Die Anzahl der in Deutschland und Europa vorhandenen E-Tankstellen steigt von Tag zu Tag. Mittlerweile gibt es hierzulande bereits knapp 17.500 Ladepunkte. Bei etwas mehr als jeder zehnten Elektroauto-Ladestation handelt es sich um eine Schnellladestation. Da die Bundesregierung die Elektromobilität massiv fördert, können Halter von Elektroautos davon ausgehen, dass sich die Ladeinfrastruktur in den nächsten Jahren noch einmal erheblich verbessert.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was sind E-Tankstellen?
  3. Akku aufladen: So geht's
  4. Unterschiedliche Ladestationen
  5. Kosten
  6. Ladekarten
  7. Verwandte Themen
  8. Weiterführende Links

Das Wichtigste in Kürze

  • Öffentlich zugängliche E-Tankstellen ermöglichen es, den Akku eines Elektrofahrzeugs zu laden.
  • Nahegelegene Stromtankstellen lassen sich mittels Ladesäulenkarten im Internet oder per App finden.
  • Zugriff auf eine E-Ladesäule erhalten Sie in den meisten Fällen mit einer Ladekarte oder einer Lade-App.
  • Die Kosten für den Ladestrom variieren sehr stark zwischen den verschiedenen Ladesäulenbetreibern, was sich durch unterschiedliche Abrechnungsmodelle begründet.

Was sind E-Tankstellen?

Bisher lassen sich Elektrotankstellen insbesondere in Innenstädten finden. Die sogenannten Stromtankstellen bieten die Möglichkeit, den Akku eines Elektrofahrzeugs unterwegs aufzuladen. Während eine gewöhnliche Tankstelle Benzin verkauft, stellen E-Tankstellen Elektrizität bereit. Für gewöhnlich verfügen sie über mehrere Elektroladesäulen, was angesichts der oftmals relativ lang ausfallenden Ladezeit sinnvoll ist. Da es mit dem Combined Charge System seit einigen Jahren einen Standard für Stecker gibt, können Fahrer von Elektroautos prinzipiell alle neueren Ladestationen in Deutschland nutzen.

Wo finde ich die nächste E-Tankstelle?

Um den Standort der nächstgelegenen Stromtankstelle herauszufinden, stehen Haltern eines Elektroautos gleich mehrere Optionen zur Verfügung. So stellen etwa verschiedene Internetseiten Verzeichnisse beziehungsweise Karten mit E-Tankstellen zur Verfügung. Anlaufstellen sind unter anderem die Ladesäulenbetreiber und Autohersteller, aber ebenso Informationsportale oder Behörden wie die Bundesnetzagentur.

Darüber hinaus existieren bereits einige auf E-Autos ausgerichtete Navigationsgeräte, die ebenfalls die nächste Ladestation fürs Elektroauto anzeigen. Um stets alle Ladesäulen finden zu können, sollten Besitzer eines Elektroautos die Software des Gerätes in regelmäßigen Abständen aktualisieren.

Den Akku an E-Tankstellen aufladen: So funktioniert’s

Ein Elektroauto zu laden ist prinzipiell nicht viel anders als das Betanken eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor. Mittels eines Ladekabels wird das Auto mit der E-Ladesäule verbunden. Dieses Kabel gehört zur Grundausstattung eines jeden Elektroautos. Um E-Tankstellen nutzen zu können, ist in den meisten Fällen zudem entweder eine Ladekarte oder eine entsprechende App notwendig. Das Laden eines E-Autos funktioniert in wenigen Schritten:

  1. Anmeldung an der Ladestation: User müssen die Säule mit einer Ladekarte oder per App freischalten, um Zugriff auf die Stromtankstelle zu erhalten.
  2. Elektroauto mit dem Ladepunkt verbinden: Im nächsten Schritt schließen Sie das Ladekabel an das Elektroauto und die Ladesäule an.
  3. Elektroauto laden: Vom Start bis zum Ende des Ladevorganges verriegelt die Säule das Ladekabel.
  4. Ladevorgang beenden: Hat der Akku des Fahrzeugs ausreichend Strom erhalten, trennen Sie die Verbindung zwischen Ladekabel und Auto. Daraufhin entriegelt die Ladesäule das Kabel.
  5. Datenerfassung: Um eine Abrechnung erstellen zu können, erfassen E-Tankstellen sowohl die Kundendaten als auch die Menge des bereitgestellten Stroms sowie die Nutzungsdauer.
  6. Abrechnung: Die Stromtankstelle erstellt eine Übersicht mit allen relevanten Informationen zum Ladevorgang.

Welche Fahrzeuge können E-Tankstellen nutzen?

Grundsätzlich existieren sowohl Stromtankstellen für Elektroautos als auch solche für E-Bikes und E-Motorräder. Da die zu übertragende Energiemenge und infolgedessen auch die Anschlussleistung bei kleineren Elektrofahrzeugen sehr viel geringer ausfällt, eignen sich gewöhnliche Ladestationen für Elektroautos an dieser Stelle nicht. Allerdings tauchen in zahlreichen Städten bereits kombinierte Ladesäulen auf, die sich sowohl für E-Autos als auch für E-Bikes anbieten.

Ladestation fürs Elektroauto: Die Kosten variieren

Auch wenn es vereinzelt kostenlose Ladestationen gibt, verlangen die meisten Betreiber einer Stromtankstelle eine Bezahlung. Welche Kosten entstehen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen gibt es Unterschiede zwischen Normalladepunkten und Schnellladesäulen. Zum anderen unterscheiden sich die anfallenden Kosten von Anbieter zu Anbieter.

Da die Ladesäulenbetreiber mit verschiedenen Abrechnungsmodellen arbeiten, lassen sich allgemeine Aussagen zum finanziellen Aufwand nur schwer treffen. Bei einigen Anbietern bildet die Ladezeit die Grundlage für die Abrechnung, bei anderen Unternehmen hingegen die Lademenge. Darüber hinaus verlangen einige Betreiber eine monatliche Grundgebühr. Ebenso existieren Tarife mit einer festgelegten Pauschale.

Die Nutzung langsamer AC-Ladesäulen kostet entweder fünf bis zehn Cent je Minute, 25 bis 40 Cent je Kilowattstunde oder bis zu knapp zehn Euro pro Ladevorgang. An Schnellladepunkten fallen die Aufwendungen etwas höher aus. Hier sollten Elektroautobesitzer mit 25 bis 35 Cent je Minute beziehungsweise 35 bis 50 Cent je Kilowattstunde oder mit einer Gebühr von bis zu 15 Euro rechnen. Unabhängig von der konkreten Preisgestaltung sind die Kosten an Ladesäulen geringer als an einer gewöhnlichen Tankstelle.

Die verschiedenen Ladekarten für E-Tankstellen

Im Wesentlichen gibt es zwei verschiedenen Arten von Ladekarten. Manche der RFID-Karten gelten lediglich für das Ladenetz eines bestimmten Anbieters. Ist der Ladesäulenbetreiber Mitglied eines Roaming-Netzwerkes, können User mit der Karte auch die Ladestationen anderer Unternehmen nutzen. Um eine Ladekarte zu erhalten, müssen Sie sich beim gewünschten Anbieter registrieren. Dies geschieht innerhalb weniger Minuten über das Internet. Ob sich eher ein lokaler Energieversorger oder ein Roaming-Netzwerk anbietet, hängt vor allem davon ab, wie viel Sie fahren und wo Sie unterwegs sind.

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