Förderung von Elektroautos

Wer sich eine Förderung für ein Elektroauto sichern möchte, dem stehen gleich mehrere Optionen zur Auswahl. Der Gesetzgeber unterstützt nämlich sowohl den Kauf reiner Elektroautos als auch den Erwerb eines Plug-in-Hybriden. Allerdings fällt die Elektroauto-Förderung bei den verschiedenen Kraftfahrzeugen auch unterschiedlich hoch aus.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Die Unterschiede zwischen reinen Elektroautos und Plug-in-Hybriden
  3. Staatliche Förderung im Detail
  4. Steuervorteile von Elektroautos
  5. Förderung für Wallboxen und Ladestrom
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links

Das Wichtigste in Kürze

  • Die öffentliche Hand fördert reine Batterieelektrofahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge sowie Plug-in-Hybride, also Vehikel mit Elektroantrieb und Verbrennungsmotor.
  • Für reine Elektroautos sowie Fahrzeuge mit Brennstoffzelle erhalten Verbraucher 4.000 Euro Bonus, für Plug-in-Hybride 3.000 Euro.
  • Die Elektroauto-Förderung müssen Verbraucher beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragen.
  • Wer ein Elektroauto erwirbt und bis Ende 2020 anmeldet, zahlt zehn Jahre keine Kfz-Steuer.

Die Unterschiede zwischen reinen Elektroautos und Plug-in-Hybriden

Sowohl reine Elektroautos als auch Plug-in-Hybride gelten als Elektrofahrzeuge. Wenn der Antrieb des Fahrzeugs ausschließlich über einen elektrischen Motor erfolgt, handelt es sich um ein reines E-Auto. Statt Treibstoff benötigt es elektrische Energie, um sich fortzubewegen.

Plug-in-Hybride sind hingegen mit einem Elektroantrieb und einem herkömmlichen Verbrennungsmotor ausgestattet. Dieser kann den Akku mit Energie versorgen, wenn der Stromvorrat verbraucht ist. Da sie auch ohne aufgeladenen Akku auskommen, können Plug-in-Hybride größere Fahrstrecken bewältigen. Dies stellt ihren größten Vorteil gegenüber reinen Elektroautos dar. Als Nachteile der Hybrid-Modelle gelten die hohen Anschaffungskosten, das etwas höhere Gewicht der Fahrzeuge sowie die größere Freisetzung klimaschädlicher Emissionen.

Wie sieht die staatliche Förderung im Detail aus?

Bereits im Jahr 2009 verkündete die damalige Bundesregierung, dass bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sein sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, startete 2016 ein umfangreiches Förderprogramm. Ursprünglich sollte die Elektroauto-Förderung im Juni 2019 enden. Allerdings blieb die Nachfrage weit unter den Erwartungen. Bis Januar 2019 gingen noch nicht einmal 100.000 Anträge beim zuständigen Ministerium ein. Aus diesem Grund beschloss die Bundesregierung, die Laufzeit des Programms bis Ende 2020 zu verlängern.

Förderfähig sind alle in Paragraf 2 des Elektromobilitätsgesetzes genannte Vehikel. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hat eine entsprechende Liste aller förderfähigen Fahrzeuge veröffentlicht (abrufbar hier). Käufer eines reinen Batterieelektrofahrzeugs oder eines Brennstoffzellenfahrzeugs erhalten 4.000 Euro. Wer sich einen Plug-in-Hybriden anschafft, bekommt 3.000 Euro. Die Hälfte der Förderung für ein Elektroauto bezahlt der Staat selbst, die andere Hälfte die Autohersteller.

Voraussetzungen für die Prämie

Von der Förderung der Elektromobilität können sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften, eingetragene Vereine und kommunale Einrichtungen profitieren. Um den Förderbetrag zu erhalten, müssen jedoch drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Das Modell steht auf der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Außenkontrolle (BAFA) erstellten Liste förderfähiger Elektroautos und weist höchstens einen Netto-Listenpreis von 60.000 Euro für das Basismodell auf.
  2. Der Erwerb (unabhängig ob Kauf oder Leasing) und die Erstzulassung des Fahrzeugs fanden nach dem 18. Mai 2016 statt.
  3. Der Antragsteller muss das E-Auto im Inland zulassen und für eine Dauer von mindestens sechs Monaten angemeldet lassen.

Wie lässt sich die Förderung beantragen?

Für die Auszahlung der Prämie ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zuständig. Es handelt sich um ein zweistufiges Antragsverfahren. Zuerst muss der Besitzer des Fahrzeugs ein elektronisches Antragsformular ausfüllen und dieses zusammen mit dem Kauf- beziehungsweise Leasingvertrag im Upload-Bereich des Internetauftritts des BAFA hochladen. Dort sollte vermerkt sein, dass der Hersteller seinen Anteil an der Förderung ebenfalls geleistet hat. Nach der Prüfung stellt die Behörde einen Zuwendungsbescheid aus. Im zweiten Schritt muss der Antragssteller einen Verwendungsnachweis für das Elektrofahrzeug erbringen, also die Zulassungsdokumente (Teil I und Teil II) hochladen. Nach einer erneuten Prüfung zahlt der Bund seinen Anteil auf das Konto des Antragstellers.

Steuervorteile von Elektroautos

Da der Staat Elektroautos als in ökologischer Hinsicht vorteilhaft erachtet, unterstützt er den Erwerb nicht nur mit einer Prämie, sondern zusätzlich mit massiven Steuervergünstigungen. Wer ein E-Auto erwirbt und bis Ende 2020 zulässt, muss zehn Jahre lang keine Kfz-Steuern zahlen. Die gilt auch für Autos, die im entsprechenden Zeitraum zu reinen Elektrofahrzeugen umgerüstet wurden. Die Regelung schließt jedoch prinzipiell Hybridfahrzeuge aus, bei denen der Antrieb teilweise durch einen Verbrennungsmotor erfolgt.

Gibt es auch eine Förderung für Wallboxen und Ladestrom?

Für die Förderung von Wallboxen existiert keine bundeseinheitliche Regelung. Demzufolge unterscheiden sich die Fördermaßnahmen von Region zu Region. Besonders großzügig ist beispielsweise Nordrhein-Westfalen. Dort beläuft sich die Unterstützung für private Ladepunkte auf bis zu 1.000 Euro und die für öffentliche Wandladestationen sogar auf bis zu 5.000 Euro. Ein weiteres positives Beispiel ist die Stadt München, die für die Errichtung von Ladeinfrastruktur bis zu 6.000 Euro zahlt.

Eine direkte Förderung für Ladestrom bieten einige Stadtwerke. Diese belohnen ihre Kunden mit einer gewissen Anzahl an kostenlosen Kilowattstunden. Andere Anbieter haben sich dagegen für eine Geldprämie entschieden, die manchmal sogar vierstellig ausfällt. Es gibt jedoch noch eine weitere Möglichkeit, um kostenlos an Ladestrom zu kommen. Bereits seit 2017 bieten zahlreiche Unternehmen ihren Angestellten die Option, ihr Elektrofahrzeug kostenlos im Betrieb aufzuladen, was einen weiteren Steuervorteil (für die Unternehmen) darstellt.

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