Fällt der Begriff Hoverboard, denken viele Menschen an den Film „Zurück in die Zukunft“, in dem der Hauptdarsteller Marty McFly ein schwebendes Skateboard als Fortbewegungsmittel nutzt. Heutige Hoverboards schweben zwar nicht wirklich, sorgen aber trotzdem für eine Menge Fahrspaß. Allerdings müssen Sie einige Dinge beachten, wenn Sie ein solches Elektrofahrzeug nutzen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist ein Hoverboard?
  3. Geschwindigkeit
  4. Ladedauer
  5. Reichweite des Akkus
  6. Kosten
  7. Straßenzulassung fehlt
  8. Wichtige Tipps
  9. Weitere Themen zur Elektromobilität

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Hoverboard ist ein zweirädriges Fahrzeug ohne Lenkstange, das von einem Elektromotor angetrieben wird.
  • Die Lenkung eines Hoverboards erfolgt durch Gewichtsverlagerung.
  • Die E-Boards kommen je nach Modell auf eine Geschwindigkeit von bis zu 20 Stundenkilometern und auf eine Reichweite von maximal 30 Kilometern.
  • Derzeit besitzen Hoverboards keine Straßenzulassung, sodass Sie mit dem Gefährt keine öffentlichen Wege und Straßen nutzen dürfen.

Was ist ein Hoverboard?

Die deutsche Übersetzung für das Wort Hoverboard lautet "schwebendes Brett". Allerdings handelt es sich vielmehr um ein selbstbalancierendes Rollbrett mit Elektroantrieb. Das Fahrzeug besteht für gewöhnlich aus einer zweirädrigen Achse mit je einer Plattform: eine für den linken und eine für den rechten Fuß. Die Räder befinden sich an den Seiten des Boards. Allerdings gibt es auch Monowheels mit nur einem Rad.

Hoverboards weisen eine große Ähnlichkeit mit Segways auf, besitzen aber anders als diese keine Lenkstange. Zudem fallen sie wesentlich kompakter aus. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Händler die Boards teilweise als sogenannte Mini-Segways verkaufen. Allerdings gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Synonyme wie etwa

  • Self-Balance Board,
  • E-Board oder
  • Balance Board.

Die Steuerung des Hoverboards erfolgt per Gewichtsverlagerung. In die Trittflächen integrierte Sensoren erfassen dabei die Neigung, wodurch der Fahrer beschleunigen, lenken und bremsen kann. Den für den Betrieb des Motors benötigten Strom liefert ein Akku.

Welche Geschwindigkeit erreicht ein Hoverboard?

Die Geschwindigkeit hängt vor allem von der Motorstärke ab. Diese liegt je nach Modell zwischen 300 und 800 Watt, wodurch die schnellsten Hoverboards auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 20 Stundenkilometern kommen. Die meisten Modelle erreichen jedoch ein Tempo im Bereich von 5 bis 15 Stundenkilometern. Grundsätzlich gilt: je höher die Motorleistung, desto höher die maximale Geschwindigkeit. Im Falle eines Anstiegs sinkt das Tempo je nach Steigungswinkel, wobei die meisten Boards mit maximal 15 Grad zurechtkommen.

Wie lange muss ein Hoverboard laden?

Die Ladezeit der E-Boards variiert von Modell zu Modell. In der Regel dauert es etwa ein bis zwei Stunden, bis der Akku vollständig geladen ist. Die Boards mancher Hersteller haben eine Akkukapazität, bei der das Aufladen etwas schneller geht. Es existieren jedoch auch Boards, die bis zu drei Stunden zum Laden benötigen. Durch eine besonders kurze Ladezeit zeichnen sich vor allem Monoboards mit nur einem Rad aus.

Die Reichweite eines Hoverboards

Sowohl die Akkukapazität als auch die Motorleistung haben einen signifikanten Einfluss darauf, welche Strecke ein Hoverboard mit einer Ladung schafft. So fällt die Reichweite bei Einsteigermodellen beispielsweise deutlich geringer aus als bei Premium-Hoverboards. Je nach Ausführung liegt die Reichweite zwischen 10 und 20 Kilometern. Weitere Einflussfaktoren sind der Fahrstil und das Gewicht des Fahrers. Je nach Modell empfehlen die Hersteller, eine maximale Belastung von 100 bis 130 Kilogramm nicht zu überschreiten.

Was kostet ein Hoverboard?

Die Preisspanne fällt bei Hoverboards relativ groß aus. Dafür ist vor allem der integrierte Akku verantwortlich. Er ist das teuerste Bauteil eines E-Boards. Die nachfolgende Liste zeigt, mit welchen Kosten Sie rechnen sollten:

  • Hoverboards für Einsteiger: bis 200 Euro
  • Mittelklasse-Hoverboards: 200 bis 400 Euro
  • Oberklasse-Hoverboard: mehr als 400 Euro

Höherpreisige Ausführungen zeichnen sich im Regelfall durch praktische Zusatzfeatures aus. Einige Modelle haben beispielsweise mehrere Fahrmodi, was Anfängern den Start erleichtert. Ebenso gibt es Balance Boards mit integrierten Bluetooth-Lautsprechern, an die sich das Smartphone anschließen lässt. Manche Hoverboards sind darüber hinaus mit einer Smartphone-App verknüpfbar. Sie ermöglicht es unter anderem, Fahrdaten abzufragen, Tempolimits und die Lenkempfindlichkeit festzulegen oder den Akkustand in Erfahrung zu bringen.

Erhalten Hoverboards eine Straßenzulassung?

Zum aktuellen Zeitpunkt besitzen Hoverboards keine Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr. Das liegt daran, dass die Elektrofahrzeuge in der Regel schneller als 6 Stundenkilometer fahren können, wodurch sie per Definition als Kraftfahrzeuge gelten. Laut Straßenverkehrszulassungsverordnung (StVZO) und Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) benötigen diese Sitz, Lenker, Spiegel, Bremsen und Beleuchtung. Da Hoverboards all das nicht haben, sind sie auf öffentlichen Straßen und Wegen nicht erlaubt. Allerdings plant der Gesetzgeber eine Ausnahmegenehmigung. Bis dahin dürfen Sie ein derartiges Gefährt lediglich im abgegrenzten nicht öffentlichen Verkehr bewegen, also etwa auf einem abgesperrten Innenhof oder einem sonstigen Privatgelände.

Hoverboard fahren lernen: Wichtige Tipps

Grundsätzlich ist es nicht allzu schwer, ein E-Board zu steuern. Trotzdem sind bei den ersten Fahrversuchen einige Dinge zu beachten. Hilfreich sind unter anderem die folgenden Tipps:

  • Geeigneten Platz auswählen: Zum Üben bietet sich ein weitläufiges, ebenes Gelände an.
  • Zusätzlichen Halt suchen: Viele Menschen haben insbesondere beim Aufsteigen Probleme, sodass es sich anbietet, eine zweite Person um Hilfe zu bitten oder sich zum Beispiel an einer Mauer abzustützen.
  • In die Knie gehen: Wer seine Knie etwas beugt, hat einen sichereren Stand auf der Trittfläche.
  • Gefühl für das Hoverboard bekommen: Da der Drucksensor des Vehikels relativ sensibel ist, sollte sich der Nutzer langsam an höhere Geschwindigkeiten herantasten.
  • Mit dem stärkeren Fuß absteigen: Nachdem Sie das Board ausbalanciert haben, verlagern Sie das Gewicht etwas auf Ihr Standbein und steigen nach hinten ab.

Weitere Themen zur Elektromobilität

E-Scooter-Versicherung

E-Scooter

E-Scooter eigenen sich optimal für die letzte Meile. Wir informieren Sie rund um die Elektro-Tretroller.

E-Scooter

Mehr erfahren

E-Scooter Fuehrerschein

E-Scooter kaufen

Vergleichen Sie moderne und günstige E-Scooter mit Straßenzulassung. Jetzt mobil werden mit einem eigenen E-Scooter!

E-Scooter kaufen

Jetzt vergleichen