Bundesrat stimmt für beschleunigten Ausbau neuer Stromtrassen

15.02.2021 | 09:27

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Neue Stromtrassen in Deutschland sollen schneller gebaut werden können. Zwei Wochen nach dem Bundestag stimmte am Freitag auch der Bundesrat einem entsprechenden Gesetz zu. Damit sollen oft langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden.

Ein neuer Bundesbedarfsplan enthält unter anderem 35 neue Vorhaben - etwa einen neuen Gleichstrom-Korridor von Schleswig-Holstein ins Ruhrgebiet. Durch den Bau von Tausenden Kilometern Leitung soll der vor allem im Norddeutschland produzierte Windstrom in industrielle Zentren und in den Süden der Republik kommen.

Ausbauvorhaben kostet über 70 Milliarden Euro

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erklärte, mit der Verabschiedung des Bundesbedarfsplangesetzes durch den Bundesrat, sei der Weg frei für den weiteren Ausbau des Stromübertragungsnetzes in Deutschland. «Die schrittweise Abschaltung der Kohlekraftwerke und der verbleibenden Kernkraftwerke machen es erforderlich, Strom zunehmend über weite Strecken zu transportieren.» Im Bundesbedarfsplangesetz würden die Netzausbauvorhaben festgelegt, für die es vordringlichen Bedarf gebe. «Engpässe im Stromübertragungsnetz können so beseitigt werden. Damit ist der Netzausbau, ein Schlüsselelement für eine erfolgreiche Energiewende

Für die Realisierung der neu in den Bundesbedarfsplan aufgenommenen Netzausbauvorhaben werden laut Gesetz schätzungsweise Kosten in Höhe von rund 17,3 Milliarden Euro über einen mehrjährigen Zeitraum entstehen.

Das geschätzte Investitionsvolumen für den gesamten Netzausbau liegt den Angaben zufolge zwischen 72 und 76,5 Milliarden Euro. In dieser Summe seien auch die Investitionen für Maßnahmen enthalten, für die bereits ein Planfeststellungsverfahren eröffnet wurde oder in Kürze eröffnet wird, die bereits planfestgestellt oder im Bau sind. Die Investitionen fielen über die Jahre verteilt an.