Studie: Autofahrer folgen Werkstatt-Empfehlung des Versicherers

02.03.2012 | 14:03

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Hamburg - Drei Viertel der deutschen Autofahrer sind nach einem Unfall grundsätzlich bereit, der Werkstatt-Empfehlung ihres Versicherers zu folgen. Selbst wenn die Werkstatt-Empfehlung von der Versicherung des Unfallgegners kommt, zeigen sich 35 Prozent der Befragten dafür offen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Management- und Organisationsberatung hnw consulting in Zusammenarbeit mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.

"Für Versicherer bietet diese Bereitschaft großes Einsparpotenzial, da die von ihren Klienten geschädigten Kfz-Halter ohne Steuerung höhere Schadennebenkosten erzeugen können", sagt Carsten Nyhuis, Partner bei hnw consulting. Dazu zählen Kosten für Anwälte, Mietwagen oder auch Schadenermittlungskosten. Folgen die Geschädigten der Empfehlung der gegnerischen Versicherung zu einer Partner-Werkstatt, können die Schadennebenkosten erheblich gesenkt werden. "Für Versicherer sollten Maßnahmen zur schnellen Kontaktaufnahme der von ihren Klienten geschädigten Fahrzeughalter deshalb oberste Priorität haben", erklärt Nyhuis.

Je jünger das Unfallfahrzeug desto größer ist die Bereitschaft, der Empfehlung des Versicherers zu folgen, wie die Studie zeigt. Bei Fahrzeugen, die bis zu einem Jahr alt sind, zeigten sich 80 Prozent der Eigentümer bereit, dem Vorschlag ihres Versicherers zu folgen. In den Spannen zwei bis fünf Jahre sowie sechs bis zehn Jahre waren es je 77 Prozent. Bei einem Pkw-Alter von elf bis zu 30 Jahren verringert sich der Anteil weiter auf 70 Prozent. Ausnahme vom Trend sind Oldtimer: Bei Besitzern von über 30 Jahre alten Autos liegt die Akzeptanz bei 88 Prozent.

16 Prozent der Befragten ohne werkstattgebundenen Tarif geben an, einen Werkstattservice ihres Versicherers schon einmal in Anspruch genommen zu haben. Weitere 63 Prozent können sich das vorstellen und nur 21 Prozent stehen dem ablehnend gegenüber. Als wesentliche Gründe für die Nutzung des Werkstattservices gaben die Fahrzeughalter zunächst Vertrauen (41 Prozent) und dann Qualität (37 Prozent) an. Eine Reduzierung von potenziellem Ärger (35 Prozent) sowie mögliche Zeitersparnis (27 Prozent) wurden als weitere Gründe benannt.