E-Scooter-Test: Sharing-Dienste in Berlin im Vergleich

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. E-Scooter-Test: Vier Sharing-Dienste im Vergleich
  3. Alle Anbieter im E-Scooter-Test haben die gleichen Preise
  4. E-Scooter werden per App ausgeliehen
  5. Fast alle Anbieter im E-Scooter-Test verlangen eine Kreditkarte
  6. Modelle im E-Scooter-Test: Kleine aber feine Unterschiede
  7. Mögliche Rückgabegebiete im E-Scooter-Test unterschiedlich groß
  8. Fazit des E-Scooter-Tests: Verfügbarkeit ist das Wichtigste
  9. E-Scooter Versicherung: ab 2,29€ / Monat

Das Wichtigste in Kürze

  • Wir haben vier Sharing-Dienste für E-Scooter in Berlin getestet: Circ, Lime, Tier und Voi.
  • Die Angebote der Sharing-Dienste ähneln sich stark.
  • Am besten hat das Angebot von Lime abgeschnitten.

In Berlin gibt es jede Menge E-Scooter zu leihen. Verivox hat vier Sharing-Dienste einem E-Scooter-Test unterzogen: Circ, Lime, Tier und Voi. Unser Ergebnis: Die Anbieter gleichen sich ziemlich und unterscheiden sich nur in wenigen Punkten. Am meisten überzeugt hat im E-Scooter-Test der amerikanische Anbieter Lime. In Berlin hat er zum Testzeitpunkt (23.06.2019) das größte Verbreitungsgebiet, die nutzerfreundlichste App und unterschiedliche Zahlungsarten.

E-Scooter-Test: Vier Sharing-Dienste im Vergleich

Kosten Zahlungsart App-Bewertung Abstellgebiet Berlin E-Scooter-Modell
CIRC 1 Euro + 15 Cent/Minute Kreditkarte 4,4 + +
LIME 1 Euro + 15 Cent/Minute Kredit-, Debitkarte, Paypal 4,7 +++ ++
TIER MOBILITY 1 Euro + 15 Cent/Minute Kreditkarte 3,9 + +
VOI 1 Euro + 15 Cent/Minute Kreditkarte 4,5 ++ ++

(Die App-Bewertung ist der gemittelte Wert aus Google Play Store und Apple Store am 25.06.2019)


Alle Anbieter im E-Scooter-Test haben die gleichen Preise

Zum Testzeitpunkt haben alle vier Anbieter die gleichen Preise verlangt: Die Freischaltung eines E-Tretrollers kostet 1 Euro, danach werden 15 Cent pro Minute fällig. Eine Fahrt von 30 Minuten kostet also insgesamt 5,50 Euro. Für Berliner Verhältnisse ist das ein durchaus happiger Preis. Lohnt sich das für regelmäßige Nutzer? Ein Rechenbeispiel: Pendler, die an jedem Arbeitstag zwei Mal einen E-Scooter für die „letzte Meile“ zwischen Haltestelle und Arbeitsplatz nutzen möchten, hätten damit monatliche Kosten von rund 84 Euro (44 Fahrten von jeweils 6 Minuten).

Vielfahrer-Tipp: Der E-Scooter-Test zeigt, dass die Sharing-Anbieter sich eher für gelegentliche Fahrten mit Spaßfaktor eignen. Wer für den täglichen Weg zur Arbeit einen E-Tretroller fahren will, sollte sich besser ein eigenes Gerät anschaffen. Die Kosten dafür sind nach je nach Modell nach rund einem halben bis einem Jahr wieder drin.

E-Scooter werden per App ausgeliehen

lime-scooterOhne App geht nichts: Um die E-Scooter von Circ, Lime, Tier und Voi fahren zu können, muss man vorher die jeweilige App des Anbieters auf dem Smartphone installieren. Alle Apps sind sowohl für iOS als auch für Android verfügbar und schnell installiert. Jede App hat eine Landkarte, auf der die verfügbaren E-Tretroller und ihr Akkustand angezeigt werden. Praktisch: Bei Lime kann man den E-Scooter per App klingeln lassen. Das ist nützlich, wenn das Gerät an einer unübersichtlichen Stelle steht.

Alle Anbieter im E-Scooter-Test richten sich an Nutzer mit einem Mindestalter von 18 Jahren. Eigentlich dürfen E-Scooter in Deutschland zwar schon ab 14 Jahren gefahren werden, doch die Sharing-Dienste richten sich nicht an Jugendliche.

Fast alle Anbieter im E-Scooter-Test verlangen eine Kreditkarte

Die Zahlung und Abrechnung laufen ebenfalls über die App der Sharing-Dienste. Zum Zeitpunkt des E-Scooter-Tests in Berlin konnte bei den Circ, Tier und Voi nur mit Kreditkarte bezahlt werden. Bei Lime war auch die Zahlung per Debitkarte oder Paypal möglich. Zusätzlich kann ein Guthaben angelegt und aufgeladen werden.

voi-scooterAlle Apps im E-Scooter-Test brauchen Zugriff auf den aktuellen Standort. Die App von Voi will zusätzlich Bluetooth aktiviert haben. Optik und Nutzerfreundlichkeit der Apps aller Anbieter sind zufriedenstellend. Den größten Funktionsumfang hat die App von Lime, was sich auch in den guten Bewertungen im Google Play Store und im Apple Store spiegelt. Der amerikanische Anbieter profitiert wohl von den Erfahrungen aus dem Verleih von E-Bikes in Berlin.

Beachtenswert: Obwohl in Deutschland für E-Tretroller keine Helmpflicht gilt, verlangt Lime von seinen Kunden, dass sie einen Helm tragen sollen. Ein entsprechender Haken muss bei den Nutzungsbedingungen gesetzt werden. Die anderen Apps raten zu einem Helm, machen ihn aber nicht zur Nutzungsbedingung.

Modelle im E-Scooter-Test: Kleine aber feine Unterschiede

Um mit dem E-Tretroller los zu fahren, muss man das Gerät erst einmal mit dem Fuß anschieben. Danach wird der „Go“-Schalter nach unten gedrückt und der Elektromotor übernimmt.

Die größtenteils in China hergestellten E-Scooter sind sich recht ähnlich und unterscheiden sich nur bei einigen Komponenten. So gibt es bei den E-Scooter-Sharing-Diensten Voi und Lime eine Zugbremse für das Vorderrad, die Bremse für das Hinterrad wird durch einen Tritt auf das hintere Schutzblech bedient. Bei Circ und Tier gibt es zwei Zugbremsen für Vor- und Hinterrad. Im E-Scooter-Test in Berlin waren alle Zugbremsen wenig sensibel. Um einen Bremseffekt zu bekommen, mussten sie sehr kräftig angezogen werden. Da die Trittbremsen vergleichsweise gut gingen, sind die E-Tretroller-Modelle mit hinteren Trittbremsen empfehlenswerter.

circ-scooterAlle getesteten Modelle verfügen über eine Anzeige, die über den aktuellen Status des Akkus informiert. Bei Lime und Tier wird zusätzlich die Geschwindigkeit angezeigt. Das kann interessant sein, aber unbedingt nötig ist das bei einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h nicht. Die Modelle von Circ haben einen zusätzlichen Smartphone- und Getränke-Halter.

Mögliche Rückgabegebiete im E-Scooter-Test unterschiedlich groß

tier-scooterWill man die Fahrt beenden, muss das Gerät in einem Rückgabegebiet abgestellt werden, das auf der Karte der jeweiligen App angezeigt wird. Bei Voi und Lime wird nach dem Ende der Ausleihe ein Foto vom abgestellten E-Scooter verlangt. Das mögliche Rückgabegebiet war zum Zeitpunkt des E-Scooter-Tests bei Lime mit Abstand am größten und entspricht ungefähr dem Gebiet des Berliner S-Bahn-Rings. Die anderen Anbieter hatten deutlich kleinere Rückgabegebiete.

Fazit des E-Scooter-Tests: Verfügbarkeit ist das Wichtigste

Spaß kann eine Fahrt mit einem E-Scooter bringen, doch besonders günstig ist das nicht. Eine halbe Stunde mit dem E-Tretroller kostet doppelt so viel wie ein Einzelfahrschein des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin. Wer die Stadt auf zwei Rädern erkunden will und gerne Fahrrad fährt, ist mit einem Leihrad deutlich günstiger dran.

Der E-Scooter-Test hat gezeigt, dass man sich bei der Auswahl eines Sharing-Dienstes nicht auf einen bestimmten Anbieter festlegen muss. Stattdessen kann man sich nach dem nächstgelegenen Gerät mit ausreichendem Akkustand richten. Gibt es von allen vier getesteten Sharing-Diensten genügend E-Tretroller, ist Lime zu empfehlen. Der Service dieses Anbieters hatte zum Testzeitpunkt die Nase vorn.

E-Scooter Versicherung: ab 2,29€ / Monat

Teaser Die Bayrische

  • Kennzeichen schon am nächsten Tag bei Beantragung bis 12 Uhr
  • 100 Mio Euro Versicherungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden
  • Teilkasko optional
  • Bessere Einstufung fürs Auto

Zur Versicherung