Aufgrund der begrenzten Reichweite von Elektroautos ist ihre Nutzung erst dann attraktiv, wenn es ein flächendeckendes Ladenetz gibt, also eine ausreichende Anzahl von Ladepunkten, um das E-Auto mit Strom zu betanken. Der Verbund ladenetz.de trägt dazu bei, die deutschlandweite Ladeinfrastruktur einheitlicher zu gestalten und weiter auszubauen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Das Ladenetz in Deutschland
  3. Der ladenetz.de-Verbund
  4. So funktioniert ladenetz.de
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Ladenetz in Deutschland umfasst etwa 17.500 Ladepunkte, wovon etwa 10 Prozent Schnellladestationen sind.
  • Die meist relativ lang ausfallende Ladezeit und die Vielzahl der Abrechnungsmodelle mindern die Nutzerfreundlichkeit.
  • Dank zahlreicher Kooperationen können Kunden des Roaming-Verbunds ladenetz.de europaweit mehr als 40.000 Ladepunkte nutzen.

Ladenetz: Ohne Ladeinfrastruktur keine E-Mobilität

Der Ausbau des Ladenetzes zählt zu den wichtigsten Voraussetzungen für die Verbreitung der Elektromobilität. Schließlich spielt es für den Verbraucher eine entscheidende Rolle, ob dieser den Akku des Fahrzeugs ohne großen Aufwand laden kann. In diesem Zusammenhang ist es nicht nur von Bedeutung, wie viele Ladepunkte es gibt und wo diese sich befinden. Im Fokus steht insbesondere die Benutzerfreundlichkeit der Ladeinfrastruktur.

Das Ladenetz in Deutschland

Im gesamten Bundesgebiet gibt es bereits etwa 17.500 Ladepunkte. Allerdings enthält die Zahl auch öffentlich zugängliche Ladestationen auf privatem Gelände. Immer öfter bieten beispielsweise Bau- und Supermärkte auf ihren Parkflächen Ladepunkte an.

Einheitliche Stecker

Die seit 2016 gültige Ladesäulenverordnung trägt bereits ihren Teil zu einem ungehinderten Zugang zu den Stromtankstellen bei. Seitdem die Verordnung rechtskräftig ist, gibt es mit dem Combined Charging System einen einheitlichen Standard für Stecker. Das Gesetz sieht zwar keine Nachrüstung bereits vorhandener Ladestationen vor, die meisten Stromtankstellen beziehungsweise Ladepunkte wurden jedoch erst nach 2017 gebaut, sodass sich Besitzer eines Elektroautos um das Steckersystem in der Regel keine Sorgen machen müssen.

Häufig lange Ladezeiten

Bei der Ladezeit sind jedoch noch Nachbesserungen notwendig. So handelt es sich bei fast 90 Prozent aller Ladestationen um Normalladepunkte. In diesen befindet sich kein Ladegerät, welches den Wechsel- in Gleichstrom umwandelt. Infolgedessen dauert das Laden des Akkus hier leider relativ lange. Autofahrer müssen sich dann für die Ladezeit längere Beschäftigungen suchen als nur schnell einen Kaffee zu trinken. Mehrere solcher Zwischenstopps auf langen Strecken verzögern die Fahrtdauer bis zum Ziel erheblich. Ein Ausbau der Schnellladestationen ist unerlässlich, wenn Autofahrer auch für weite Strecken auf Elektrofahrzeuge umsteigen sollen.

Viele System bei der Abrechnung

Ein weiterer Nachteil für Verbraucher: Die Tarife für Ladestrom basieren auf verschiedenen Bezahlsystemen und sind häufig intransparent. Manche Anbieter rechnen beispielsweise nach Kilowattstunden ab und andere nach Zeitintervallen. Bei der Fülle an Anbietern müssen sich Fahrer von E-Auto und Co. zudem nicht selten beim Erreichen einer Ladesäule erst einmal neu registrieren, bevor sie Strom bekommen. Die bessere Lösung wäre ein einfaches und einheitliches Abrechnungsmodell.

Der ladenetz.de-Verbund: Ein Netzwerk für Ladestationen

ladenetz.de ist eines der größten Roaming-Netzwerke in Deutschland, an dem verschiedene lokale, nationale und internationale Netzbetreiber sowie Energieversorger teilnehmen. Mittlerweile kooperiert das Netzwerk bereits mit knapp 200 Stadtwerken, die allein bereits auf 3.000 Ladepunkte kommen. Aufgrund der Zusammenarbeit mit anderen Ladesäulen-Netzwerken eröffnet das Unternehmen seinen Kunden Zugang zu mehr als 40.000 Ladepunkten in Deutschland und Europa. Eigene Stromtankstellen unterhält ladenetz.de allerdings nicht. Zu den nationalen und internationalen Roaming-Partnern gehören unter anderem:

  • EnBW
  • EWE/SWB
  • Stromnetz Hamburg
  • NewMotion (national und international)
  • ElaadNL (international)
  • Blue Corner (international)
  • Vattenfall

Darüber hinaus bestehen unter anderem Kooperationen mit den folgenden Originalausrüstungsherstellern und Mobilitätsdienstleistern:

  • ChargeNow
  • Volkswagen Financial Services
  • DKV Euro Service
  • eeMobility
  • Thüga
  • ADAC

Wie funktioniert ladenetz.de?

Um die Ladestationen des Netzwerks nutzen zu können, müssen User einen Vertrag mit einem Anbieter abschließen, welcher zu ladenetz.de gehört. Im Anschluss können Verbraucher alle Ladepunkte nutzen, die zu dem Verbund gehören. Um die Abrechnung zwischen den verschiedenen Ladesäulenbetreibern kümmert sich der Roaming-Dienstleister.

Welche Zugangsmöglichkeiten die Partner des Verbunds ihren Kunden zur Verfügung stellen, entscheiden diese in Eigenregie. Als gängigste Variante gelten sogenannte Ladekarten. Dabei handelt es sich um RFID-Karten, anhand derer die Ladestation einen Nutzer identifizieren kann. Auch die App ladepay erfreut sich einer großen Beliebtheit, da sie einen bequemen Zugang zu den Ladestationen ermöglicht. Hier ist es lediglich notwendig, den am Ladepunkt angebrachten QR-Code zu scannen und in der App die gewünschten Einstellungen vorzunehmen. Die Abrechnung erfolgt in beiden Fällen stets durch den Partner von ladenetz.de, welcher ebenso die Konditionen selbst festlegt.

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