Ein Monowheel ist ein einrädriges elektrisches Fortbewegungsmittel. Das kompakte und wendige Vehikel bietet großen Fahrspaß und lässt sich intuitiv steuern. Ob in Zukunft noch mehr Nutzer auf Elektro-Einrädern unterwegs sein werden, hängt jedoch im Wesentlichen davon ab, wie sich die rechtliche Lage entwickelt.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist ein Monowheel?
  3. Geschwindigkeit
  4. Straßenzulassung
  5. Tipps für den Kauf
  6. Preise

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Monowheel ist ein elektrisches Einrad; Hersteller bezeichnen das Vehikel auch als Airwheel oder Solowheel.
  • Während Einsteigermodelle häufig lediglich Geschwindigkeiten von 15 Stundenkilometern erreichen, fällt das Tempo mit bis zu 40 Stundenkilometern bei Oberklasseausführungen wesentlich höher aus.
  • Zum aktuellen Zeitpunkt erhalten Elektro-Einräder keine Straßenzulassung. Sie dürfen demnach nicht im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden.
  • Modelle des unteren Preissegments kosten etwa 300 Euro, Oberklasse-Monowheels bis zu 1.300 Euro.

Was ist ein Monowheel?

Bei einem Monowheel handelt es sich um ein Einrad mit Elektroantrieb. Hersteller vertreiben die Fahrzeuge mitunter auch als Solowheel oder Airwheel. Ein Elektro-Einrad verfügt an den Seiten über ausklappbare Trittflächen, auf welche der Fahrzeugführer seine Füße stellt. Durch die Neigung der Trittfläche ist es möglich, das Vehikel zu steuern.

Welche Geschwindigkeit erreicht ein elektrisches Einrad?

Die Höchstgeschwindigkeit unterscheidet sich je nach Bauart und Ausführung. Einsteigermodelle kommen in der Regel etwa auf 15 Stundenkilometer, Premium-Monowheels werden dagegen bis zu 40 Stundenkilometer schnell.

Ist es erlaubt, ein Monowheel im öffentlichen Straßenverkehr zu fahren?

Erreicht ein motorisiertes Fahrzeug eine Geschwindigkeit von mehr als 6 Stundenkilometern, zählt es als Kraftfahrzeug. Infolgedessen benötigt das Vehikel entweder eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder eine Einzelbetriebserlaubnis (EBE). Um als straßentauglich zu gelten, muss das Elektrofahrzeug jedoch eine Reihe von Auflagen erfüllen.

Ein elektrisches Einrad verfügt für gewöhnlich weder über Bremsen noch über einen Sitz oder eine Lenkung. Auch eine Beleuchtung fehlt bei vielen Modellen. Aus diesen Gründen erhalten Monowheels keine Straßenzulassung. Demnach dürfen Sie ein Elektro-Einrad derzeit nicht im öffentlichen Straßenverkehr verwenden, sondern lediglich auf Privatgelände und Flächen, auf denen die Straßenverkehrsordnung keine Anwendung findet. Allerdings arbeitet das Verkehrsministerium seit dem Inkrafttreten des E-Scooter-Gesetzes im Juni 2019 an einer Ausnahmeregelung für weitere Elektrofahrzeuge – beispielsweise Monowheels und Hoverboards.

Worauf Sie beim Kauf eines Monowheels achten sollten

Wenn Sie über die Anschaffung eines elektrischen Einrades nachdenken, empfiehlt es sich, vorab im Internet verschiedene Modelle miteinander zu vergleichen. Von entscheidender Bedeutung ist die verbaute Hardware. Achten Sie hier insbesondere auf die Werte des Motors und des Akkus. Die Motorleistung liegt je nach Ausführung zwischen 350 und 1.500 Watt. Tendenziell gilt nämlich: Je mehr Power der Motor hat, desto höher das maximal erreichbare Tempo.

Die Kapazität des Akkus hat einen entscheidenden Einfluss auf die Laufleistung des Monowheels. Einsteigermodelle schaffen mit einer Akkuladung häufig nur 15 Kilometer, wohingegen mit teureren Modellen teilweise Reichweiten von etwa 50 Kilometern möglich sind. Die Ladezeit variiert zwischen einer und sechs Stunden.

Auch die Verarbeitungsqualität ist ein Kaufkriterium. Eine hochwertige Verarbeitung trägt zur Sicherheit bei und gewährleistet, dass Sie das Vehikel lange Zeit nutzen können. Zur Orientierung können die Kundenbewertungen bei Online-Portalen dienen. Es gibt zahlreiche weitere Faktoren, die beim Kauf eine Rolle spielen. Dazu zählen vor allem die folgenden Kriterien:

  • maximale Belastbarkeit
  • Radgröße
  • Gewicht des Monowheels
  • Beleuchtung
  • Handling des Elektro-Einrads

Wie teuer ist ein Monowheel?

Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die den Preis eines elektrischen Einrades bedingen. Einerseits sind das die Leistungs- und Ausstattungsmerkmale des Vehikels. Andererseits unterscheidet sich der Preis auch von Hersteller zu Hersteller stark.

Die günstigsten Modelle kosten circa 300 Euro. Allerdings fallen bei diesen Ausführungen die Geschwindigkeit und Reichweite nicht allzu hoch aus. Das mittlere Preissegment beginnt bei etwa 700 Euro. Dank leistungsstärkeren Bauteilen schaffen Mittelklasse-Monowheels mit einer Akkuladung wesentlich mehr Strecke: Die Reichweite liegt oft bei 40 Kilometern. Für ein Premium-Gerät sollten Sie dagegen bis zu 1.300 Euro einplanen. Dafür punktet die Luxusklasse mit einem höheren maximalen Tempo und besseren Werten beim Steigungslimit.

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