Aktuelle Angebote für Gebrauchtwagen

Gebrauchtwagen: stets eine gute Alternative

Auf der Suche nach dem richtigen Fahrzeug werden potenzielle Käufer grundsätzlich mit zwei Problemen konfrontiert: Zum einen den eigenen Wunschvorstellungen und zum anderen dem eigenen Budget. Je nachdem, inwiefern man bereit ist, auf das eine oder andere Extra zu verzichten, kann man den Preis beim Auto-Kauf drücken, indem man sich für ein Gebrauchtfahrzeug entscheidet.

Was ist ein Gebrauchtwagen – diverse Definitionen

Ein Gebrauchtwagen (in der Regel ein PKW) definiert sich im allgemeinen Verständnis zunächst einmal dadurch, dass er mindestens einen Vorbesitzer hatte und dieser ihn auch benutzt hat. Formell ist es komplizierter:

  • Der Autohändler spricht erst ab einer Zeit über 12 Monaten nach Erstzulassung von einem Gebrauchtwagen. Davor nennt man den auch schon Gebrauchten schlicht Jahreswagen.
  • Das Finanzamt wiederum sieht den Sachverhalt natürlich ganz anders: Sollte ein Fahrzeug nicht älter als 6 Monate oder nicht mehr als 6000 km gelaufen sein, gilt es für den Fiskus als Neuwagen, egal wie viele Eigentümer in der Zulassungs-Bescheinigung bereits aufgeführt sind.

Doch abgesehen von spitzfindigen Regelungen ist es durchaus von Bedeutung, den Gebrauchtwagen von anderen Fahrzeugen abzugrenzen. Nicht nur Ein- und Ausfuhrzölle, sondern auch Versicherungs-Prämien und Garantie-Ansprüche ändern sich, wenn ein Fahrzeug als gebraucht eingestuft wird.

Jahreswagen, Vorführwagen oder „echter“ Gebrauchter?

Die Entscheidung darüber, ob Sie einen Jahres-, Vorführ- oder Gebrauchtwagen erwerben möchten, werden Sie anhand des zur Verfügung stehenden Budgets entscheiden müssen. Obwohl Jahres- und Vorführwagen aufgrund ihrer meist sehr geringen Laufleistung und des damit verbundenen niedrigen Verschleißgrades hochinteressant sind, gelten sie rechtlich als Gebrauchtfahrzeuge. Dennoch nehmen Sie am Markt eine Sonderstellung ein, da es sich um nahezu neuwertige Automobile handelt, die einen nicht zu unterschätzenden Preisvorteil bieten und sich zumeist innerhalb der herstellerseitigen Neuwagengarantie befinden. Im Folgenden erläutern wir die Unterschiede im Detail.

Jahreswagen

Bei einem Jahreswagen handelt es sich um ein Fahrzeug, dessen Erstzulassung vor weniger als einem Kalenderjahr erfolgt sein muss. Ebenso dürfen zwischen der Herstellung des Fahrzeuges und dessen Erstzulassung maximal zwölf Monate liegen. Jahreswagen werden überwiegend von markengebundenen Autohäusern angeboten, die diese Fahrzeuge von Werksangehörigen des jeweiligen Herstellers angekauft haben. Ebenso kann es sich dabei um ehemalige Geschäftsfahrzeuge des Autohauses oder des Herstellers handeln. 

Dank diverser Vorteile sind sie für den Endkunden hochinteressant: 

  • Sehr gute Ausstattung
  • Geringe Laufleistung 
  • Überdurchschnittlich gepflegt 
  • Meist noch mit Neuwagengarantie des Herstellers

Einfach formuliert handelt es sich bei Jahreswagen um Fahrzeuge, die alle Vorteile eines Neufahrzeuges mitbringen, aber deutlich günstiger angeboten werden. Dasselbe trifft auf sogenannte Halbjahreswagen zu.

Vorführwagen

Ein Vorführwagen dient – wie der Name schon andeutet – einem Autohaus in der Regel dazu, den Kunden ein neues Fahrzeugmodell zu präsentieren. Dazu wird beim Hersteller meist ein Modell mit einer umfangreichen Ausstattung und in einer voraussichtlich gängigen Lackierung geordert, welches dann potenziellen Kaufinteressenten unter anderem für Probefahrten zur Verfügung gestellt wird. Ein Vorführwagen kann genutzt werden, solange der Hersteller das jeweilige Fahrzeugmodell anbietet. Er unterliegt also keiner Obergrenze bezüglich seines Alters oder seiner Laufleistung. 

In der Regel werden Vorführfahrzeuge jedoch, analog zum Jahreswagen, recht jung und mit geringer Kilometerleistung abgegeben. Aus diesem Grund kann auch der Preisvorteil eines Vorführwagens beträchtlich ausfallen, eine Werksgarantie greift im Einzelfall, wenn das Auto älter als zwölf Monate ist, indes nicht mehr unbedingt. Was Sie natürlich bei einem Vorführwagen niemals wissen, ist, wie viele Kunden mit dem Auto gefahren sind und wie sie mit ihm umgegangen sind. Dies ist in der Regel zwar nur ein psychologischer Nachteil, für manche Kaufinteressenten aber sicher nicht unwichtig.

Der „echte“ Gebrauchtwagen

Der „echte“ Gebrauchtwagen hatte in der Regel mindestens einen oder mehrere Vorbesitzer und ist mindestens zwei Jahre alt und älter. Mit dem Alter und der Anzahl der Vorbesitzer steigt naturgemäß der Verschleiß des Fahrzeuges, aber: Der Preis sinkt! Als Anhaltspunkt für die Preisfindung mögen einschlägige Portale oder ähnliche Angebote gelten. Sie dienen aber nur der groben Orientierung. Neuwagengarantien oder ähnliche Versprechen gelten für ein gebrauchtes Auto nicht mehr. Auch bei privaten Verkäufern gibt es natürlich keine festen Garantien. Seriöse Händler bieten aber Gebrauchtwagengarantien (teilweise gegen Aufpreis), die unerwartete Reparaturen an diversen Baugruppen abdecken. Achten Sie daher unbedingt auf die Garantiebestimmungen! Meistens sinkt die Kostenbeteiligung des Herstellers mit dem Anstieg des Kilometerzählers oder des Fahrzeugalters. 

Der Gebrauchtwagenmarkt bietet eine schier unerschöpfliche Auswahl an Modellen und Typen in allen Zuständen und Preisklassen. Dabei gilt nicht immer das Gebot, dass das teurere Auto auch das bessere sein muss. Deshalb kann die Fahrzeugsuche auf dem Gebrauchtwagenmarkt auch deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, als die Suche nach einem Jahres- oder Vorführwagen.

 

Gebrauchtwagen: Vor-und Nachteile im Überblick

Warum also sollte man sich ein gebrauchtes Fahrzeug zulegen wollen? Es ist älter, eventuell sogar aus einer Baureihe vor aktuellen Modellen. Andere haben den Wagen bereits genutzt und man weiß in der Regel nicht, wie der Vorbesitzer damit umgegangen ist. Neben technischen Aspekten ist auch die Hygiene in einem solchen Auto fraglich.

Pro Gebrauchtwagen: Guter Preis dank Wertverlust

Gebrauchtwagen unterscheiden sich gegenüber Neuwagen deutlich im Preis. Grund dafür ist der Wertverlust eines Fahrzeugs. Im Schnitt verliert ein Fahrzeug pro Jahr 24% seines Wertes. Dabei handelt es sich um einen Durchschnittswert. Tatsächlich beträgt der Wertverlust eines Autos im ersten Jahr meist deutlich über 30%. Die Quote nimmt dann sukzessive ab. Unabhängig von solchen Details bedeutet das für ein Fahrzeug, das neu 50.000 Euro kostet, rein rechnerisch nach 12 Monaten noch einen Restwert von 38.000 Euro, nach zwei Jahren nur noch etwa 29.000 Euro und nach drei Jahren nur noch etwa 22.000 Euro. In der Summe halbiert sich der Wert eines Autos grob vereinfacht also alle drei Jahre. Absolut verliert der Wagen gerade zu Beginn seines Lebenszyklus also den größten Wert.

Fahrzeuge, die seit drei Jahren auf den Straßen herumfahren, sind technisch meist noch auf der Höhe der Zeit, sind aber in der Anschaffung deutlich günstiger als Neue. Auch kann der Wagen in den kommenden Jahren nie wieder so viel an Wert verlieren, wie er es bereits getan hat. All das macht den Gebrauchtwagen gerade für Privatpersonen so attraktiv und sorgt dafür, dass es einen großen Markt für gebrauchte PKW gibt.

Contra Gebrauchtwagen: Die Frage nach dem technischen Zustand

Doch neben den finanziellen Vorteilen bei der Anschaffung bergen Gebrauchtwagen auch einige Risiken. So ist, wie bereits dargelegt, in der Regel nicht bekannt, wie das Fahrzeug im Vorfeld bewegt worden ist. Daher ist ein Mindestmaß an technischem Grundverständnis beim Gebrauchtwagen-Kauf angeraten. Die Floskel „Augen auf beim Gebrauchtwagen-Kauf“ kommt nicht von ungefähr. 

Abhängig davon, ob der Gebrauchte von einem Händler oder einer Privatperson erworben wird, sollte ausreichend technischer Sachverstand mitgebracht werden, um bösen Überraschungen vorzubeugen. Gerade bei teuren Gebrauchtwägen lohnt es sich ein Kfz-Gutachten bzw. eine Gebrauchtwagenbewertung vornehmen zu lassen. Hier müssen zwar nochmal ein paar Euro investiert werden, allerdings bleiben dann unangenehme Überraschungen aus.

Gebrauchtwagen kaufen – darauf sollten Sie achten!

Gerade bei höherwertigen Fahrzeugen ist es unerlässlich, von einer fachkundigen Person den Zustand des Fahrzeugs bewerten zu lassen. Diese kann feststellen, ob der angesetzte Verkaufspreis angemessen ist. Einschlägige Bewertungsdienste, wie die Deutsche Automobil Treuhand (DAT), die Schwacke-Liste und andere Bewertungssysteme, bieten dabei einen guten Leitfaden. Der finale Preis sollte sich aber immer am tatsächlichen Zustand des Fahrzeugs orientieren.

Auch beim Kauf von einem Gebrauchtwagen-Händler sind diese Schritte angeraten. Gewerbliche Verkäufer, also Händler, aber auch Unternehmen, Gewerbetreibende und Freiberufler beim Verkauf des Firmenwagens, sind zu einer 2-jährigen Gewährleistung gesetzlich verpflichtet. Diese darf für Gebrauchtwagen jedoch vertraglich auf ein Jahr verkürzt werden. Diese Gewährleistung gilt für den Zustand des Fahrzeugs bei Übergabe („wie gesehen“), aber anders als bei der Neuwagengarantie handelt es sich dabei nur um eine reine Sachmängelhaftung. Schäden, die beispielweise aufgrund des auch durch den Vorbesitzer verursachten Verschleißes entstanden sind, werden bei einer Gewährleistung in der Regel nicht abgedeckt. Auch eine eventuelle, beim Neuwagen-Autohaus übliche Kulanzregelung sollte nicht vorausgesetzt werden. Beim Privatverkauf wird eine Gewährleistung meist sogar komplett ausgeschlossen. Das Fahrzeug sollte daher vor dem Kauf besonders gründlich untersucht werden.

Wer sich also damit abfinden kann, nicht das neueste Modell zu fahren, sich auf die Konfiguration des Erstbesitzers einzulassen und bereit ist, gewissen Risiken in Kauf zu nehmen, kann deutlich am Anschaffungspreis sparen. Für all jene ist der Gebrauchtwagenmarkt die richtige Entscheidung.

Tipps für den Besichtigungstermin

Bevor Sie sich für einen Gebrauchtwagen entscheiden, sollten Sie das Auto möglichst vorher einmal genau unter die Lupe nehmen. Folgende Dinge sollten Sie beachten:

  • Besichtigen Sie das Fahrzeug idealerweise bei sonnigem, auf jeden Fall aber trockenem Wetter.
  • Achten Sie darauf, dass das Auto sauber ist und auf möglichst geradem Untergrund steht. Nässe, Schmutz oder Schnee können Lack- und Blechschäden verdecken.
  • Nehmen Sie eine starke Taschenlampe, einen Schraubendreher, einen kleinen Magneten und einen Taschenspiegel mit zur Besichtigung, um eventuell versteckten Karosserieschäden auf die Spur zu kommen.
  • Es bietet sich an, ein Familienmitglied, einen Bekannten oder Freund hinzu zu bitten. Vier Augen sehen mehr als zwei. Außerdem kann eine zweite Person das Verhalten des Verkäufers beobachten, während Sie den Zustand des Fahrzeuges checken oder ihm Fragen dazu stellen. Dies lässt in vielen Fällen bereits Rückschlüsse darauf zu, ob sich weitere Verhandlungen überhaupt lohnen.

Woran Sie einen seriösen Verkäufer erkennen

Natürlich ist es schwierig, einer fremden Person hinter die Fassade zu schauen. Aber es gibt gewisse Anhaltspunkte, mit denen Sie die Glaubwürdigkeit eines Verkäufers testen können. Zunächst sollte er Ihnen über das betreffende Fahrzeug Auskünfte erteilen können, die über den Inhalt einer Annonce – etwa im Internet – deutlich hinausgehen. Bei einem Privatanbieter müssen Sie davon ausgehen, dass er das Auto über einen längeren Zeitraum besessen und gefahren hat, er sollte seine Eigenarten kennen und benennen können. Auch von einem Händler dürfen Sie erwarten, dass er weiß, was er verkauft. Ausflüchte wie „das war das Auto meiner Frau, dazu kann ich Ihnen nichts sagen“ oder „wir haben den Wagen nur angekauft, der wird schon in Ordnung sein“, womit sich unseriöse Anbieter mitunter herausreden, sollten Sie nicht gelten lassen. 

Fragen Sie unbedingt nach Reparatur- und Wartungsbelegen, entweder durch das Wartungsheft selbst oder mit Rechnungen dokumentiert. Nur so können Sie nachvollziehen, ob der Wagen durchgehend fachgerecht gepflegt wurde. Fragen Sie den Verkäufer auch, aus welchen Gründen er das Auto abgibt. Lobt er den Wagen über den grünen Klee, kann Ihnen aber nicht nachvollziehbar erläutern, warum er es jetzt verkaufen möchte, dürfen Sie skeptisch werden. 

Dies trifft auch zu, wenn das Auto innerhalb recht kurzer Zeit sehr häufig den Besitzer gewechselt hat, was Sie anhand der Papiere feststellen werden. Ohne Grund wird das wahrscheinlich nicht passiert sein. Wird ein Verkäufer sichtlich nervös, während Sie den Wagen eingehender inspizieren, etwa den Unterboden oder den Motor ansehen, oder versucht er, auf Sie einzureden, während Sie in Ruhe das Auto inspizieren möchten, können Sie die Besichtigung abbrechen. Suchen Sie dann lieber woanders weiter!

Die Probefahrt

Auch für die Probefahrt gibt es einige grundsätzliche Tipps:

  • Versuchen Sie die Probefahrt bei gutem Wetter durchzuführen. Wenn es sich vermeiden lässt, sollten Sie ein Ihnen unbekanntes Fahrzeug, das Sie ja kennenlernen möchten, nicht bei Regen, Eis oder Schnee fahren.
  • Wählen Sie eine abwechslungsreiche Strecke, im Idealfall zu je einem Drittel Stadtverkehr, Landstraße und Autobahn. So stellen Sie rasch fest, wie sich das Auto unter verschiedenen Bedingungen verhält.
  • Schalten Sie alle Gänge durch (bei Automatik: Achten Sie darauf, dass das Getriebe sanft schaltet und nicht „durchrutscht“)
  • Beschleunigen Sie ruhig einmal stärker und bremsen Sie auch kräftig ab. Bleibt der Wagen in der Spur? Steht das Lenkrad bei Geradeausfahrt gerade? 
  • Vertrauen Sie Ihren Sinnen: Hören, riechen und schauen Sie dem Auto während seiner „Arbeit“ zu. Fallen Ihnen ungewöhnliche Geräusche aus dem Bereich des Fahrwerks oder des Motors und der Auspuffanlage auf? Riecht der Wagen im Innenraum nach Benzin, Öl oder Gummi?
  • Achten Sie auf die Kontrollleuchten im Cockpit: Wenn der Wagen läuft, sollten keine Warnlampen brennen. Wenn doch, welche? Funktioniert die Armaturenbeleuchtung?
  • Checken Sie alle Schalter und Taster (Fensterheber, Spiegelverstellung, Klimaanlage, etc.) auf Funktion. 
  • Funktionieren alle Einheiten der Fahrzeugbeleuchtung (Brems-, Blink-, Rückfahrleuchten, Haupt- und Zusatzscheinwerfer)? 
  • Schauen Sie sich vor der Probefahrt den Bereich unter dem Fahrzeug an: verliert es Betriebsflüssigkeiten? 
  • Nach der Probefahrt, wenn der Motor und alle Nebenaggregate warm sind, sollten Sie unbedingt noch einmal schauen. Ist alles trocken? 
  • Lassen Sie sich vom Verkäufer nicht unter Druck setzen! Einen vernünftigen Eindruck vom Auto bekommen Sie nicht bei einer schnellen Tour um den Block. Etwa 30 bis 45 Minuten Zeit sollten drin sein. Wenn der Händler/Verkäufer mitfahren möchte, ist das in Ordnung, er sollte Sie während der Fahrt aber in Ruhe lassen. Es sei denn, Sie stellen ihm Fragen. Auf Aussagen wie: „Sie dürfen eine Probefahrt nur dann machen, wenn Sie das Auto auch kaufen“ sollten Sie sich keinesfalls einlassen.

Welches Auto passt zu mir?

Diese Frage steht ganz am Anfang der Suche und sie ist nicht pauschal zu beantworten. Überlegen Sie sich genau, welchen Einsatzzweck der neue Gebrauchte abdecken soll. Wenn Sie Familie haben und täglich drei Kinder zum Kindergarten, zur Schule oder zum Sport fahren müssen, fallen tendenziell freizeitorientierte Modelle wie Coupés und Cabriolets schon einmal weg. Auch eine Stufenhecklimousine könnte sich im Alltag als unpraktisch erweisen. Sie werden also eher nach einem Kombi, Van oder Kleinbus suchen. 

Beantworten Sie danach die Frage, ob Sie vorwiegend kurze Distanzen im Stadtverkehr zurücklegen oder ob das Fahrzeug viele Autobahnkilometer abfahren muss. Danach entscheidet sich die Wahl der Motorisierung – also, ob es ein Benziner oder ein Diesel sein soll – und ob Sie mit einer geringen bis moderaten Leistung zufrieden sind oder das Auto ein kraftvolles Aggregat unter der Haube benötigt.  

Last but not least ist Ihr Budget das entscheidende Kaufkriterium. Stehen zum Beispiel maximal 10.000 Euro zur Verfügung ist wohl eher kein Vorführwagen im Budget, der Gebrauchtmarkt an sich wird Ihnen aber eine reichhaltige Auswahl in allen Fahrzeugklassen bieten. Hier werden Sie sicher fündig.

Der Antrieb: Benzin, Diesel, Gas oder Elektro?

Eine ganz grundlegende Entscheidung sollten Sie bereits getroffen haben, bevor Sie auf die Suche nach dem für Sie passenden Fahrzeug gehen: die Entscheidung über den Antrieb. Der Markt wird von Benzin- und Dieselmotoren dominiert. Wobei die Dieselmotoren durch die letzten Skandale stark an Attraktivität eingebüßt haben. In den letzten Jahren sind gasbetriebene Motoren, vor allem aufgrund des wesentlich günstigeren Treibstoffpreises, im Kommen. Hier gibt es die Wahl zwischen Erdgas und dem flüssigen Autogas. Reine Elektrofahrzeuge spielen auf dem Gebrauchtmarkt kaum eine Rolle.

Benziner

Benzinmotoren gibt es in allen Hubraum- und Leistungsklassen. Heute sind Motoren mit elektronischer Einspritzanlage die Regel, die Gemischaufbereitung mittels Vergaser ist eine aussterbende Spezies. Diese lassen sich in der Regel nicht mit einem Katalysator ausrüsten. Fahrzeuge ohne Katalysator dürfen allerdings in viele Innenstädte (grüne Umweltplakette!) nicht mehr hineinfahren. Benziner sind im Grunde für jeden Anwendungszweck geeignet, für den Stadtverkehr wie für die große Reise. Wobei sich bei einem reinen „City-Betrieb“ der Kraftstoffverbrauch eines Benziners durchaus bemerkenswert erhöhen kann. Auch modernste Technik, wie die seit einigen Jahren aufkommende „Direkteinspritzer“-Technologie, ändert daran nur wenig.

Diesel

Viele Jahrzehnte lang galt der Dieselmotor als lahm, laut und dreckig. Dies hat sich in den letzten 20 Jahren mit dem Aufkommen der Direkteinspritzer-Turbodiesel („TDI“, „CDI“, „DTI“, etc.) grundlegend geändert. Mit einem Mal wurde diese Antriebstechnik salonfähig und überzeugte mit enormem Drehmoment selbst bei niedrigen Drehzahlen und einer hocheffizienten Leistungsentfaltung, die niedrige Verbrauchswerte auch bei hohem Tempo ermöglichte.

Erdgas

Neben Autogas gibt es einen weiteren alternativen Kraftstoff, der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Im Gegensatz zu Autogas liegt Erdgas (CNG = Compressed Natural Gas) in gasförmiger Form vor. Es besteht vorwiegend aus Methan. Da Erdgasfahrzeuge selbst strenge Abgasnormen erfüllen, wächst die Vielfalt an Erdgasfahrzeugen von verschiedenen großen Herstellern zunehmend.

Elektrofahrzeuge

Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb spielen auf dem Gebrauchtwagenmarkt praktisch keine Rolle. Das ist vor allem diesen Umständen geschuldet: Das Thema Elektromobilität ist in den Konzernzentralen der Autohersteller noch immer höchstens ein Randthema. Die politischen Anreize zum Bau und Kauf von E-Autos entwickeln sich nur holprig. Die bisher angebotenen Modelle sind sehr teuer, es mangelt zudem an Praxisnutzen. Die Reichweite eines Elektrofahrzeugs ist zu gering, zudem ist das Versorgungsnetz mit entsprechenden Ladestationen sehr lückenhaft. Seit dem 1. Januar 2016 gilt außerdem, dass reine Elektrofahrzeuge, die ab diesem Jahr zugelassen werden, nur fünf Jahre von der Kfz-Steuer befreit sind. Vorher galt eine Steuerfreiheit von zehn Jahren.

 

* Mehrwertsteuer ausweisbar

** Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

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