Energiemix

Wie viel Energie wird in Deutschland überhaupt verbraucht und wo kommt sie her? Um diese Fragen zu beantworten, muss zuerst der Unterschied zwischen „Endenergie“ und „Primärenergie“ geklärt werden. Mit Endenergie wird die Energie bezeichnet, die beim Endverbraucher ankommt und dort verwendet wird. Die Primärenergie umfasst zusätzlich noch die Energie, die notwendig ist, um die Endenergie herzustellen und zu verteilen. Je nach Energieträger und Art der Umwandlung kommt es hier zu mehr oder weniger großen Verlusten.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Primärenergieverbrauch ist leicht rückläufig
  3. Wie sich der Energieverbrauch aufteilt
  4. Fossile Energieträger stellen den größten Teil des Energiemix
  5. Strommix in Deutschland: Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch
  6. Bruttostromerzeugung in Deutschland 2020
  7. Verwandte Themen
  8. Weiterführende Links
  9. Jetzt Stromtarif sichern

Das Wichtigste in Kürze

  • Insgesamt wurden im Jahr 2020 in Deutschland 11.784 Petajoule (PJ) an Primärenergie verbraucht.
  • Nur etwa zwei Drittel des Primärenergieverbrauchs werden als Endenergie verbraucht.
  • Obwohl in Deutschland immer mehr Erneuerbare Energien genutzt werden, tragen fossile Rohstoffe nach wie vor den größten Teil zum Energiemix bei.

Primärenergieverbrauch ist leicht rückläufig

Insgesamt wurden im Jahr 2020 in Deutschland 11.784 Petajoule (PJ) an Primärenergie verbraucht. Das entspricht etwa 3.273 Milliarden Kilowattstunden. Der Verbrauch ist bereits seit 1990 rückläufig (14.905 PJ), doch im Jahr 2020 lagen besondere Umstände vor. Die Höhe des Primärenergieverbrauchs in Deutschland ist vor allem von zwei Faktoren abhängig: Der Wirtschaftsleistung und der Witterung. Dies wird beispielsweise am Jahr 2009 deutlich – die damalige Wirtschaftskrise drückte den Primärenergieverbrauch auf 13.428 PJ. Im Jahr 2010 stieg mit dem Anziehen der Konjunktur auch der Verbrauch auf 14.121 PJ an. In den Folgejahren fiel er aufgrund des milden Winters wieder niedriger aus. Im Jahr 2020 lag der Primärenergieverbrauch wegen der schwächeren Konjunktur im Zuge der Corona-Pandemie und den im Durchschnitt milden Temperaturen so niedrig wie seit dem Beginn der 1970er Jahre nicht mehr.

Wie sich der Energieverbrauch aufteilt

Nur etwa zwei Drittel des Primärenergieverbrauchs werden als Endenergie verbraucht. Das restliche Drittel geht in erster Linie durch Umwandlungsverluste verloren. Die letztendlich verbrauchte Endenergie teilt sich zu ungefähr gleichen Teilen zwischen Industrie, Verkehr und Haushalten auf. Ein kleinerer Teil (15 Prozent) wird vom Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen verbraucht.

Fossile Energieträger stellen den größten Teil des Energiemix

Obwohl in Deutschland immer mehr Erneuerbare Energien genutzt werden, tragen fossile Rohstoffe nach wie vor den größten Teil zum Energiemix bei: Im Jahr 2020 stammte der Primärenergieverbrauch in Deutschland aus Mineralöl (33,7 Prozent), Erdgas (26,6 Prozent), Braunkohle (8,1 Prozent) und Steinkohle (7,7 Prozent). Durch die Energiewende ist der Anteil der Kernkraft auf 6 Prozent zurückgegangen, aus Erneuerbaren Energien stammen 16,6 Prozent des Energiemix.

Strommix in Deutschland: Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch

Strom wird aus ganz unterschiedlichen Energiequellen erzeugt. Bis zum Jahr 2020 sollte der Anteil der Erneuerbaren Energien in der Erzeugung auf 30 Prozent gesteigert werden, dieses Ziel wurde bereits übertroffen. Im Jahr 2016 kletterte dieser Wert schon auf 29 Prozent, im Jahr 2020 waren es knapp 44 Prozent. Wird nur der Stromverbrauch berücksichtigt, machte Ökostrom bereits über die Hälfte aus. Der Strommix in Deutschland (Bruttostromerzeugung) setzte sich im Jahr 2020 folgendermaßen zusammen (Quelle: AG Enerbilanzen e.V.):

Bruttostromerzeugung in Deutschland 2020

Energieträger
Anteil
Kohle 23,7%
Atomenergie 11,3%
Erneuerbare Energien 43,9%
Erdgas 16,1%
Sonstige (Öl etc.) 5,3%

Jetzt Stromtarif sichern

Preisgarantie Siegel

Sicherheit durch Preisgarantie
Die Preise am Markt steigen. Achten Sie daher bei Ihrem Wechsel auf die Preisgarantien des jeweiligen Tarifs. So können Sie sich bis zu 24 Monate Preisgarantie sichern und müssen sich keine Sorgen um eine Preiserhöhung machen.

Stromvergleich
  • Sicherheit durch Preisgarantie

    Die Preise am Markt steigen. Achten Sie daher bei Ihrem Wechsel auf die Preisgarantien des jeweiligen Tarifs. So können Sie sich bis zu 24 Monate Preisgarantie sichern und müssen sich keine Sorgen um eine Preiserhöhung machen.

  • Flexible Vertragslaufzeiten

  • Schnell und sicher wechseln