Apple Pay: Welche Banken gute Konten und Kreditkarten bieten

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Das Wichtigste in Kürze

  • Um mit Ihrem iPhone oder Ihrer Apple Watch zu bezahlen, benötigen Sie Apple Pay. Die Payment-Apps der Sparkasse und der Volksbanken sind für das iPhone nicht verfügbar.
  • Nicht alle Banken in Deutschland nehmen an Apple Pay teil. Eine Liste der teilnehmenden Banken finden Sie weiter unten in diesem Artikel.
  • iPhone-Nutzer sollten bei der Kontoauswahl neben Apple Pay auch auf die Konditionen achten.
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+++ Dieser Ratgeber wird regelmäßig aktualisiert. Die folgenden Informationen sowie sämtliche genannten Konditionen geben den aktuellen Stand am 15. Oktober 2019 wieder. Spätere Entwicklungen sind noch nicht berücksichtigt. +++

In Deutschland fristete das mobile Bezahlen lange ein Nischendasein. Doch spätestens mit dem Deutschlandstart von Apple Pay am 11. Dezember 2018 hat das Thema Mobile Payment auch hierzulande Fahrt aufgenommen. Für iPhone-Besitzer ist Apple Pay bislang die einzige Möglichkeit, im stationären Einzelhandel fast überall mobil mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir verraten, welche Banken bereits an Apple Pay teilnehmen und worauf Sie bei der Anbieterwahl achten sollten.

Auf Apples Endgeräten funktioniert nur Apple Pay

Schon vor der Einführung von Apple Pay gingen im Laufe des letzten Jahres Googles mobiler Bezahldienst Google Pay sowie die jeweils eigenen Mobile-Payment-Apps der Volksbanken und Sparkassen an den Start. Sie alle haben aber eines gemeinsam: Sie lassen sich ausschließlich mit einem Android-Smartphone nutzen. Um mit dem iPhone oder der Apple Watch mobil zu bezahlen, ist Apple Pay unverzichtbar. Denn Apple gibt die NFC-Schnittstelle seiner Smartphones, die das kontaktlose Bezahlen ermöglicht, bislang nicht für fremde Bezahldienste frei.

Liste der Banken mit Apple Pay

Doch auch nicht alle iPhone-Nutzer können Apples mobilen Bezahldienst nutzen. Die Liste der teilnehmenden Banken wächst zwar, doch noch immer fehlen mehrere Kreditinstitute mit großen Kundenstämmen. Bislang unterstützen in Deutschland die folgenden Banken und Finanzdienstleister Apple Pay:

  • Allianz Pay & Protect
  • American Express
  • boon.
  • bung
  • comdirect
  • Consorsbank
  • Consors Finanz
  • Crosscard
  • Deutsche Bank
  • DKB
  • fidor Bank
  • Fleetmoney
  • Hanseatic Bank
  • HypoVereinsbank / UniCredit Bank AG
  • ING
  • Klarna Bank
  • Lufthansa Miles & More
  • Monese
  • N26
  • netbank
  • o2 Banking
  • Revolut
  • Ticket Restaurant Edenred
  • Viabuy
  • VIMpay

Bei Sparkassen und Volksbanken soll Apple Pay noch 2019 starten

Für Kunden der Sparkassen sowie der Volks- und Raiffeisenbanken ist Apple Pay also noch nicht verfügbar. Allerdings hat die für den Bezahldienst zuständige Apple-Managerin Jennifer Bailey gegenüber der Deutschen Presseagentur (DPA) angekündigt, das Apple Pay noch in diesem Jahr bei den Sparkassen und Genossenschaftsbanken an den Start gehen wird. Sowohl die Sparkassen-Finanzgruppe als auch der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken haben diese Ankündigung bestätigt. Zum Auftakt werden die Kunden nur Kredit- oder Debitkarten hinterlegen können, später solle aber auch die beliebte Girocard (früher: EC-Karte) folgen.

Auch Kunden anderer großer Geldhäuser wie der Commerzbank oder der Targobank müssen bislang noch auf Apples Bezahldienst verzichten.

Bei der Wahl der Bank nicht nur auf Apple Pay achten

Wenn Ihre Bank Apple Pay noch nicht anbietet, müssen Sie entweder warten, bis auch Ihr Geldinstitut den Service unterstützt, oder Sie eröffnen ein Konto bei einer der teilnehmenden Banken. Achten Sie dabei aber nicht nur auf Apple Pay. Auch die übrigen Konditionen, die die Banken Ihnen bieten, sind entscheidend.

People Component Oliver Maier

Oliver Maier

Geschäftsführer Verivox Finanzvergleich GmbH

Bei der Auswahl des neuen Kontos sollten Bankkunden nicht nur auf Apple Pay achten. Auch die übrigen Konditionen sind wichtig. Achten Sie auf geringe Kosten und ein dichtes Automatennetz.

Legen Sie Wert auf die persönliche Beratung in einer Filiale? Dann scheiden reine Direkt- und Smartphone-Banken aus. Letztere sind hingegen dann besonders attraktiv, wenn es Ihnen vor allem auf möglichst geringe Kosten ankommt. Bei den meisten Direktbanken zahlen Sie keine Kontogebühren. Die Kreditkarte ist häufig ebenfalls kostenfrei.

Ratgeber Kontoeröffnung: Wie Sie ein gutes Konto finden und eröffnen

Über die Kosten hinaus können noch weitere Faktoren bei der Auswahl der neuen Bank wichtig sein. Falls Sie gelegentlich den Dispokredit in Anspruch nehmen, sollten Sie bei der Auswahl auch die dafür anfallenden Zinsen im Blick haben. Wer im Alltag häufig mit Bargeld zahlt, profitiert außerdem von einem möglichst dichten Geldautomatennetz. Unser Tipp: Auch an vielen Supermarkt- und Tankstellenkassen können Sie kostenfrei Bargeld abheben – ganz egal, bei welcher Bank Sie Ihr Konto haben. Je nach Händler sind kostenlose Barabhebungen meist ab 10 oder 20 Euro Einkaufswert möglich.

Wenn Sie Ihr bisheriges Konto aufgeben und mit Ihrem Gehaltskonto zu einer Bank mit Apple Pay wechseln wollen, sollten Sie außerdem darauf achten, dass die neue Bank einen digitalen Kontowechselservice anbietet. Dann können Sie sich einfach online ihre Zahlungspartner der letzten 13 Monate anzeigen lassen und diese auch gleich über ihre neue Bankverbindung informieren. Das macht den Kontowechsel viel einfacher und komfortabler.

Ratgeber Kontowechsel: Leichterer Umstieg dank digitalem Kontowechselservice

Drei Banken mit Apple Pay im Vergleich

Um zu verdeutlichen, wie sehr sich die Kontomodelle je nach Art der Bank unterscheiden, stellen wir in der folgenden Tabelle beispielhaft die Konditionen einer Filialbank (HypoVereinsbank), einer Direktbank (ING) und einer Smartphonebank (N26) gegenüber. Alle drei Geldhäuser unterstützen Apple Pay.

Bank Art der Bank Kostenfreie Kontoführung Kostenfreie Kreditkarte Persönliche Beratung in Filialen Dispozinssatz
HypoVereinsbank Filialbank nein nein ja 10,63 % Zum Angebot
ING Direktbank ja ja (Visa) nein 6,99 % Zum Angebot
N26 Smartphonebank ja ja (Mastercard) nein 8,9 % Zum Angebot

Bezahlen mit Apple Pay nicht ohne Kreditkarte möglich

Wer Apple Pay nutzen möchte, kommt an einer Kreditkarte bislang noch nicht vorbei. Derzeit funktioniert der Service noch nicht zusammen mit der Girocard. "Wir befürworten eine Integration der Girocard, dazu muss aber noch Arbeit erledigt werden, auch beim Konsortium der Girocard", sagte Apple-Managerin Bailey der DPA. Unterstützt werden aktuell die Kreditkarten von Mastercard, Maestro, Visa und American Express – allerdings nur, wenn die ausgebende Bank an Apple Pay teilnimmt.

Ebenso wie bei vielen anderen Direktbanken gibt es die Visa- beziehungsweise die Mastercard bei comdirect und N26 kostenfrei. Damit auch die Kunden der Deutschen Bank Apple Pay ohne zusätzliche Kosten nutzen können, stellt die Bank auf Wunsch eine virtuelle Mastercard aus. Mit ihr können Kunden der Bank ebenfalls weltweit mit Apple Pay bezahlen. Die virtuelle Kreditkarte kann kostenlos über die App der Deutschen Bank bestellt werden.

Apple Pay auch ohne neues Konto nutzen

Auch wer die Eröffnung eines neuen Girokontos scheut, muss nicht zwangsläufig auf Apple Pay verzichten. Die Hanseatic Bank nimmt an Apples Bezahldienst teil und hat eine Visa-Kreditkarte im Angebot, für die kein Kontowechsel nötig ist. Ihr gewohntes Girokonto dient als Referenzkonto, von dem die Umsätze abgebucht werden. Die Kreditkarte bietet bis zu 2.500 Euro Verfügungsrahmen und kostet keine Jahresgebühren.

Zum Angebot der Hanseatic Bank

Wie Sie mit Apple Pay bezahlen können

Einmal eingerichtet können Sie Apple Pay mit Ihrem iPhone oder der Apple Watch in allen Geschäften nutzen, in denen kontaktloses Bezahlen via NFC möglich ist. Ihnen als Endverbraucher entstehen dafür keine zusätzlichen Kosten. Es gelten die normalen Konditionen der hinterlegten Kreditkarte. Mit iPhone, iPad oder Mac können Sie Apple Pay darüber hinaus fürs Online Shopping nutzen, sofern Sie Apples hauseigenen Safari-Browser verwenden. In-App-Käufe lassen sich ebenfalls mit Apple Pay bezahlen, sofern die Apps den Bezahldienst unterstützen.