Betriebshaftpflichtversicherung für Apotheken

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Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Versicherungsschutz für Apotheken
  3. Warum ist die Betriebshaftpflichtversicherung für Apotheker wichtig?
  4. Deckungsumfang der Betriebshaftpflicht
  5. Versicherung des Geschäftsinhalts der Apotheke
  6. Kosten einer Betriebshaftpflicht für Apotheken

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung für Apotheker ist gesetzlich vorgeschrieben.
  • Der Vertrag sollte von einem Haftungsausschluss gemäß Paragraf 84 Arzneimittelgesetz absehen.
  • Die Betriebshaftpflicht greift auch, wenn Kunden in der Apotheke einen Schaden erleiden.
  • Mitarbeiter sind im Rahmen der Police mitversichert.

Versicherungsschutz für Apotheken

Jeder, der sich als Apotheker selbstständig machen möchte, benötigt eine Betriebshaftpflicht für Apotheken. Fehlt der Versicherungsschutz, kann dies die Approbation kosten. Dabei schließt die Betriebshaftpflichtversicherung die Berufshaftpflichtversicherung mit ein.

Sie umfasst neben dem Versicherungsschutz für den Apotheker selbst auch alle Schäden, die durch die Mitarbeiter verursacht werden. Warum benötigt ein Apotheker, abgesehen von der gesetzlichen Vorschrift, aber eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Warum ist die Betriebshaftpflichtversicherung für Apotheker wichtig?

Abgesehen davon, dass der Gesetzgeber eine solche Versicherung vorschreibt, begründen diese vier Sachverhalte die Haftung eines Apothekers:

  1. Paragraf 823, Abs. 1 BGB regelt die generelle Haftungsfrage: „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet“.
  2. Das Produkthaftungsgesetz nimmt denjenigen in die Verantwortung, der ein Produkt verkauft, durch das ein Dritter einen Schaden erleidet. Das Produkthaftungsgesetz nimmt zunächst die Apotheke, die ein fehlerhaftes Produkt verkauft hat, in Regress, nicht den Pharmahersteller.
  3. Der Apotheker unterliegt als Unternehmer der Gefährdungshaftung gemäß den Paragrafen 83 bis 94 Arzneimittelgesetz.
  4. Im Rahmen des Umwelthaftungsgesetzes muss der Apotheker für Umweltschäden aufkommen, die durch seinen Betrieb verursacht werden. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn eine Ölheizung für die Apotheke genutzt wird, und aus dem Tank Öl in das Grundwasser gelangt.

Deckungsumfang der Betriebshaftpflicht

Es ist also nur nachvollziehbar, dass ein Apotheker ohne Betriebshaftpflichtversicherung enormen Schadensersatzforderungen gegenüberstehen kann. Beispielsweise können Personenschäden auftreten, wenn ein Medikament vertauscht wird und der Empfänger mit extremen Nebenwirkungen auf das Medikament reagiert.

Das Betreiben einer Apotheke weist Risiken auf, wie sie andere Unternehmen nicht kennen.

Dazu zählen

  • die bereits erwähnte Verblisterung (Verwechslung)
  • Abgabe von Methadon und ähnlichen Mitteln (Substitutionstherapie)
  • Kosten für den Rückruf von Arzneimitteln
  • Fehlerhafte Contrazeptiva, die zu einer ungewollten Schwangerschaft einer Kundin führen
  • Die Versorgung von Senioren- und Pflegeheimen mit Medikamenten und deren Portionierung.

Apotheken mischen Rezepturen auch selbst. Der Apotheker kann nie ausschließen, dass einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter in diesem Zusammenhang ein Fehler unterläuft. Dies stellt einen klassischen Haftungsgrund im Rahmen des Produkthaftungsgesetzes dar, ohne dass noch ein Dritter involviert ist. Als Arbeitgeber haftet er auch für Fehler, die seinen Angestellten im Rahmen ihrer Tätigkeit unterlaufen.

Vermögensschäden zählen zwar weniger zu den prominenten Risiken eines Apothekenbetriebes, sind aber ebenfalls nicht auszuschließen. Sachschäden können entstehen, wenn ein Mitarbeiter der Apotheke ein Medikament ausliefert und in der Wohnung des Patienten etwas beschädigt. Im Fokus der Betriebshaftpflichtversicherung für Apotheker stehen immer die Personenschäden. Aus diesem Grund bedarf es auch einer höchstmöglichen Deckungssumme.

Bevor es jedoch im Schadensfall zu einer Regresszahlung kommt, nimmt die Haftpflichtversicherung die Aufgaben einer passiven Rechtsschutzversicherung wahr. Sie prüft zunächst, ob dem Apotheker tatsächlich schuldhaftes Verhalten vorgeworfen werden kann. Erst, wenn die Regressforderung unzweifelhaft ist, kommt es zum Leistungsfall.

Wichtig ist, dass die Betriebshaftpflicht keinen Haftungsausschluss aufgrund Paragraf 84 Arzneimittelgesetz vorsieht:

„Die Ersatzpflicht besteht nur, wenn

1. das Arzneimittel bei bestimmungsgemäßem Gebrauch schädliche Wirkungen hat, die über ein nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft vertretbares Maß hinausgehen oder

2. der Schaden infolge einer nicht den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft entsprechenden Kennzeichnung, Fachinformation oder Gebrauchsinformation eingetreten ist.“

Haftung im Rahmen der Räumlichkeiten

Die Haftung eines Apothekers ergibt sich aber nicht nur aus der direkten Berufstätigkeit, wie das Umweltschadenrisiko belegt. Wurde der Fußboden in der Apotheke frisch gewischt und ein Kunde rutscht auf dem feuchten Boden aus und verletzt sich, greift ebenfalls Paragraf 823 BGB.

Grundsätzlich deckt die Berufshaftpflicht alle Risiken, welche sich aus dem Betreiben der Apotheke und der Berufsausübung ergeben.

Versicherung des Geschäftsinhalts der Apotheke

Als sinnvolle Ergänzung zur Betriebshaftpflichtversicherung bietet sich die Inhaltsversicherung an. Diese umfasst Schäden an der Einrichtung und dem Warenbestand durch Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl und Sturm und Hagel. Wer als Kunde in einer Apotheke steht, stellt immer öfter fest, dass die Medikamente nicht mehr aus Schubladen geholt werden, sondern ähnlich wie ein Rohrpostsystem in den Kassenbereich geliefert werden. Diese technischen Anlagen kosten viel Geld. Ohne entsprechenden Versicherungsschutz müsste der Apotheker diese im Schadensfall selbst ersetzen.

Macht eine Berufsrechtschutzversicherung Sinn?

Kaum ein Apotheker steht alleine hinter seinem Tresen. Kommt es zu einer nicht einvernehmlichen Trennung von einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin, ist ein Prozess vor dem Arbeitsgericht nicht auszuschließen. Die Rechtschutzversicherung übernimmt in diesem Fall die Kosten. Gleiches gilt, wenn die Apotheke in einen Rechtsstreit vor einem Sozialgericht verwickelt wird, oder eine Klage in Steuersachen droht. Unternehmern droht immer juristisches Ungemach. Eine Rechtsschutzversicherung sorgt für Augenhöhe, auch bei wirtschaftlicher Ungleichheit.

Kosten einer Betriebshaftpflicht für Apotheken

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten und hängt von den Einzelumständen ab. Verschieden Faktoren spielen in die Prämienkalkulation mit hinein:

  • der jährliche Umsatz
  • die Anzahl der Mitarbeiter
  • Beginn der selbstständigen Tätigkeit als Apotheker
  • Höhe der Versicherungssumme
  • mögliche Selbstbeteiligung

Vor dem Hintergrund eventueller Personenschäden durch eine fehlerhafte Medikamentierung sollte die Wahl der Versicherungssumme so hoch wie möglich ausfallen.