Deutschlands größte Direktbank ING weiter auf Wachstumskurs

06.02.2020 | 02:59

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Die Direktbank ING hat Geschäftszahlen für 2019 vorgelegt. Wie Vorstandschef Nick Jue in Frankfurt mitteilte, legte der Vorsteuergewinn im Jahresvergleich um zwei Prozent auf insgesamt 1,352 Milliarden Euro zu. Der Überschuss erhöhte sich um ein Prozent auf 898 Millionen Euro. Auch in den einzelnen Geschäftsbereichen konnte Deutschlands größte Direktbank den Angaben zufolge zulegen.

Girokonten und Einlagen

Bei der Anzahl der Girokonten ist die ING (früher ING-DiBa) erneut gewachsen. Per Ende 2019 führte die Bank 2,8 Millionen Girokonten und damit rund 358.000 oder 15 Prozent mehr als im Vorjahr (2018: 2,5 Mio.). Bislang wird das Girokonto für alle Kunden kostenfrei gebührt. Ab Mai wird die Bank von einem Teil der Kunden Kontogebühren in Höhe von 4,90 Euro im Monat verlangen. Girokonten mit mindestens 700 Euro monatlichem Geldeingang müssen auch weiterhin keine Gebühren zahlen. Auch Kunden unter 28 Jahren oder Kunden mit einem Basiskonto seien von der Regelung ausgenommen. Damit bleibe das Girokonto für etwas dreiviertel Kunden kostenfrei, teilte die Bank mit.

Trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfelds sind die Kundeneinlagen auf Spar- und Girokonten 2019 leicht gestiegen. Insgesamt lag das Bestandsvolumen zum Ende des Geschäftsjahres bei rund 139 Milliarden Euro (2018: 138 Mrd. Euro). Für Ihre Einlagen auf dem „Extra-Konto“, dem Tagesgeldkonto der ING, erhalten Sparer aktuell 0,001 Prozent Zinsen.

Privatkundenkredite

Im Segment der Verbraucher- und Ratenkredite erzielte die Bank 2019 ein Wachstum von 8 Prozent, was einem Bestandsvolumen von rund 9,0 Milliarden Euro (2018: 8,2 Mrd. Euro) per Ende 2019 entspricht.

In der Baufinanzierung stieg das Volumen um rund drei Prozent auf 75,3 Milliarden Euro (2018: 72,9 Mrd. Euro). Das vermittelte Baufinanzierungsvolumen der ebenfalls zur ING gehörenden Interhyp AG, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen, stieg um 12 Prozent und belief sich auf 25 Milliarden Euro (2018: 22 Mrd. Euro).

Wertpapiergeschäft

Dem Wertpapiersegment kam die positive allgemeine Marktentwicklung zugute. So legte das Gesamtvolumen in den Wertpapierdepots der ING-Kunden um rund 11 Milliarden Euro auf 45,7 Milliarden Euro zu. Die Anzahl der Transaktionen erreichte mit 11,5 Millionen einen neuen Bestwert.

Die Kooperation mit dem Robo-Advisor Scalable Capital trug auch 2019 zum positiven Gesamtergebnis bei: Mehr als 14.400 ING-Kunden eröffneten ein Depot, womit das verwaltete Volumen per Jahresende auf rund 1,2 Milliarden Euro (2018: 0,6 Mrd. Euro) stieg.