Betriebshaftpflicht für ambulante Pflegedienste

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Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Ambulanter Pflegedienst – ein schnell wachsender Markt
  3. Notwendigkeit einer Betriebshaftpflicht für ambulante Pflegedienste
  4. Was sichert die Betriebshaftpflicht alles ab?
  5. Was kostet die Betriebshaftpflicht für Pflegedienste?
  6. Sinnvolle Zusatzpolicen für einen ambulante Pflegedienste

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Betriebshaftpflicht oder Berufshaftpflicht ist Voraussetzung für die Kassenzulassung.
  • Die Betriebshaftpflicht für ambulante Pflegedienste muss berufsspezifische Risiken einschließen.
  • Das Schlüsselrisiko spielt bei Sachschäden eine zentrale Rolle.
  • Die Prämien werden auf der Basis der individuellen Geschäftsdaten ermittelt.

Ambulanter Pflegedienst – ein schnell wachsender Markt

Rund 2,4 Millionen Bürger sind in Deutschland auf Pflege angewiesen, die Zahl wächst kontinuierlich. Pflegenotstand ist einer der Begriffe, der immer wieder in den Medien kursiert. Aber der Beruf des ambulanten Pflegedienstes birgt für die Pflegekräfte und Inhaber der Dienste auch Risiken.

Abgesehen davon, dass eine Betriebshaftpflicht für einen ambulanten Pflegedienst in der Regel notwendig ist, um die Kassenzulassung zu erhalten, sprechen zahlreiche Gründe dafür, dass eine solche Police Bestandteil des Geschäftsbetriebes ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Inhaber des ambulanten Pflegedienstes alleine tätig ist oder Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt.

Notwendigkeit einer Betriebshaftpflicht für ambulante Pflegedienste

Pfleger arbeiten mit Menschen. Wie bei allen Heilberufen lauern hier besondere Risiken. Die Bandbreite der Tätigkeiten reicht von Waschen und Kämmen über Verbände anlegen, Spritzen setzen bis hin zur Verabreichung von Mahlzeiten.

Die Betreuung von Pflegebedürftigen stellt eine extrem anspruchsvolle Tätigkeit dar. Auf der anderen Seite stehen Pflegekräfte unter einem enormen Zeitdruck. Fehler können beim besten Willen nicht ausgeschlossen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass durch eine Unachtsamkeit eine Vase des Pfleglings kaputt geht, ist geringer als die Wahrscheinlichkeit, dass beispielsweise eine Medikamentendosierung falsch ist oder eine Spritze so gesetzt wird, dass die zu pflegende Person massive Schmerzen im Nachhinein hat.

Wenn Angehörige deshalb eine Schmerzensgeldklage anstrengen, kann es für den Pflegedienstinhaber teuer werden. Gleiches kann auch passieren, wenn eine Wundversorgung nicht erfolgreich verläuft. Das Risikopotenzial im direkten Umgang mit dem Patienten ist enorm.

Die Berufshaftpflicht für Pflegedienste bietet hier den notwendigen Versicherungsschutz, der sich auch auf die Mitarbeiter erstreckt.

Das Bürgerliche Gesetzbuch definiert in Paragraf 823, Abs. 1 eindeutig die Schadensersatzansprüche, unabhängig davon, ob es sich um Privatpersonen oder Unternehmen als Schädiger handelt: „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet“.

Diese Definition lässt keinen Interpretationsspielraum, unabhängig davon, ob es sich um Personenschäden, Sachschäden oder Vermögensschäden handelt.

Was sichert die Betriebshaftpflicht alles ab?

Zunächst einmal lässt sich der Versicherungsschutz in die drei Bausteine Personen-, Sach- und Vermögensschäden unterteilen. Der Fokus liegt bei Heil- und Pflegeberufen eindeutig auf dem „Personenschaden“. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass die Police die speziellen Risiken, welche mit der Berufsausübung einhergehen, explizit abdeckt.

Welche Risiken fallen darunter?

  • Blutdruck und Blutzucker messen
  • Kompressionsstrümpfe an- und ausziehen
  • Anlegen von Kompressionsverbänden
  • Verabreichung von Packungen und Heilbäder, Massagen, Durchführen einer Atemtherapie
  • alle Arten von Heilgymnastik, Kranken- und Sportgymnastik
  • mögliche Ansprüche aus Bestrahlungsschäden
  • Anwendungen von Salben, Tropfen und Spülungen
  • Injektionen
  • Anlegen und Auswechseln eines Blasenkatheters
  • Durchführen von Darmspülungen und Einläufe
  • Vorbereiten und Verabreichen von Medikamenten

Dies sind jedoch nur die „Grundrisiken“. Bei der spezialisierten Fachpflege geht es noch einen Schritt weiter.

Hier kommt noch, beispielsweise im Rahmen der Intensivpflege, dazu:

  • die Versorgung des Patienten mit parenteraler Ernährung,
  • die Versorgung mittels einer Ernährungssonde oder die
  • Versorgung von Patienten, die einer speziellen Schmerztherapie bedürfen.

Wenn die alltägliche Grundpflege zu einem Versicherungsfall wird

Unterlaufen dem Pfleger oder der Pflegerin Fehler bei der Körperpflege, beim An- und Auskleiden (der Patient stürzt und verletzt sich) oder bei Bewegungsübungen (es kommt zu einer Zerrung oder Prellung), besteht ein Haftungsgrund.

Risiko durch Sachschäden

Neben den Personenschäden besteht auch bei Sachschäden ein sehr spezielles Risiko. Pflegedienste verfügen normalerweise über die Schlüssel zum Haus und zur Wohnung des Patienten. Angenommen, der Patient wohnt in einer größeren Anlage mit Schließanlage. Verliert der Mitarbeiter des Pflegedienstes den Schlüssel, muss die Schließanlage ausgetauscht werden. Je nach Größe der Anlage kann dies ein Betrag sein, der vier- bis fünfstellig wird.

Das Schlüsselrisiko sollte im Rahmen der Haftpflichtversicherung unbedingt auch den Verlust fremder Schlüssel mit einbeziehen.

Vermögensschadenhaftpflicht als zusätzliche Absicherung

Die Frage nach der Vermögensschadenhaftpflicht ist in diesem Fall auch gar nicht so abwegig. Nicht jeder Patient eines Pflegedienstes ist bereits aus dem Berufsleben ausgeschieden. Handelt es sich bei dem Patient um einen Freiberufler, der durch einen Behandlungsfehler des Pflegers länger als geplant krank ist, kommt es zu einem Verdienstausfall. In diesem Fall liegt bei Verschulden des Pflegers oder der Pflegerin ein Vermögensschaden vor, der durch die Haftpflicht gedeckt wäre.

Grundsätzlich leistet die Haftpflichtversicherung aber nicht auf Zuruf. Nach Eingang der Schadensmeldung prüft sie zunächst, ob die Ansprüche des Geschädigten tatsächlich gerechtfertigt sind. Sie nimmt in diesem Zusammenhang die Aufgaben einer passiven Rechtsschutzversicherung wahr.

Was kostet die Betriebshaftpflicht für Pflegedienste?

Der Betriebshaftpflichtversicherungsvergleich zeigt bei ambulanten Pflegediensten gleich auf der ersten Eingabeseite, dass sich diese Frage nicht pauschal beantworten lässt. Im Einzelnen spielen folgende Punkte in die Höhe der Prämie mit hinein:

  • Arbeitet der Inhaber alleine oder hat er Mitarbeiter?
  • Gründungsjahr
  • Tätigkeiten auch außerhalb der EU
  • Beinhaltet die Tätigkeit Kurzzeitpflege, stationäre Pflege oder Intensivpflege?
  • Werden Aufträge an Subunternehmer vergeben?
  • Gibt es Niederlassungen?
  • Jährlicher Umsatz
  • Versicherungssumme
  • Mögliche Einschlüsse wie private Haftpflichtversicherung.

Eine optionale Selbstbeteiligung wirkt sich ebenfalls auf die Prämie aus. Ein Vergleichsrechner ermittelt auf der Basis der Angaben die Höhe der jeweils anfallenden Prämie. Natürlich gilt, dass diese von Anbieter zu Anbieter abweichen. Es gilt allerdings auch, dass die einzelnen Versicherungsunternehmen unterschiedliche Einschlüsse kostenfrei mitversichern, was sich auch wieder auf die Prämie auswirkt.

Sinnvolle Zusatzpolicen für einen ambulante Pflegedienste

Eine Rechtsschutzversicherung sollte ebenfalls Bestandteil des Portfolios sein. Die Berufsrechtsschutz übernimmt die Kosten für Streitigkeiten mit den Ersatzkassen und privaten Krankenversicherungen oder falls es zu Differenzen mit dem Finanzamt kommt. Der Einschluss einer privaten Rechtsschutzversicherung ist ebenfalls möglich. Wer als Inhaber eines ambulanten Pflegedienstes Mitarbeiter beschäftigt, ist vor einer Auseinandersetzung vor dem Arbeitsgericht nie gefeit. Die Kosten für ein solches Verfahren werden ebenfalls übernommen.

Die Versicherer unterscheiden sehr genau, wann innerhalb einer Wohnung eine Firma betrieben wird. Im Falle eines Schadens durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Einbruchdiebstahl kann es passieren, dass das Home-Office vom Versicherungsschutz ausgenommen ist. Bei einem externen Büro erübrigt sich die Überlegung sowieso. Abhilfe bietet in diesem Fall eine Inhaltsversicherung, welche beispielsweise für Schäden an der Computeranlage oder schlicht am Mobiliar aufkommt.