Berufshaftpflichtversicherung: Vergleich

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Die Berufshaftpflicht – Im Schadensfall abgesichert

Die Berufshaftpflichtversicherung, kurz Berufshaftpflicht, ist eine besondere Form der Haftpflichtversicherung. Verursacht man während der Ausübung seines Berufs einen Schaden, ist man wie im Privatrecht zum Schadensersatz verpflichtet. Da die klassische Privathaftpflicht solche Schäden jedoch aus dem Versicherungsschutz ausschließt, ist eine eigenständige Berufshaftpflichtversicherung notwendig. Häufig gibt es auch Kombi-Produkte aus beruflicher und privater Haftpflichtversicherung.

Leistungen der Berufshaftpflichtversicherung

Eine Berufshaftpflicht sollte für alle Gewerbetreibenden zu den Pflichtversicherungen gehören. Verursacht der Versicherte einen Sach- oder Personenschaden übernimmt die Versicherung die Kosten zur Beseitigung. Vermögensschäden müssen meist extra versichert werden. Auch eventuelle Schadensersatzzahlungen werden bis zur vereinbarten Deckungssumme übernommen.

Insbesondere Personen- oder Umweltschäden können schnell Forderungen von mehreren Millionen Euro eingehen. Aber auch bei Sachschäden können im gewerblichen Bereich schnell beträchtliche Summen zusammen kommen. Für Freiberufler und Selbstständige reichen oft schon geringere Beträge, um in finanzielle Not zu gelangen. Eine Berufshaftpflichtversicherung bietet schon für wenige Euro im Monat umfassenden Schutz.

Abgrenzung zur Betriebshaftpflichtversicherung

Mit den Begriffen Betriebshaftpflicht und Berufshaftpflicht werden häufig dieselben Produkte gemeint. Tatsächlich lassen sich die Produkte nicht immer eindeutig trennen. Doch wie die Namen schon sagen handelt es sich bei der einen um eine Haftpflicht für einen ganzen Betrieb und bei der anderen für einen einzigen Beruf. So ist eine spezielle Berufshaftpflicht für einige Gruppe sogar vorgeschrieben. Die Leistungen werden bei beiden Versicherungen auf die jeweiligen Tätigkeiten zugeschnitten und sind somit individuell gestaltbar.

Die Berufshaftpflichtversicherung je nach Beruf unterschiedlich

Einige Berufsgruppen, etwa Ärzte, Architekten, Rechtsanwälte und Steuerberater, sind einem besonders hohen Risiko ausgesetzt. Hier gilt es, den Einzelnen vor Schadensersatzzahlungen zu bewahren. Gerade aus den USA kommen immer wieder Meldungen über astronomisch hohe Schadensersatzforderungen. Auch wenn es in Deutschland in der Regel um geringere Summen geht, kann ein Schadensersatz den finanziellen Ruin bedeuten.

Deshalb erfolgt in einigen Berufen, etwa bei Anwälten, die Zulassung erst bei Vorlage einer entsprechenden Berufshaftpflichtversicherung. Dies liegt auch in der veränderten Einstellung des Verbrauchers gegenüber der Dienstleistung und am vorherrschenden Konkurrenzdruck. Unternehmer oder leitende Angestellte sehen sich manchmal geradezu gezwungen, Schadensersatz von Dienstleistern einzutreiben.

Berufshaftpflichtversicherung bei Ärzten

Die Berufsgruppe der Ärzte ist offensichtlich einem besonders hohen Risiko ausgesetzt. Während Fehler anderer Berufsgruppen meist „nur“ das Bankkonto belasten, können medizinische Fehler lebensgefährlich sein. Verstößt ein Arzt gegen seine Sorgfaltspflicht, so ist er dem Patienten zum Schadensersatz verpflichtet. Ärzte sind demnach gut beraten, wenn sie eine Berufshaftpflicht abschließen.

Nach der Bundesordnung der Landesärztekammer sind sie dazu auch verpflichtet. Für die Approbation oder eine vertragsärztliche Zulassung ist die Berufshaftpflicht zunächst keine Voraussetzung. Praktiziert der Arzt jedoch ohne Berufshaftpflichtversicherung, wird die Approbationsbehörde im Schadensfall berufsrechtliche Sanktionen oder Zwangsmaßnahmen gegen den Mediziner verhängen. Oft wird im Zusammenhang mit der Berufshaftpflicht auch die Vermögensschadenhaftpflicht genannt. Beispiel: Ein Gynäkologe muss Unterhaltszahlungen leisten, weil die Sterilisation fehlgeschlagen ist. Die Höhe der Beitragstarife richtet sich auch nach der Tätigkeit des Mediziners. So müssen Frauenärzte mit Geburtshilfe mit wesentlich höheren Jahresbeiträgen rechnen als ein nicht operierender Allgemeinarzt.

Vermögensschäden bei beratenden Berufen

Berufe mit einer beratenden Tätigkeit sollten stets über eine Vermögensschadenhaftpflicht abgesichert sein. In einigen Berufen, wie Rechtsanwälte oder Steuerberater, ist diese sogar vorgeschrieben. Die Versicherung leistet bei einem Vermögensschaden, also ein direkter finanzieller Schaden, nach beispielsweise einer falschen Beratung. Ein möglicher Schaden kann entstehen, wenn der Steuerberatur eine Frist zur Einreichung der Unterlagen versäumt und dem Kunden dadurch ein finanzieller Schaden entsteht. Der Kunde kann den Berater dann auf Schadensersatz verklagen. Die Berufshaftpflicht kümmer sich hier um die Abwicklung und übernimmt die Kosten. Die Versicherung kann in der Regel in Kombination mit der Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Wie die Berufshaftplicht den Architekten absichert

Auch Architekten, Ingenieure oder Gutachter gehen im Job ein besonders hohes Risiko ein. Schon kleine Fehler am Bau können sich am Ende dramatisch auswirken. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese bei der Planung, Objektüberwachung oder Begutachtung entstanden sind. Eine gute Berufshaftpflicht wird für Schäden leisten, die am Bauwerk und Grundstück entstanden sind, und zeitlich unbegrenzt nachhaften. Weiter sollte der Versicherungsschutz für Schlichtungs- und Schiedsgerichtsverfahren und auch für Umweltschäden nach dem Umweltschadensgesetz einstehen sowie Auslandsschäden weltweit abdecken.

Für den Architekten stellt die Berufshaftpflicht einen nicht unwesentlichen Kostenfaktor dar. Dennoch ist sie die einzige Möglichkeit, sich gegen die im Laufe der letzten Jahre stetig gestiegenen Klagen am Bau abzusichern.

Kosten der Berufshaftpflichtversicherung

Auf die Berechnung der Prämienhöhe für die berufliche Haftpflicht nehmen verschiedene Faktoren Einfluss: Dazu zählen die Deckungssumme (Versicherungssumme) sowie die Selbstbeteiligung. In der Regel werden die Versicherungssummen für Personenschäden, Sach- und Vermögensschäden in der Berufshaftpflicht jeweils getrennt vereinbart.

Die Risiken für einen Schadenfall haben natürlich ebenfalls einen Einfluss auf die Prämie. Die Versicherungsunternehmen führen deshalb teilweise eine sogenannte Risikoprüfung durch,  Auf Grund dieser sehr individuellen Betrachtungsweise, lassen sich die Kosten für Berufshaftpflichtversicherungen schwer verallgemeinern.

Die Versicherungssumme bestimmen

Die Höhe der Deckungssumme wird vom Versicherer durch den jeweiligen Beruf und die verschiedenen Risiken bestimmt. Vor dem Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung sollte genau geprüft werden, welche Deckungssumme benötigt wird, um eine Unterversicherung zu vermeiden. Teilweise wird bei der Berufshaftpflicht für bestimmte Gruppen eine Mindestdeckungssumme vorgeschrieben.

Berufshaftpflichtversicherung: Vergleich starten

Vor Abschluss der Berufshaftpflicht lohnt sich ein Vergleich der Versicherer. So gibt es oft große Unterschiede bei Kosten und Leistungen. Im Online-Rechner von Verivox wird die Versicherung außerdem genau auf die Wünsche des Verbrauchers angepasst. Dazu müssen die genaue Berufsbezeichnung sowie weitere Fragen zur Profession angegeben werden. So wird der optimale Versicherungsschutz der Berufshaftpflicht bestimmt. Am Ende müssen Sie nur noch den Online-Antrag ausfüllen und erhalten ein Angebot zur Berufshaftpflicht.

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