KfW-Studienkredit soll Studenten in der Corona-Krise helfen

04.05.2020 | 15:07

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Viele Studenten mit einem Nebenjob können wegen der Corona-Krise aktuell nicht arbeiten. Das stellt viele vor finanzielle Engpässe. Für solche Fälle stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nun eine Überbrückungshilfe bereit – den Studienkredit der KfW-Förderbank.

Zinsloses Darlehen zur Überbrückung von Verdienstausfällen

"Etwa zwei Drittel aller Studierenden arbeiten neben dem Studium, bei den ausländischen Studierenden sind es sogar drei Viertel“, erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Für viele dieser Studierenden, die Einkommensverluste ausgleichen müssen, komme nun eine BAföG-Förderung in Betracht. Betroffen seien aber auch Studierende, die nicht BAföG-förderfähig sind und keine anderen Einkünfte wie zum Beispiel ein Stipendium oder eine Förderung als Erasmus-Studierende erhalten.

„Mir ist wichtig, dass diese betroffenen Studierenden nun rasch eine Überbrückungshilfe erhalten. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Corona-Pandemie Studierende in den Abbruch oder die Aufgabe ihres Studiums treibt“, so die Ministerin.

Empfänger erhalten bis zu 650 Euro monatlich

Studenten, die weggebrochene Einkünfte nicht durch anderweitige Arbeitsgelegenheiten ausgleichen können, steht nun ein in der Startphase zinsloses Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung. Das Programm setzt auf dem bereits bestehenden KfW-Studienkredit auf. Dieser wird aber für die Zeit bis zum 31. März 2021 zinslos gestellt.

„Dies gilt sowohl für neue Antragsteller, die ab dem 8. Mai hinzukommen, als auch für die Studierenden, die zwischen Mai 2020 und März 2021 in dieser Zeit bereits laufende Kredite ausgezahlt bekommen“, betont Karliczek. Von Juli 2020 bis März 2021 soll der Studienkredit auch ausländischen Studenten offenstehen.

Ausgezahlt werden bis zu 650 Euro im Monat. Beantragt wird der der Studienkredit online über die Website der KfW. Insgesamt steht ein Darlehensvolumen von bis zu einer Milliarde Euro Verfügung.

Nothilfefonds der Studierendenwerke aufgestockt

Neben der Hilfe über die KfW stellt die Bundesregierung dem Deutschen Studentenwerk 100 Millionen Euro für die Nothilfefonds der Studierendenwerke vor Ort zur Verfügung. Mit diesem Geld soll den Studierenden in nachweislich besonders akuter Notlage geholfen werden, die ganz unmittelbar Hilfe benötigen und keine andere Unterstützung in Anspruch nehmen können.