Eine Geldkarte ist ein Prepaid-Zahlungsmittel, das meistens in die Girokarte integriert ist, aber auch als eigenständige Karte ausgegeben werden kann. Prepaid bedeutet, dass auf den Kartenchip ein Guthaben geladen wird, das Nutzer für bargeldloses Bezahlen verwenden. Karteninhaber erkennen eine Geldkarte am goldenen Chip und dem blau-rot gestreiften Geldkarte-Logo.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Die 2 Varianten der Geldkarte
  3. Wie wird eine Geldkarte aufgeladen?
  4. Wie wird das Guthaben auf einer Geldkarte ausgelesen?
  5. Wie wird eine Geldkarte entladen?
  6. Welche Kosten entstehen durch eine Geldkarte?
  7. Wo kann man mit einer Geldkarte zahlen?
  8. Welche Funktionen kann eine Geldkarte haben?
  9. Was passiert, wenn die Geldkarte verloren ist?
  10. Verwandte Themen
  11. Weiterführende Links
  12. Jetzt Girokonten vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Prepaid-Karte eignet sich insbesondere, um kleine Beträge zu bezahlen, etwa Busfahrkarten, Mahlzeiten, Porto für Briefe und Pakete und viele andere Alltagsausgaben.
  • Viele Banken bieten die Geldkarte-Funktion als Zusatzleistung an.
  • Die Technologie wird wie die Girocard (EC-Karte) von der Deutschen Kreditwirtschaft getragen. Deshalb lässt sich eine Geldkarte, genauso wie eine Girocard ohne V-Pay- oder Maestro-Funktion, nicht im Ausland nutzen.

Die 2 Varianten der Geldkarte

Es gibt Karten mit und ohne Bindung an ein Konto. Ist die Geldkarte-Funktion in die Girocard integriert, kann sie nur über das dazugehörige Girokonto aufgeladen werden. Ob das bei der eigenen Karte der Fall ist, finden Nutzer einfach heraus, indem sie das Geldkarte-Symbol auf der Rückseite ihrer Girocard suchen.

Geldkarten ohne eine Bindung an ein bestimmtes Konto sind auch als „White Card“ bekannt. Bietet die eigene Bank keine Prepaid-Karten-Funktion an, kann man eine solche „White Card“ über den offiziellen Geldkarte-Shop bestellen.

Wie wird eine Geldkarte aufgeladen?

Es gibt verschiedene Wege, eine Geldkarte aufzuladen. Eine „White Card“ lässt sich nur online oder durch Einzahlung von Bargeld aufladen. Kontogebundene Karten können außerdem auch am Automaten oder per Giropay mit einem geeigneten Chiplesegerät aufgeladen werden.

Pro Aufladung können maximal 200 Euro auf eine Geldkarte transferiert werden. Der Betrag, der insgesamt über ein Kalenderjahr auf die Geldkarte geladen werden darf, ist bei Barzahlung, Giropay und Online-Vorkasse auf 2.500 Euro begrenzt. Für die Aufladungen am Automaten gilt dieses Limit nicht.

Wie wird das Guthaben auf einer Geldkarte ausgelesen?

Wer seine Geldkarte online oder am Geldautomaten auflädt, bekommt nach einem erfolgreichen Vorgang den Aufladebetrag und das aktuelle Guthaben angezeigt. Außerdem kann man das Guthaben mit einem Geldkarten-Lesegerät wie einem Chipkarten- und einem Taschenkartenleser in Erfahrung bringen. Wer eine kontogebundene Geldkarte am Geldautomaten auflädt, sieht diese Transaktion auf seinem Kontoauszug.

Wenn eine Geldkarte ihre Gültigkeit verliert, ist das darauf enthaltene Guthaben danach noch 3 Monate entladbar und 6 Monate für Zahlungen nutzbar. Eine Aufladung ist allerdings nicht mehr möglich.

Wie wird eine Geldkarte entladen?

Eine kontogebundene Geldkarte kann an einem Geldautomaten der Hausbank auf das zur Karte gehörende Konto entladen werden. Für „White Cards“ gibt es diese Möglichkeit nicht. Auch müssen Nutzer wissen, dass einmal bezahlte Beträge nicht storniert und auf die Karte zurücktransferiert werden können. Wer einen mit der Geldkarte bezahlten Kauf rückgängig machen möchte, muss Bargeld oder eine Gutschrift des Händlers akzeptieren.

Welche Kosten entstehen durch eine Geldkarte?

Die meisten Banken bieten die Geldkarten-Funktion kostenlos auf ihren Bankkarten an. Das Bezahlen mit der Geldkarte sowie das Aufladen der Karte im Internet sind kostenfrei. Wer eine Karte am Geldautomaten oder einem Ladeterminal auflädt, muss je nach Geldinstitut eventuell mit einer Gebühr rechnen.

Wo kann man mit einer Geldkarte zahlen?

Überall dort, wo das Geldkarte-Logo zu sehen ist, ist das Bezahlen mit dieser Prepaid-Karte möglich. In Deutschland gibt es mehr als 400.000 Akzeptanzstellen. Dazu gehören Automaten, Veranstaltungsorte und Packstationen genauso wie öffentliche Einrichtungen oder Supermarktfilialen.

Welche Funktionen kann eine Geldkarte haben?

Bargeldloses Bezahlen von kleinen Beträgen so einfach wie möglich zu machen – das ist die Hauptfunktion einer Geldkarte. Diesen Prozess vereinfacht die NFC-Geldkarte nochmals. NFC steht für Near Field Communication; die Technologie ermöglicht, Beträge bis 25 Euro durch bloßes Davorhalten der Karte an ein Terminal zu bezahlen – ohne PIN-Eingabe und Unterschrift. Bei der Geldkarte ist diese Funktion als „girogo“ bekannt.

Neben der Bezahlfunktion kann der Chip eine Reihe von weiteren Funktionen übernehmen. Dazu gehören:

  • Zeiterfassung: Zeiten werden automatisch auf dem Chip gespeichert.
  • Zutrittskontrolle: Zutritt kann dem Inhaber einer Geldkarte gewährt oder verweigert werden.
  • Bezuschussung: Wird die Karte beispielsweise für die Zahlung von Schulmittagessen verwendet, kann eine automatische Bezuschussung stattfinden.
  • Jugendschutz: Ist der Karteninhaber jünger als ein bestimmtes gesetzliches Mindestalter, kann beispielsweise das Bezahlen von Alkohol und Zigaretten verweigert werden.
  • Elektronisches Ticket oder Fahrschein: Statt eines Papiertickets wird ein elektronisches auf dem Chip gespeichert.

Was passiert, wenn die Geldkarte verloren ist?

Bei Verlust oder Diebstahl einer Geldkarte können andere Personen den Restbetrag ausgeben. Allerdings ist es ohne PIN nicht möglich, die Karte erneut aufzuladen. Solange der Finder oder Dieb die PIN der Karte nicht kennt, muss der Inhaber einer kontogebundenen Geldkarte keine unrechtmäßigen Abbuchungen fürchten. Das auf der Karte gespeicherte Guthaben ist aber verloren. Gesperrt werden sollte die Karte trotzdem, gerade wenn es sich dabei um eine Girocard mit Geldkarte-Funktion handelt.

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