Elektroauto Leasing

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Laut einer Umfrage von Statista konnten es sich 2019 mehr als 50 Prozent der befragten Personen grundsätzlich vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen. Wagen mit Elektroantrieb gelten als umweltfreundlich und wartungsarm. Doch trotz staatlicher Förderung rollen auf deutschen Straßen noch nicht allzu viele E-Autos. Es ist allerdings nicht zwangsläufig notwendig, eine hohe Einmalzahlung zu leisten. Mit dem Elektroauto-Leasing gibt es eine immer beliebter werdende Alternative.

Welche Vorteile hat das Leasing eines Elektroautos?

Ein Elektroauto zu leasen bringt verschiedene Vorteile mit sich. Im Allgemeinen haben Verbraucher dadurch die Option, alternative Antriebe zu nutzen, ohne große Summen investieren zu müssen. Da entsprechende Verträge nur eine begrenzte Laufzeit besitzen, gestaltet sich der Wechsel des Fahrzeugs relativ unkompliziert. Damit können Leasingnehmer stets ein E-Auto fahren, das auf dem neuesten Stand der Technik ist.

Zudem besteht ein geringeres Risiko, dass verschleißbedingte Mängel auftreten. Auch um den Wertverlust und einen eventuellen Wiederverkauf müssen sich Fahrzeughalter nicht sorgen. Gegenüber einem Wagen mit Verbrennungsmotor fällt der finanzielle Aufwand für den Betrieb und Unterhalt des Elektroautos zudem niedriger aus.

Wie funktioniert Leasing?

Beim Leasing handelt es sich um eine zeitweise Anmietung. Der Leasingnehmer erwirbt lediglich ein zeitlich begrenztes Nutzungsrecht, wofür er eine monatliche Rate entrichtet. Besitzer des Fahrzeugs bleibt der Leasinggeber. Wartung und Instandhaltung liegen jedoch in der Verantwortung des Fahrzeughalters, solange dieser das Elektroauto nutzt. Am Ende der Vertragslaufzeit kann sich der Leasingnehmer entscheiden, ob er den Vertrag verlängert, das E-Auto wieder abgibt oder es für den Restwert erwirbt.

Was ist besser: Elektroauto Leasing oder Finanzierung?

Leasing bietet sich vor allem für Unternehmen und Geschäftsleute an, da diese die monatliche Rate als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen können. Darüber hinaus entsteht ein guter Eindruck, wenn der Unternehmer beim Kunden mit einem aktuellen Automodell vorfährt. Allerdings kann es sich auch für Privatleute lohnen, ein E-Auto zu leasen, da die monatliche Belastung dann niedriger ausfällt als bei einem Kredit.

Die gängigste Alternative zum Leasing ist eine Finanzierung durch einen Autokredit. Der Vorteil hierbei ist, dass es weniger Einschränkungen gibt, da das Fahrzeug in den Besitz des Kreditnehmers übergeht. Weder gibt es eine vertraglich festgelegte Kilometerbegrenzung noch muss sich der Halter bei der Frage nach der Werkstatt für die Wartung an Vorgaben halten.

Welche Option sich eher eignet, bedingt der konkrete Einzelfall.

Elektroauto Leasing: Gibt es auch Nachteile?

Ein E-Auto zu leasen, bringt auch einige Nachteile mit sich. Zum einen ist der Vertrag nach Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist (14 Tage) nur sehr schwer vorzeitig kündbar. Zum anderen besteht bei einem Neuwagen für gewöhnlich die Verpflichtung, eine teure Vollkasko abzuschließen. Manche Anbieter verlangen zudem eine Batteriemiete.

Je nach Zustand des Elektroautos kann es außerdem passieren, dass bei der Rückgabe des Fahrzeugs eine Nachzahlung fällig wird. Besonders hoch fällt dieses Risiko bei sogenannten Restwert-Leasingverträgen aus. Hier schätzt ein Gutachter am Ende der Vertragslaufzeit, welchen Wert das Elektroauto noch hat. Unterschreitet der Zeitwert eine vertraglich festgelegte Summe, muss der Leasingnehmer die Differenz zahlen.

Ist eine Förderung auch beim Elektroauto Leasing möglich?

Das vom deutschen Staat in Kooperation mit den Autoherstellern aufgelegte Förderprogramm erstreckt sich nicht nur auf gekaufte Elektroautos, sondern ebenso auf geleaste Fahrzeuge. Normalerweise sind für reine Elektrofahrzeuge bis zu 6.000 Euro Förderung möglich und für Plug-in-Hybride bis zu 4.500 Euro. Im Juni 2020 hat der Gesetzgeber beschlossen, seinen Anteil bis Ende 2021 zu verdoppeln. Infolgedessen können Fahrzeughalter für ab dem 4. Juni zugelassene Elektroautos bis zu 9.000 Euro Fördermittel erhalten.

Mehr zur E-Auto Prämie

Tipps fürs Elektroauto Leasing

Beim Elektroauto Leasing gilt es einige Dinge zu beachten. Wer sich für ein E-Auto interessiert, sollte zunächst überprüfen, ob am Stellplatz des Fahrzeugs – also am Wohnort oder Arbeitsplatz – eine Steckdose oder Wallbox vorhanden ist. Andernfalls gestaltet sich das Laden des Akkus recht kompliziert. Darüber hinaus sind folgende Tipps nützlich:

  • Vertragsdokumente genau prüfen: In diesem Zusammenhang sind vor allem die Klauseln zur Kostenübernahme und Schuldanerkennung von Bedeutung. Eine wichtige Rolle spielt es zudem, ob eine Akku-Miete anfällt und in welchen Werkstätten die Wartung des Fahrzeugs erfolgen kann.
  • E-Auto gut pflegen: Bei der Rückgabe sollte das Fahrzeug einen seinem Alter entsprechenden Zustand aufweisen. Im Fall übermäßiger Abnutzung muss der Leasingnehmer für den Schaden aufkommen.
  • Rückgabe rechtzeitig planen: Wann der Halter das Fahrzeug zurückgeben muss, regelt der Leasing-Vertrag. Spätestens zwei Wochen vor der Rückgabe empfiehlt es sich, die Unterlagen noch einmal eingehend zu sichten, um das Fahrzeug gegebenenfalls in den geforderten Zustand zu bringen. Mitunter ist es hierzu notwendig, auf eine professionelle Aufbereitung zurückzugreifen.