (Mobile Payment) an. Wenn ein Geschäft kontaktloses Bezahlen bietet, können Kunden dort mit ihrem Smartphone bezahlen, sofern es NFC (Near Field Communication) unterstützt und eine Bezahl-App installiert ist.

Online-Bezahlsysteme: Einkaufen im Internet leicht gemacht

Beim Onlineshopping sind die Bezahlmöglichkeiten noch umfangreicher als beim Einkaufen vor Ort. Angeboten werden folgende Online-Zahlungssysteme:

  • Kreditkarte: Bei der Bezahlung per Kreditkarte gibt der Käufer die Kartennummer, das Ablaufdatum der Karte und den aufgedruckten CVV-Code (Prüfnummer) an. Um Einkäufe im Internet noch sicherer zu machen, hat Visa das 3D-Secure-Verfahren und MasterCard den SecureCode eingeführt. Beide Verfahren beinhalten zusätzliche Sicherheitsfragen oder Passwörter, um einen Missbrauch der Kreditkarte durch Unbefugte zu verhindern.
  • SEPA-Lastschriftverfahren/Bankeinzug: Bei diesem Bezahlsystem erteilt der Käufer dem Online-Händler ein SEPA-Lastschriftmandat in Höhe der Gesamtkaufsumme. Der Händler bucht diesen Betrag direkt vom Bankkonto des Käufers ab. Der Nachteil daran ist, dass der Käufer seine Bankdaten auf der Website des Onlineshops eingeben muss. Im Zweifelsfall hat der Käufer die Möglichkeit, die Lastschrift zu widerrufen.
  • Sofort-Überweisung/Giropay: Während des Bestellprozesses leitet der Händler den Käufer zur Website der Bank weiter, wo der Kunde die Rechnung mittels einer normalen Online-Überweisung begleicht. Dafür loggt sich der Käufer mit den Anmeldedaten seiner Bank ein und verifiziert die Zahlung mit dem gewählten TAN-System. Einzige Voraussetzung für diese Zahlungsart ist, dass der Käufer mit seinem Bankkonto fürs Online-Banking freigeschaltet ist; ein separates Benutzerkonto ist nicht notwendig.
  • PayPal: Für die Bezahlung mit PayPal ist ein Account bei dem Anbieter erforderlich, dort sind auch die Bank- oder Kreditkartendaten des Käufers hinterlegt. Im Verlauf des Bestellvorgangs leitet der Onlineshop den Käufer an die PayPal-Website weiter. Dort verifiziert sich der Käufer mit seinem Login und bestätigt den Kauf. PayPal informiert den Händler über die erfolgte Zahlung und bucht den entsprechenden Betrag vom Bankkonto des Käufers ab oder belastet die hinterlegte Kreditkarte. Da die Zahlungsdaten hinterlegt sind, ist eine erneute Eingabe nicht erforderlich – der Kunde spart damit Zeit. Zudem ist der Käufer über PayPal für den Fall abgesichert, dass es zu Problemen mit dem Händler kommt.
  • paydirekt: Um paydirekt als Bezahlsystem zu nutzen, muss der Käufer am Online-Banking teilnehmen und ein Bankkonto bei einer Bank haben, die mit paydirekt kooperiert. Ist dies der Fall und unterstützt der Händler Käufe per paydirekt, leitet der Onlineshop den Käufer direkt auf die paydirekt-Website weiter. Die Bestätigung des Kaufs erfolgt durch die zuvor bei paydirekt angegebenen Benutzerdaten und das TAN-System der Hausbank.
  • Kauf auf Rechnung: Der Käufer bezahlt die Ware erst nach dem Erhalt – in der Regel hat er dafür eine Frist von 14 Tagen. Positiv für den Käufer ist, dass er im Falle einer Rücksendung nicht auf die Rückerstattung der bereits überwiesenen Summe warten braucht.
  • Vorauskasse: Bei diesem Bezahlsystem versendet der Händler die Bestellung erst, wenn er den per Überweisung bezahlten Kaufpreis erhalten hat. Der Käufer geht dabei ein gewisses Risiko ein – denn er ist im Falle eines insolventen Händlers nicht abgesichert.
  • Nachnahme: Bei einer Bestellung auf Nachnahme zahlt der Käufer die Ware erst bei der Lieferung. Das bedeutet, dass er die Bestellung persönlich in Empfang nehmen muss. Der Händler versendet auf Nachnahme gekaufte Ware in der Regel schnell, allerdings fällt dafür eine Nachnahmegebühr an.

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