Haushaltsstrom und Heizstrom

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Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Haushaltsstrom Vergleich
  3. Was ist Haushaltsstrom?
  4. Unterschied Heizstrom und Haushaltsstrom
  5. Verbrauch messen
  6. Nachtspeicherheizung oder Wärmepumpe über Haushaltsstrom betreiben
  7. Günstiger Haushaltsstrom

Das Wichtigste in Kürze

  • Haushaltsstrom dient bspw. zur Stromversorgung von Kühlschrank, Waschmaschine oder Fernseher. Mit Heizstrom wird Wärme erzeugt.
  • Haushaltsstrom ist teurer als Heizstrom, da Wärmestrom vorrangig nachts Verwendung findet.
  • In den meisten Fällen erfolgt die Messung des Heiz- und Hausstromverbrauchs durch separate Stromzähler.
  • Eine Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung mit Haushaltsstrom zu betreiben, empfiehlt sich aufgrund der höheren Preise nicht.

Haushaltsstrom Vergleich

Für gewöhnlich offerieren Stromanbieter ihren Kunden sowohl Tarife für Haushaltstrom als auch für Heizstrom. Das mag zunächst verwundern, denn letztlich handelt es sich in beiden Fällen um dieselbe Art von Strom. Jedoch werden Heiz- und Haushaltsstrom unterschiedlich abgerechnet. Wer auf der Suche nach einem Energielieferanten für Haushaltsstrom ist, stellt schnell fest, dass sich am Markt zahlreiche Tarife finden lassen. Um sich möglichst günstige Konditionen zu sichern, ist es notwendig, die verschiedenen Anbieter miteinander zu vergleichen.

Was ist Haushaltsstrom?

Bei Haushaltsstrom handelt es sich schlichtweg um den aus der Steckdose fließenden Strom, mit dem sich elektrische Geräte wie Waschmaschinen, Computer, Fernseher oder Lampen betreiben lassen. Viele Energieversorger haben einen Maximalverbrauch für Haushaltsstrom festgelegt (bpsw. 10.000 kWh). Wer mehr verbraucht, gilt als Kunde für Gewerbestrom. Allerdings dürfte der Strombedarf im Normalfall deutlich geringer ausfallen. Aus Sicht eines Mieters stellt Haushaltsstrom den zur individuellen Nutzung bereitgestellten Strom dar, im Gegensatz zu dem von allen Mietparteien genutzten Allgemeinstrom.

Unterschied zwischen Heizstrom und Haushaltsstrom

Anders als Haushaltsstrom findet Heizstrom ausschließlich zur Erzeugung von Wärme Verwendung. Er kommt dort zum Einsatz, wo sich Elektroheizsysteme – wie Wärmepumpen, Teil- und Nachtspeicherheizungen oder Fußbodenheizungen der aktuellen Generation – befinden. Die Unterscheidung zwischen Heizstrom und Haushaltsstrom ist relevant, da der Heizstrompreis deutlich niedriger ausfällt.

Warum ist Heizstrom günstiger als Haushaltsstrom?

Für den Preisunterschied gibt es im Wesentlichen zwei Gründe. Erstens ist Strom im Vergleich zu anderen infrage kommenden Heizenergieträgern wie Heizöl oder Gas sehr teuer. Müssten Verbraucher Stromheizungen zum Preis von Haushaltsstrom betreiben, wäre diese Art zu heizen zu kostspielig.

Zweitens besteht die Notwendigkeit, das Stromnetz stabil zu halten. Dazu ist es erforderlich, den von den Kraftwerken rund um die Uhr erzeugten Strom auch zu verbrauchen bzw. zu speichern. Insbesondere in den nächtlichen Stunden sinkt der Verbrauch jedoch. Elektroheizungen können die fallende nächtliche Nachfrage nach Strom abfedern, da sie auf dem Speicherprinzip basieren. Das bedeutet, dass entsprechende Systeme sich mithilfe des Stroms nachts aufheizen und die Wärme tagsüber wieder abgeben. Die Stromversorger bieten die in Zeiten geringer Nachfrage produzierte Energie als Heizstrom günstiger an.

Verbrauch von Heizstrom und Haushaltsstrom messen

Um den Stromverbrauch zu erfassen, gibt es mehrere gebräuchliche Varianten. In einigen Fällen erfolgt die Messung über einen gemeinsamen Zähler mit zwei Zählwerken – einen sogenannten Doppeltarifzähler (DTZ). Dieser erfasst den Haushaltsstrom (Hochtarif = HT) und den Heizstrom (Niedertarif = NT) getrennt voneinander.

Ebenso besteht die Möglichkeit, dass die Heizungsanlage über einen eigenen Stromzähler verfügt. Dabei kann es sich sowohl um einen gewöhnlichen Eintarifzähler handeln als auch um einen Doppeltarifzähler. Im ersten Fall misst der Zähler Haushaltsstrom und Heizstrom zusammen, denn er verfügt nur über ein Zählwerk. Damit wird auch unabhängig von der Verwendung des Stroms alles zum selben Preis abgerechnet. Wer den Heizstrom mithilfe eines Zweitarifzählers getrennt erfasst, kann bei einem entsprechenden Anbieter Strom zum Hoch- und Niedertarif beziehen.

Nachtspeicherheizung oder Wärmepumpe über Haushaltsstrom betreiben

Aktuell beziehen lediglich 50 Prozent aller Betreiber einer elektrischen Wärmepumpe Heizstrom. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die andere Hälfte Haushaltsstrom nutzt. Während eine Kilowattstunde Heizstrom durchschnittlich etwa 22 Cent kostet, sind es beim Haushaltsstrom circa 28 Cent. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass viele Nutzer eines entsprechenden Heizungssystems durch einen speziellen Heizstrom-Tarif etwa 20 Prozent der Stromkosten einsparen könnten.

Haushaltsstrom und Heizstrom von verschiedenen Anbietern beziehen

Es ist möglich Haushaltsstrom und Heizstrom von verschiedenen Anbietern zu beziehen. Allerdings funktioniert das unter der Bedingung, dass zwei separate Zähler existieren – erfreulicherweise ist dies häufig der Fall. Allerdings gibt es auch Anbieter, die den Erhalt des günstigen Heizstroms an einen Vertrag für Haushaltsstrom binden. Prinzipiell lohnt es sich auf jeden Fall, verschiedene Anbieter zu vergleichen.

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