Ein Carport ist ein schützender Unterstand für Autos. Der wesentliche Unterschied zu einer Garage besteht darin, dass hier mindestens eine Seite offen ist. Ein Carport lässt sich sowohl in den Bau eines Wohnhauses integrieren als auch an ein bereits vorhandenes Gebäude bauen. Eine freistehende Konstruktion ist ebenso möglich. Darüber hinaus existiert eine Vielzahl verschiedener Konstruktionsweisen, um den persönlichen Vorlieben der Hausbesitzer zu entsprechen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Vorteile eines Carports
  3. Nachteile eines Carports
  4. Materialvielfalt beim Carport ermöglicht individuelle Lösungen
  5. Die unterschiedlichen Carport-Dachformen
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Themen
  8. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Carport ist durch eine oder mehrere offene Seiten gekennzeichnet.
  • Der Unterstand schützt das Auto im Wesentlichen vor Schäden durch Witterungseinflüsse.
  • Ein Carport bietet jedoch keinen Schutz vor Diebstahl, Vandalismus oder Marderattacken.

Vorteile eines Carports

Aufgrund seiner offenen Bauweise besitzt ein Carport einige Vorteile. Der Unterstand gewährt einen effizienten Schutz vor Wettereinflüssen wie Hagelschäden, Schnee oder Regen. Im Vergleich zu einer Garage können Abgase leichter entweichen, und auch Feuchtigkeit wird besser abgeführt. Demzufolge trägt ein Carport auch auf lange Sicht dazu bei, Schäden am Auto zu vermeiden.

Darüber hinaus fällt der Preis für einen offenen Unterstand wesentlich niedriger aus als der für eine Garage. Mittels Seitenwänden lässt sich auch hier für einen Sichtschutz sorgen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Brandschutzauflagen beim Bau eines Carports entfallen. Oftmals ist nicht einmal eine Baugenehmigung erforderlich. Allerdings fallen die Regelungen für einen genehmigungsfreien Carport je nach Bundesland unterschiedlich aus.

Nachteile eines Carports

Anders als eine Garage bietet ein Carport keinen Schutz vor Diebstahl oder Vandalismus. Auch Schäden durch Tiere, wie beispielsweise durch einen Marderbiss, lassen sich mit einem Carport nicht verhindern. Ein ausreichender Frostschutz ist ebenfalls nicht gegeben.

Ein kleiner Nachteil betrifft die Kfz-Versicherung. Besitzer eines Carports profitieren zwar bei einigen Versicherern von etwas günstigeren Konditionen. Allerdings fallen die Vergünstigungen bei einer Garage wesentlich höher aus.

Materialvielfalt beim Carport ermöglicht individuelle Lösungen

Eine der wichtigsten Herausforderungen bei jedem Bauprojekt ist die Stabilität des Carports. Allerdings fallen die physikalischen Kräfte aufgrund der relativ simplen Bauweise eines Carports vergleichsweise gering aus. Die tragende Konstruktion des Unterstands besteht daher für gewöhnlich aus den folgenden Baumaterialien:

  • Holz
  • Aluminium
  • Stahl
  • Kunststoff (selten)

Jeder dieser Baustoffe besitzt eigene Charakteristiken und verfügt sowohl über Vor- als auch Nachteile. Aus diesem Grund gehört die Wahl des Konstruktionsmaterials zu den wichtigsten Entscheidungen beim Bau eines Carports.

Holz: natürliches Baumaterial mit hohem Grad an Ästhetik

Viele Menschen empfinden Holz als warm und ansprechend. Allerdings ist die hohe ästhetische Qualität nicht das einzige Argument für den Baustoff. Zusätzlich besitzt Holz eine hohe Tragkraft und ermöglicht eine leichte Verarbeitung.

Der größte Nachteil von Holz besteht in seiner vergleichsweise geringen Beständigkeit gegenüber Witterungseinflüssen. Der Werkstoff benötigt Schutz und Pflege. Dies kann chemisch oder durch die Konstruktion selbst erfolgen.

Aluminium: moderner Look und große Beständigkeit

Aluminium erfreut sich aufgrund seiner hohen Stabilität und seines geringen Gewichts großer Beliebtheit als Baumaterial. Es ist nicht nur witterungsbeständig und pflegeleicht, sondern bietet auch eine ästhetische Optik. Einbrennlackierungen ermöglichen zudem fast jede vorstellbare Farbgebung.

Allerdings entsteht bei unbehandeltem Aluminium mit der Zeit eine natürliche Patina. Außerdem ist der Baustoff relativ unflexibel in seiner Verarbeitung.

Stahl: für Jahrzehnte standfest

Das wesentliche Charakteristikum von Stahl ist seine hohe Widerstandsfähigkeit. Mit Edelstahl und verzinktem Stahl existieren zwei unterschiedliche Arten – für ein metallisches Design eignet sich vor allem der nichtrostende Edelstahl. Wer sich für verzinkten Stahl entscheidet, kann diesen dagegen nach seinen persönlichen Präferenzen farblich lackieren.

Nachteilig ist jedoch das hohe Gewicht des Konstruktionsmaterials. In der Regel erfordert die Verarbeitung von Stahl einen Fachbetrieb.

Die unterschiedlichen Carport-Dachformen

Neben der tragenden Konstruktion ist vor allem das Dach wichtig. Damit Haus und Carport ein stimmiges Gesamtbild ergeben, steht eine umfangreiche Bandbreite an Dachformen bereit. Zu den gängigsten Alternativen zählen:

  • Flachdach
  • Pultdacht
  • Satteldach
  • Walm- und Zeltdach

Das Flachdach gilt als die einfachste Konstruktionsweise. Allerdings sollten Sie bedenken, dass sich Regenwasser hier auf der Dachfläche sammelt. Anders sieht dies bei einem Pultdach aus, das eine Neigung von meist mehr als 10 Grad aufweist. Das klassische Satteldach mit zwei geneigten Dachflächen ist die meistverwendete Dachform in Deutschland. Ein Walm- oder Zeltdach besitzt dagegen vier geneigte Flächen, wodurch die Dachkonstruktion stabiler ist.

Dachflächen effektiv nutzen

Für gewöhnlich besteht das Dach aus blickdichten Komponenten wie Bitumenschindeln, Wellblech beziehungsweise Dachziegeln oder aus transparenten Materialien wie Kunststoff-Stegplatten oder Glas. Es existieren jedoch weitere Alternativen:

  • Eine Dachbegrünung mit Moosen und Gräsern ist nicht nur aus optischer Sicht ansprechend, sondern wirkt sich zudem positiv auf das Mikroklima der Umgebung aus.
  • Mit einer Solaranlage erzeugen Carport-Besitzer bei Sonnenschein selbst Strom.Dies führt auf lange Sicht zu Einsparungen.
  • Ein Flachdach können Sie bei entsprechender Statik des Carports auch als Terrasse nutzen.

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