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Wärmepumpe oder Gasheizung: Was ist besser?

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Wärmepumpe oder Gasheizung? Diese Frage haben sich in den letzten Jahren viele Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer gestellt. Das neue Heizungsgesetz der Ampelkoalition hat die bisherigen Bestimmungen gehörig auf den Kopf gestellt. Ob sich der Einbau einer neuen Gasheizung noch lohnt oder ob Sie lieber auf eine moderne Wärmepumpe setzen sollten, veranschaulicht der nachfolgende Ratgeber.

Das Wichtigste in Kürze

  • Während Gasheizungen auf fossile Brennstoffe angewiesen sind, greifen Wärmepumpen auf Umweltenergie zurück, um Wärme zu erzeugen.
  • Aufgrund des neuen Heizungsgesetzes dürfen in Neubaugebieten seit 2024 nur noch Heizungssysteme installiert werden, die mindestens zu 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen.
  • Perspektivisch empfiehlt es sich, eher auf eine Wärmepumpe als auf eine Gasheizung zu setzen.

Wärmepumpen als Heizsystem immer häufiger verwendet

Deutschland hat es sich zum Ziel gesetzt, bis spätestens 2045 klimaneutral zu sein. Einen Schwerpunkt ihrer Bemühungen legt die Bundesregierung auf Heizungen in Gebäuden. Wärmepumpen gelten dabei als wichtiger Schlüsselfaktor zum Erreichen der Klimaziele. Mithilfe umfangreicher Fördermaßnahmen hat der Bund dafür gesorgt, dass 2022 in rund 57 Prozent der Neubauten Wärmepumpen als Heizenergiequelle Verwendung finden. Im Jahr 2000 lag der Anteil noch bei nicht einmal einem Prozent.

Wärmepumpe und Gasheizung: Gänzlich unterschiedliche Funktionsweisen

Aus technischer Sicht basieren Wärmepumpen und Gasheizungen auf komplett unterschiedlichen Prinzipien. Erstere nutzt die Umweltenergie der Außenluft, des Erdreichs oder des Grundwassers, um Wärmeenergie zu erzeugen. Eine Gasheizung produziert dagegen Wärme durch die Verbrennung von Erdgas, Flüssiggas oder Biogas. Meist handelt es sich jedoch um fossilen Brennstoff. Nachfolgend soll kurz erläutert werden wie die Wärmepumpe und die Gasheizung im Detail funktionieren:

  • Eine Wärmepumpe ist mit einem Kältemittelkreislauf ausgestattet. Die Kälteflüssigkeit nimmt die Umweltwärme auf, verdampft und wird mithilfe eines Kompressors verdichtet. Durch den Verdichtungsprozess steigt ihr Temperaturniveau. Über einen nachgeschalteten Wärmetauscher wird die thermische Energie in den Heizkreislauf eingespeist. Die Umwandlung erfolgt unter Einsatz elektrischen Stroms.
  • Eine Gasheizung ist eine klassische Verbrennungsheizung. Das Gas wird in einem Heizungskessel verbrannt. Im Zuge des Verbrennungsprozesses entsteht Wärme, die über einen Wärmetauscher an das Heizungswasser abgegeben wird. Moderne Gasheizungen nutzen sogar die Kondensationswärme der Abgase, wodurch sie einen deutlich besseren Wirkungsgrad als alte Geräte aufweisen.

Wärmepumpe vs. Gasheizung: Kosten, Effizienz und Co. im direkten Vergleich

Wärmepumpe und Gasheizung haben sowohl Vorteile als auch Nachteile. Wärmepumpen sind umweltfreundlicher, doch mit vergleichsweise hohen Anschaffungskosten verbunden. Eine Gasheizung leistet zuverlässige Dienste und kostet deutlich weniger, hat dafür aber eine schlechtere Klimabilanz. Die nachfolgende Übersicht veranschaulicht die wesentlichen Vor- und Nachteile beider Heizsysteme:

Wärmepumpe

Vorteile

  • Lange Lebensdauer
  • Arbeitet sehr energieeffizient
  • Wirkt sich wertsteigernd auf Immobilie aus
  • Umweltfreundlich, da keine Emissionen im Betrieb entstehen
  • Keine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen
  • Wartungsarm
  • Staatliche Förderung verfügbar
  • In Kombination mit anderen erneuerbaren Energien nutzbar

Nachteile

  • Höhere Anschaffungskosten als für Gasheizung (gilt vor allem für Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen)
  • Je nach Art der Wärmepumpe wohlmöglich Genehmigung erforderlich
  • Betriebskosten vom Strompreis abhängig
  • Nur mit guter Wärmedämmung wirklich effizient

Gasheizung

Vorteile

  • Kostengünstig in Anschaffung
  • Sehr zuverlässig
  • Hohe Effizienz bei Gasheizungen mit Brennwerttechnik

Nachteile

  • Gasleitung benötigt
  • Kein klimaneutrales Heizsystem
  • Gaspreise unterliegen starken Schwankungen
  • Klassische Gasheizungen haben langfristig ausgedient

Kostenvergleich von Wärmepumpe und Gasheizung

Geht es im Vergleich "Wärmepumpe vs. Gasheizung” um die Kosten, schneidet die klassische Heizung zunächst besser ab. Im Durchschnitt kostet eine neue Gasheizung rund 6.000 bis 8.000 Euro, wohingegen die Anschaffungskosten für Wärmepumpen eher zwischen 15.000 und 35.000 Euro liegen. Von den verschiedenen Wärmepumpen fallen Luft-Wärmepumpen am günstigsten aus, da hier keine aufwendigen Umfeldmaßnahmen erforderlich sind. Allerdings lassen sich die hohen Investitionskosten durch Förderungen deutlich senken.

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Im Kostenvergleich zwischen Wärmepumpe und Gasheizung müssen aber ebenso die Betriebskosten berücksichtigt werden. Aktuell liegt der Preis für eine Kilowattstunde Erdgas bei rund 9 Cent (Stand: September 2023). Für eine Kilowattstunde Strom – im Wärmepumpen-Tarif – werden dagegen rund 25 Cent (Stand: September 2023) fällig. Wenn der Wärmebedarf eines Haushalts beispielsweise bei 20.000 Kilowattstunden liegt, fallen die Betriebskosten wie folgt aus:

  • Gasheizung: 1.800 Euro
  • Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl von 4,0: 1.250 Euro
  • Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl von 2,7: circa 1.850 Euro

Ausgehend vom aktuellen Preisniveau an den Energiemärkten fallen die Betriebskosten einer modernen Wärmepumpe deutlich niedriger aus als die einer Gasheizung. Weniger effiziente Geräte liegen etwa gleichauf mit der Verbrennungsheizung.

Besonderer Hinweis

Um zu berechnen, wie viel Strom eine Wärmepumpe benötigt, muss der Bedarf an Wärmeenergie durch die Jahresarbeitszahl des Geräts geteilt werden. Diese gibt an, wie effizient die Wärmepumpe arbeitet.

Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit

Moderne Gasheizungen mit Brennwerttechnik nutzen auch die Wärmeenergie der Abgase, wodurch sie auf einen Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent kommen. Da Wärmepumpen den Großteil der Energie aus der Umwelt ziehen, weisen die Heizsysteme einen Wirkungsgrad von 300 bis 500 Prozent aus – arbeiten also noch einmal deutlich energieeffizienter.

Gasheizungen emittieren zwar weniger CO2 als Ölheizungen, erzeugen aber dennoch Emissionen. Im Vergleich zwischen Wärmepumpe und Gasheizung stellt die Pumpe daher ganz klar die umweltfreundlichere Option dar. Lediglich der zum Betrieb benötigte Strom wirkt sich unter Umständen negativ auf die Umweltbilanz aus. Mit einem perspektivisch immer grüneren Strommix verbessert sich die ohnehin schon gute Bilanz der Wärmepumpen aber weiter. Wird zu 100 Prozent Ökostrom genutzt, arbeitet das Gerät sogar CO2-neutral.

Förderprogramme für Wärmepumpe und Gasheizung

Staatliche Förderungen haben großen Einfluss darauf, ob sich eher eine Wärmepumpe oder Gasheizung lohnt. Letztere werden nicht mehr staatlich gefördert. Wenn Sie sich jedoch eine Wärmepumpe anschaffen, haben Sie die Möglichkeit, von BAFA-Fördermitteln zu profitieren.

Bis Ende 2023 konnten über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten zurückerstattet werden. Seit Anfang 2024 gelten neue Bestimmungen, durch die der Spitzenfördersatz auf 80 Prozent gestiegen ist (30 Prozent Basisfördersatz + 30 Prozent Förderung für einkommensschwache Haushalte + 20 Prozent Geschwindigkeitsbonus). Das lässt sich definitiv als Argument für die Wärmepumpe werten.

Bauliche Voraussetzungen

Ob sich eine Wärmepumpe oder Gasheizung ohne hohe Zusatzkosten realisieren lässt, hängt auch von den baulichen Voraussetzungen ab. Bei Neubauten kann das Heizsystem in der Planung berücksichtigt werden. Daher besitzt dieser Umstand vor allem für Bestandsimmobilien Relevanz. Doch wann ist es sinnvoll auf eine Gasheizung oder Wärmepumpe im Altbau zu setzen? Letztere lässt sich hier nur effizient betreiben, wenn die Heizungsmodernisierung mit einer energetischen Sanierung einhergeht. Wärmepumpen sind nicht für hohe Vorlauftemperaturen ausgelegt und daher vorrangig für gut gedämmte Immobilien geeignet. Die wichtigste Voraussetzung für eine Gasheizung stellt ein Gasanschluss dar.

Zukunftssicherheit: Die Gasheizung ist ein Auslaufmodell

Am 8. September 2023 hat das viel diskutierte Gebäudeenergiegesetz (GEG) – auch als Heizungsgesetz bezeichnet – nach einem langen Hin und Her den Bundestag passiert. Das Gesetz sieht vor, dass fortan in Neubaugebieten installierte Heizungen die Wärme zu mindestens 65 Prozent aus regenerativen Quellen erzeugen müssen.

Obwohl ein generelles Verbot von Gasheizungen (und Ölheizungen) ebenso wenig in den Gesetzestext integriert wurde wie eine Verpflichtung zur Wärmepumpe, läutet das GEG das langfristige Ende der Gasheizung ein. Unter bestimmten Bedingungen ist es vorerst zwar weiterhin möglich, Gasheizungen installieren zu lassen. Langfristig sollen jedoch nur noch erneuerbare Quellen verwendet werden.

Wärmepumpe und Gasheizung als Hybrid-Variante: Lohnt sich das?

Grundsätzlich lässt sich eine Wärmepumpe auch mit einer Gasheizung kombinieren. Diese Lösung bietet sich vor allem für sehr alte Gebäude an, in denen eine Wärmepumpe nicht ausreicht. Die Gasheizung fungiert in diesem Fall als Reserve für kalte Tage. Schon eine solche Hybridheizung trägt dazu bei, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Wärmepumpe und Gasheizung als einen Hybriden umzusetzen, erweist sich aufgrund der doppelten Anschaffungs- und Wartungskosten jedoch als recht kostspielig.

Besonderer Hinweis

Es ist ebenso möglich, eine Wärmepumpe oder Gas mit Solarthermie zu verknüpfen. Auch hier sorgt die zweite Heizungsanlage für Effizienzgewinne und Kosteneinsparungen.

Häufig gestellte Fragen

Eine Wärmepumpe ist vor allem in gut gedämmten Neubauten sinnvoll, kann aber ebenso in Altbauten verwendet werden. Allerdings sollte dann parallel zur Heizungsmodernisierung auch eine energetische Optimierung erfolgen.

Beim aktuellen Preisniveau fallen die Betriebskosten mit einer modernen Wärmepumpe – beispielsweise mit einer Jahresarbeitszahl von 4,0 – deutlich niedriger aus als die von Gasheizungen. Tendenziell ist zudem mit steigenden Gaspreisen zu rechnen, da die CO2-Abgaben angehoben werden. Wenn Sie Ihre Wärmepumpe oder Gas mit Solarthermie kombinieren, lassen sich die Betriebskosten in beiden Fällen senken.

Eine Wärmepumpe kostet in der Regel zwischen 15.000 und 35.000 Euro. Bei einer Gasheizung liegen die Anschaffungskosten lediglich bei 6.000 bis 8.000 Euro. Aufgrund niedrigerer Betriebskosten amortisieren sich Wärmepumpen jedoch mit der Zeit.