Ein Bildungskredit ist ein zinsgünstiges Darlehen für Studierende und Auszubildende, das von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) vergeben wird. Es unterstützt nur diejenigen, die in ihrer Ausbildung bereits eine fortgeschrittene Phase erreicht haben. Auch weitere Institute bezeichnen ihre ähnlichen Angebote oft als Bildungskredit.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Der Bildungskredit der KfW
  3. Voraussetzungen
  4. Vorteile des KfW-Bildungskredits auf einen Blick
  5. Bildungskredit oder Studienkredit?
  6. Bildungskredit umschulden
  7. Verwandte Themen
  8. Weiterführende Links
  9. Umschuldungsangebote vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bildungskredit der KfW wird maximal 24 Monate lang ausgezahlt. 4 Jahre nach der ersten Zahlung muss die Tilgung beginnen. Er eignet sich daher nur für die letzte Phase der Ausbildung.
  • Er wird in monatlichen Teilbeträgen von bis zu 300 Euro ausgezahlt.
  • Für einmalige Aufwendungen können Kreditnehmer einen Betrag von bis zu 3.600 Euro in einer Summe erhalten. Das wird aber vom maximalen Kreditvolumen abgezogen.

Der Bildungskredit der KfW

Wer die letzten Jahre seiner Ausbildung beginnt, kann von der KfW einen Bildungskredit erhalten (Produktnummer 173). Kreditnehmer können bei den Auszahlungsbeträgen zwischen monatlich 100, 200 oder 300 Euro wählen. Der Kreditrahmen liegt zwischen 1.000 und 7.200 Euro. Für Einmalaufwendungen (zum Beispiel Notebook oder Auslandssemester) kann ein Kredit bis zu einer Summe von 3.600 Euro beantragt werden, der in einer Summe ausgezahlt wird.

Die Auszahlungen dauern maximal 24 Monate. Es folgt eine Karenzzeit (Pause, in welcher der Kreditnehmer keine Zahlungen erhält, den Kredit aber noch nicht tilgen muss). 4 Jahre nach der ersten Auszahlung muss der Kreditnehmer mit der Rückzahlung beginnen. Die Karenzzeit dauert also mindestens 2 Jahre.

Die Kosten des Bildungskredits

Die Raten betragen in der Regel 120 Euro monatlich. Aufgrund der staatlichen Förderung ist der Zinssatz sehr günstig. Die Zinsen sind variabel und werden jedes halbe Jahr an die aktuelle Marktlage angepasst.

Voraussetzungen

Wer einen Bildungskredit in Anspruch nehmen möchte, muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Die Antragsteller müssen zwischen 18 und 35 Jahre alt sein.
  • Die Ausbildung oder das Studium muss in Vollzeit durchgeführt werden.
  • Die Schule, Hochschule, Fachhochschule oder Universität muss vom BAföG anerkannt sein.
  • Schüler müssen bereits eine Berufsausbildung absolviert haben oder sich in der Ausbildung befinden.
  • Studenten müssen die Zwischenprüfung bestanden haben und ein Zusatz-, Ergänzungs- oder Aufbaustudium absolvieren. Als Voraussetzung gilt auch ein Abschluss in einem grundständigen Studiengang, dann müssen sich die Antragsteller in einem postgradualen Studiengang befinden. Förderberechtigt ist ebenfalls, wer nach dem Bachelor noch den Master-Abschluss machen möchte.

Vorteile des KfW-Bildungskredits auf einen Blick

Der Bildungskredit der KfW bietet einige besondere Vorteile:

  • Unabhängigkeit vom eigenen Einkommen und vom Einkommen der Eltern oder des Lebenspartners (im Gegensatz zu BAföG-Leistungen);
  • variables Kreditvolumen (1.000 bis 7.200 Euro);
  • variable Monatsraten (100, 200 oder 300 Euro);
  • günstiger Zinssatz;
  • keine versteckten Kosten;
  • Förderung auch für Zweit- und Folgeausbildungen (anders als beim Studienkredit);
  • niedrige Rückzahlungsraten (monatlich 120 Euro);
  • außerordentliche Rückzahlungen sind möglich, ohne dass die Vorfälligkeitsentschädigung berechnet werden;
  • die Bonität wird nicht geprüft, da die Ausfallbürgschaft durch den Bund übernommen wird.

Bildungskredit oder Studienkredit?

Im Gegensatz zu Bildungskrediten werden Studienkredite nur an Studenten (auch an Studienanfänger) vergeben. Die Zahl der Anbieter ist größer. Die Zinsen können allerdings etwas höher als beim Bildungskredit liegen. Beim Studentenkredit schließlich handelt es sich um einen gewöhnlichen Ratenkredit.

Bildungskredit umschulden

Wer einen Bildungskredit vor mehreren Jahren zu einem günstigen Zinssatz abgeschlossen hat, kann feststellen, dass die aktuellen Zinsen günstiger sind. Da für die Umschuldung keine Entschädigung anfällt, sparen Kreditnehmer mit einem Umschuldungskredit die komplette Zinsdifferenz.

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