Notarkosten beim Hauskauf berechnen

Dieser Rechner ermittelt, welche Notarkosten und Grundbuchkosten bei Ihrem Immobilienkauf anfallen – kostenlos und unverbindlich.

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Inhalt dieser Seite
  1. Notarkosten beim Wohnungs- und Hauskauf
  2. Bundesnotarordnung
  3. Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG)
  4. Ablauf eines Notartermins
  5. Notartermine vorbereiten
  6. Weitere Tätigkeiten des Notars beim Immobilienkauf
  7. Beispielrechnung

Notarkosten beim Wohnungs- und Hauskauf

Beim Haus- oder Wohnungskauf kommen zum eigentlichen Kaufpreis unterschiedliche Ausgaben hinzu, darunter die Notarkosten. Da der Weg zum Notar beim Erwerb einer Immobilie verpflichtend ist, sind die Notargebühren bei der Finanzierung unbedingt einzukalkulieren. Die Höhe dieser Gebühren richtet sich nach dem Kaufpreis. Zusätzlich beziehen Notare ein, welche Art von Tätigkeiten sie in der Sache erledigt haben und welche Aufwendungen sie dabei geltend machen. Mit dem Notargebühren-Rechner lässt sich ermitteln, welche Kosten beim Immobilienkauf zu erwarten sind.

Bundesnotarordnung

Die Gebühren für notarielle Aufgaben sind gesetzlich geregelt. Die Bundesnotarordnung schreibt in § 17 vor, dass Notare sich an diese Regelungen halten müssen. Sie können die Preise also nicht im Alleingang anpassen. Welche Kosten zu berechnen sind, schreibt wiederum das Gerichts- und Notarkostengesetz vor.

Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG)

Teil 2 des Kostenverzeichnisses im Gerichts- und Notarkostengesetz listet die Gebühren oder Gebührensätze für verschiedene Tätigkeiten auf. Sie richten sich laut § 34 GNotKG nach dem Geschäftswert. Die Anlage des GNotKG schreibt beispielsweise für eine Vollzugsgebühr einen Satz von 0,5 vor, für eine Betreuungsgebühr ebenfalls. Für die "Übermittlung von Anträgen, Erklärungen oder Unterlagen an ein Gericht, eine Behörde oder einen Dritten" werden zwanzig Euro fällig.

Dass die Notarkosten sich am Geschäftswert bemessen, kann beim Sparen helfen: Wer nur ein Grundstück erwirbt und dann erst baut, zahlt im Vergleich zu einem bebauten Grundstück weniger Notarkosten.

Ablauf eines Notartermins

Vertragsentwurf

Bei einer Immobiliensache erstellt der Notar zunächst einen Vertragsentwurf. Er benötigt dafür die Daten von Käufer, Verkäufer und der beteiligten Banken. Der Kaufpreis und der Verkaufstermin sind ebenfalls aufzunehmen.

Vertragsprüfung

Käufer wie Verkäufer sollten den Entwurf genau prüfen, am besten in Ruhe zu Hause. Zu prüfen sind auch beglaubigte Urkunden im Entwurf. Ergeben sich Fragen, sind diese mit dem Notar zu klären. Haben beide weder Fragen noch Einwände, vereinbaren sie einen Notartermin.

Notartermin

Käufer und Verkäufer unterschreiben den Vertrag über den Immobilienkauf. Der Notar hat die Aufgabe, diesen Vorgang zu beurkunden.

Grundschuldeintrag

Wird der Kauf per Darlehen finanziert, ist der Kreditgeber im Grundbuch einzutragen. Dies dient ihm als Sicherheit. Immobilienkäufer können die Eintragung der Grundschuld ins Grundbuch mit der Beurkundung des Kaufvertrages zusammenlegen. Auf diese Weise lassen sich die Kosten für einen Termin sparen.

Auflassungsvormerkung

Nach Vertragsunterzeichnung beantragt der Notar die Auflassungsvormerkung im Grundbuch. Damit zeigen Käufer und Verkäufer sich darüber einig, dass die Immobilie den Besitzer wechselt. Der Verkäufer kann sie nicht ein weiteres Mal verkaufen.

Vorkaufsverzichterklärung der Gemeinde

Der Notar holt bei der zuständigen Gemeinde die Vorkaufsverzichterklärung ein. Der Hintergrund: Gemeinden haben oft ein Vorkaufsrecht.

Veräußerungsanzeige

Mit der Meldung über den Kaufvertrag erfährt das Finanzamt vom Geschäft. Es kann dann die Grunderwerbsteuer geltend machen. Hat der Käufer die Steuer gezahlt, übersendet die Behörde eine Unbedenklichkeitsbescheinigung.

Zahlung

Der Notar überwacht, ob der Käufer den Kaufpreis zahlt.

Grundbucheintrag

Sind Kaufpreis und Grunderwerbsteuer bezahlt, veranlasst der Notar, dass der Erwerber als neuer Eigentümer ins Grundbuch eingetragen wird. Die Auflassungsvormerkung verschwindet damit aus dem Grundbuch.

Notartermine vorbereiten

Der Käufer kann selber für eine möglichst reibungslose Abwicklung sorgen. Zum Beispiel ist es wichtig, den Vertrag erst zu unterzeichnen, wenn eine schriftliche Finanzierungszusage der Bank vorliegt. Die Vertragsprüfung und das entsprechende Gespräch sind nur sinnvoll zu erledigen, wenn alle Unterlagen beisammen sind. Fehlen noch wichtige Dokumente, kann der Käufer womöglich Unklarheiten oder für ihn problematische Regelungen nicht rechtzeitig erkennen.

Weitere Tätigkeiten des Notars beim Immobilienkauf

Der Vertragsabschluss bei Immobiliengeschäften ist über den Notar zu erledigen. Ohne die Einschaltung eines Notars ist der Vertrag nicht rechtskräftig. Er fungiert als Vermittler zwischen den beiden am Kauf beteiligten Parteien. Dies kann verhindern, dass sie etwas unterschreiben, was sie gar nicht möchten. Deshalb gehen seine Aufgaben über die reine Beurkundung hinaus: Der Notar kann auch beratend tätig werden. Zusätzlich kann es notwendig sein, bestimmte Informationen festzuhalten, etwa Wege- oder Wohnrechte. Möglicherweise verwaltet der Notar zudem das Notaranderkonto mit den Zahlungen des Käufers. Der Verkäufer erhält das Geld erst, wenn er der Übertragung des Grundstücks zugestimmt hat und der Käufer als Eigentümer im Grundbuch steht. Die Verwaltung dieses treuhänderischen Kontos geht ebenfalls mit Gebühren einher.

Notarkosten – Eine Beispielrechnung

Bei einem Kaufpreis von 250.000 Euro, einer Grundschuld von 200.000 Euro und Nutzung eines Notaranderkontos können sich folgende Kosten ergeben:

Notargebühren Euro
Beurkundung des Kaufvertrags 1.070,00
Vollzug des Geschäfts 267,50
Sonstige betreuende Tätigkeit 267,50
Abwicklung über Anderkonto 535,00
Beurkundung der Grundschuld/Hypothek 435,00
Zwischensumme 2.575,00
zzgl. 19% MwSt. 489,25
Summe Notargebühren 3.064,25

Grundbuchgebühren Euro
Auflassungsvormerkung 267,50
Umschreibung Eigentümer 535,00
Eintragung Hypothek/Grundschuld 435,00
Summe Grundbuchkosten 1.237,50

Daraus ergibt sich eine Gesamtsumme von 4.301,75 Euro. (Mögliche weitere Kosten wie Schreibauslagen sind dabei nicht berücksichtigt.)

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